6-Nationen: Klarer Sieg gg. KiwisDie deutschen Hockey-Herren präsentierten sich auch im zweiten Spiel in Valencia in Torlaune.

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6-Nationen: Klarer Sieg gg. Kiwis

Die deutschen Hockey-Herren präsentierten sich auch im zweiten Spiel in Valencia in Torlaune.

Die deutschen Hockey-Herren präsentierten sich auch im zweiten Spiel beim 6-Nationen-Turnier in Valencia (ESP) in ausgesprochener Torlaune. Einen Tag nach dem 4:0 gegen Indien ließ das Team von Bundestrainer Valentin Altenburg gegen Neuseeland sogar ein deutliches 6:1 (4:0) folgen und zeigte dabei vor allem in den Standards eine klare Stärke.

Bundestrainer Valentin Altenburg: „Gerade zum Anfang und zum Ende hin war es heute super. Dazwischen hat der Motor ein wenig gestottert, und es gab ein paar Unkonzentriertheiten. Aber wir haben uns durch gute Standards einen komfortablen Vorsprung herausgespielt, und wir haben besser nachgelegt als gestern. Insgesamt können wir zufrieden sein mit dieser Leistung. Gut hat mir gefallen, wie wir in die Konter reingekommen sind und wie wir die dann auch gespielt haben. Und es ist schon ein gutes Gefühl zu wissen, dass unsere Ecke so gut funktioniert.“

„Das war ein sehr souveränes Spiel von uns“, hatte Lukas Windfeder beobachtet, der heute nicht zum Einsatz gekommen war. „Ich denke, dass hat sich auch für die Jungs auf dem Platz genau so angefühlt.“

Die Neuseeländer hatten zwar die ersten Szenen des Spiels, die allerdings noch keine Gefahr brachten. Das DHB-Team fand aber schnell seinen Rhythmus, hatte in einem Konter über Timm Herzbruch nach Ballgewinn von Christopher Rühr einen ersten guten Konter (4.). Nach einem langen Schlenzball von Martin Häner auf die rechte Kreisseite fand Deutschland einen gegnerischen Fuß. Die erste Strafecke brachte dann auch gleich den ersten Treffer. Moritz Fürste verwandelte flach rechts zu 1:0 (8.). In der Folge verflachte die Partie ein wenig, doch wenn etwas passierte, dann in Richtung des neuseeländischen Tores. Die Gegner waren vor allem damit beschäftigt, die oft gut vorgetragenen Konter – wie etwa den über Mats Grambusch und Niklas Wellen in der 9. Minute – abzuwehren. Nach einem Rechtsangriff über Martin Zwicker und Oliver Korn gab es erneut Ecke für Deutschland. Wieder trat Fürste an, der diesmal unten links traf (13.). Und nur eine Minute später konnte Herzbruch nach einem guten Pass von Oliver Korn nur durch ein Foulk gestoppt werden. Den fälligen Siebenmeter brachte Jonas Gomoll souverän links oben zur verdienten 3:0-Führung.

Die „Black Sticks“ starteten mit deutlich mehr Druck in den zweiten Spielabschnitt. Kapital konnten sie daraus allerdings nicht schlagen. In dieser Phase fand das Spiel zudem meist zwischen den Kreisen statt. Gefährlich wurde es erst wieder in der 22. Minute, als es die dritte Strafecke für die DHB-Mannen gab. Der erste Versuch wurde zwar verstoppt, aber der Ball traf noch den Fuß des Herausläufers. Im zweiten Versuch passte es dann wieder. Fürste machte seinen Ecken-Hattrick im ersten Durchgang mit dem Treffer rechts unten perfekt (23.). Im nächsten Angriff der Kiwis musste Nicolas Jacobi zum ersten Mal wirklich eingreifen. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau kam Neuseeland zu einem Konter, doch der deutsche Keeper parierte sicher (24.). In der 26. Minute wieder eine Chance für die Neuseeländer, als eine Flanke vor das Tor kam, der Stürmer den Ball aber nicht traf. So endete eine erste Halbzeit, in der das DHB-Team sehr souverän spielte, defensiv kaum etwas anbrennen ließ, im zweiten Viertel allerdings phasenweise die Klarheit im Spiel nach vorn vermissen ließ.

Das deutsche Team begann die zweite Spielhälfte mit einem Powerplay, das allerdings nichts einbrachte. Stattdessen bekam Neuseeland nach einem Konter über die rechte Seite die erste Ecke zugesprochen. Die Kiwis stellten zwei Schützen auf, der Ball kam kurz heraus und flach rechts aufs Tor, wo Jacobi allerdings zur Stelle war (35.). Danach gehörte die Partie wieder überwiegend den Deutschen. Timm Herzbruch nach Fürste-Pass (38.) und Niklas Wellen nach guter Kombinantion mit Linus Butt (41.) vergaben dabei gute Gelegenheiten, die Führung weiter auszubauen. Zahlreiche kleine Stockfouls unterbanden bis zur letzten Viertelpause einen ordentlichen Spielfluss. Einziger kleiner Aufreger: Christopher Rühr wurde bei einem Dribbling fair gestoppt, hielt sich danach den Kopf, konnte aber gleich weiterspiele (44.).

Kurz nach Wiederanpfiff fand ein Pass von Mats Grambusch Christopher Wesley, der nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Diesmal trat Tom Grambusch zur Ecke an, verwandelte aber ebenso sicher wie Fürste zuvor rechts halbhoch zum 5:0 (47.). Und nur drei Minuten später legte Christopher Rühr den sechsten Treffer nach. Timm Herzbruch hatte den Ball über Doppelpässe mit Linus Butt und Oskar Deecke nach vorn gebracht. Sein Zuspiel fand Rühr am langen Pfosten, der den Ball nur noch einschieben brauchte. Deutschland hatte nun wieder klar mehr Spielanteile, erhöhte nochmals den Druck, ohne jedoch weiter Zählbares daraus zu generieren. Stattdessen kam Neuseeland kurz vor Schluss noch zum Ehrentreffer. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau liefen die Black Sticks einen Konter, den nur ein Stockfoul unterbrechen konnte. Die Ecke wurde abgelaufen, aber es gab Wiederholung. Diesmal brachte Kane Russell den Ball durch die erste Welle hindurch links flach im Tor unter (58.). Und beinahe hätte es noch einen zweiten Gegentreffer gegeben, doch Nicolas Jacobi war in der Schlussminute noch einmal mit einer Parade zur Stelle.

Tore:
1:0 Moritz Fürste (KE, 8.)
2:0 Moritz Fürste (KE, 13.)
3:0 Jonas Gomoll (7m, 14.)
4:0 Moritz Fürste (KE, 23.)
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5:0 Tom Grambusch (KE, 48.)
6:0 Christopher Rühr (50.)
6:1 Kane Russell (KE, 58.)

Strafecken:
GER 5 (4 Tore) / NZL 3 (1 Tor)

Grüne Karte:
--- / Simon Child (21.)

Schiedsrichter:
John Wright (RSA) / Francisco Vazquez (ESP)

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