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Pro League: 2:4 vs. AUS

FIH Pro League, Herren, Auftaktmatch in Hobart: HONAMAS starten mit unnötiger Niederlage

10.02.2019- Die deutschen Hockeyherren haben ihr Auftaktmatch in der neuen FIH Pro League am Sonntag in Hobart (Australien) gegen den Gastgeber mit 2:4 (2:2) verloren. Die deutlich verjüngte Mannschaft von Stefan Kermas war in der ersten Hälfte das bessere Team, weil die Australier aber ihre einzigen zwei Chancen zu Toren nutzten, stand es nur 2:2 zur Pause. Die „Kookaburras“ waren nach dem Seitenwechsel griffiger, profitierten aber auch von individuellen Fehlern in der DHB-Auswahl, die am Ende vergeblich einem Rückstand hinterherlief und dadurch unnötig, aber nicht unverdient verlor. (Fotos: worldsportpics.com)

Stefan Kermas: „Das war ein Spiel mit gutem, hohem Einsatz, aber einem unbefriedigenden Ergebnis. Letztlich haben wir auch verdient verloren, weil wir körperlich im dritten Viertel etwas eingebrochen sind und die Konter der Australier nicht mehr effektiv verteidigt haben. Ohne Keeper haben wir es nochmal versucht, aber es hat heute nicht gereicht. Da sind ein paar Dinge gegen die starke Nummer Zwei der Welt zutage getreten, die wir gegen Neuseeland nächste Woche besser machen müssen, weil die ähnlich athletisch sind.“

Christopher Rühr: „Kämpferisch war das eine Top-Leistung und es hat richtig Bock gemacht, in diesem Team zu zocken. Uns ist im Laufe der zweiten Hälfte aber ein wenig die Kraft ausgegangen. Australien ist wirklich super fit und hat uns ein paar Mal überlaufen. Ich glaube aber, dass wir das gegen Neuseeland besser machen werden und dort unsere ersten Punkte holen.“

Die Deutschen begannen ohne Respekt vor dem Weltmeister von 2010 und 2014, sondern spielten sofort nach vorn. So entstand die erste Ecke in der 3. Minute. Rühr scheiterte aber mit einem flachen Schlenzer an Verteidiger Flynn Ogilvie, der auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Keeper rettete. Australien hatte seine Probleme mit dem guten, hohen Pressing der HONAMAS, kam in der Anfangsphase nicht raus aus der eigenen Hälfte. Und eine solche Balleroberung führte dann auch zum 0:1, als Rühr den Ball bekam, von rechts hart an den linken Pfosten flankte, wo Florian Fuchs mit der Rückhand ins Tor blockte (5.).
Die Kermas-Schützlinge ließen daraufhin Australien etwas kommen, warteten auf Kontergelegenheiten, die sie gefährlich ansetzten, auch wenn nicht jeder Pass immer ankam. Herzbruch hatte zum Beispiel eine gute Chance und passte dann aber etwas zu sehr in den Rücken des mitgelaufenen Niklas Wellen (11.). Der erste gefährliche Angriff der „Kookaburras“ über rechts führte allerdings zum 1:1 (12.), als die Zuordnung im Kreis überhaupt nicht stimmte und Jacob Anderson direkt vor Tobias Walter an den Ball kam und aus einem Meter einschlenzte.
Die Deutschen danach wieder mit mehr guten Aktionen. Wellen hatte eine Schusschance, scheiterte aber aus der Drehung an Keeper Andrew Charter (13.). Als Rühr dann für ein Foul die Grüne Karte sah, war es trotzdem das DHB-Team, das gefährlich wurde. Constantin Staib war im Konter fast durch, wurde von zwei Verteidigern aber am Kreisrand noch in letzter Sekunde abgefangen.
Die Unterzahl überstand das deutsche Team jedoch ohne Schaden, hatte dann wieder zwar weniger Ballbesitz, aber die besseren Aktionen als die Gastgeber. Die waren jedoch sehr effektiv: Als Jake Harvie das zweite Mal im Match durch die bis dahin sehr gut stehende Defensive brach, rettete Walter stark, war aber gegen Jacob Andersons Nachschuss machtlos (21.). Die Deutschen antworteten jedoch sofort. Mats Grambusch holte die zweite Strafecke (22.) heraus, die Lukas Windfeder mit einem harten Schlenzer unten links zum 2:2 verwandelte.
Danach eine lange Ballbesitzphase für die Deutschen, die geduldig aufbauten und die Australier laufen ließen. So ging es mit dem Remis in die Pause, das für die Gastgeber eher schmeichelhaft war, weil sie bis auf die beiden Chancen, die zu den Toren führten, nicht viel kreieren konnten. Das junge DHB-Team war gefährlicher, hatte mehr Chancen, musste aber schon früh auf Tom Grambusch verzichten, der nach einer Verletzung im ersten Viertel nicht weiterspielen konnte.

Australien kam mit mehr Druck aus der Kabine, versuchte das deutsche Aufbauspiel früh zu stören. Nach einem Ballverlust holte sich das Kookaburras-Team per Videobeweis die erste Ecke (33.). Die hielt Walter aber ganz stark. Ein Fehler von Abwehrchef Mathias Müller, dem ein Schlenzer abrutschte, brachte dann aber eine Konterchance für Australien, die Tom Wickham nach einem Lattentreffer aus kurzer Distanz zum 3:2 (37.) nutzen konnte.
Die Deutschen waren danach um mehr Ballbesitz und Ruhe im Aufbau bemüht, kamen aber nicht so gut nach vorn, wie in den ersten beiden Vierteln. Nach gutem Freischlag von Grambusch verpasste Rühr den Stecher vor dem Tor nur um Millimeter. Einen ganz starken Konter wollte Rühr dann per Hechtsprung erneut Richtung Tor stechen. Keeper Charter prallte dabei mit dem Kölner zusammen. Im Nachschuss ging der Ball von Johannes Große ins Tor (27.). Eine Videoentscheidung erkannte den bereits gegebenen Treffer jedoch ab, weil Staib den Ball zwischendurch an das Knie bekommen hatte.
So stand es nach drei Vierteln 2:3 aus Sicht der Deutschen. Die Kookaburras holten sich ihre zweite Strafecke in der 46. Minute, doch Walter parierte den Schuss und einen Nachschuss brillant. Das DHB-Team in der Phase unkonzentriert. So kam Australien zur dritten Ecke (48.), die Dylan Wotherspoon als Nachschuss dem auf der Linie stehenden Müller von der Kelle nahm und aus einem Meter eindrückte.
Fast elf Minuten vor Ende nahm Stefan Kermas Walter für einen elften Feldspieler vom Platz, ging damit volles Risiko. Das DHB-Team dadurch auch mal wieder gut vorn dran, tat sich aber schwer, in den Kreis der Gastgeber zu kommen, die nun tief standen und auf Konter setzten. Die Zeit wurde immer knapper, da Australien sicher verteidigte und nichts zuließ, während den Deutschen wenig einfiel und auch noch Pech dazu kam, weil einzelne gute Aktionen an Schlägern der Verteidiger hängen blieben.

Tore:
0:1    Florian Fuchs (5.)
1:1    Jacob Anderson (11.)
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2:1    Jacob Anderson (21.)
2:2    Lukas Windfeder (KE, 22.)
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3:2    Tom Wickham (37.)
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4:2    Dylan Wotherspoon (KE, 48.)

Ecken:
AUS 3 (1 Tor) / GER 2 (1 Tor)

Grüne Karten:
AUS keine / GER 1 (Rühr, 15.)

Schiedsrichter:
David Tomlinson (NZL) / Raghu Prasad (IND)

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