Neue HochschulmeisterBericht vom Turnier am 6./7. Juli beim Kahlenberger HTC in Mülheim

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Uni Duisburg-Essen (Damen) und TU Berlin (Herren) neue Hochschulmeister

Bericht vom Turnier am 6./7. Juli beim Kahlenberger HTC in Mülheim

16.07.2018 - Die Uni Duisburg-Essen (Damen) und die TU Berlin (Herren) gewinnen die Deutschen Hochschulmeisterschaften 2018 im Feldhockey.

Erstmals wurden am 6./7. Juli 2018 in Mülheim auf der Anlage des Kahlenberger HTC die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Feldhockey ausgetragen. Mit großem Engagement hatte die junge Mülheimer Hochschule Ruhr-West mit der Ausrichtung dieser Meisterschaften für den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) erfolgreich organisatorisches Neuland betreten und sich gleich allseitiges Lob verdient. Bestes Sommerwetter an den beiden Tagen rundete die Veranstaltung ab.   

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit dem KHTC und dem adh erstmals Ausrichter der Deutschen Hochschulmeisterschaften im Feldhockey sind. Es ist ein gutes Zeichen dafür, dass wir als Hochschule in der Region angekommen sind und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Vereinen vor Ort hervorragend funktioniert. Denn für uns als Hochschule ist es wichtig, dass unsere Studierenden vielfältige Möglichkeiten bekommen, sich neben dem Studium auch gesellschaftlich und sportlich zu engagieren, sowie Netzwerke in die Region zu knüpfen“, erläuterte  Oliver Koch, der Vizepräsident für Forschung und Transfer bei der Eröffnung des Turniers die Idee der HS Ruhr West.

Mit einer unerwarteten 1:3 Niederlage gegen die WG Göttingen starteten die Titelträgerinnen von 2016, die Uni Duisburg-Essen mit ihren Spielerinnen von den Bundesligisten Crefelder HTC und HTC Uhlenhorst Mülheim in die Vorrunde der Damen. Allerdings mussten sie dieses Jahr ohne Maike Schaunig antreten, die sich mit der deutschen Damen-Nationalmannschaft schon auf den „Four Nations Cup 2018“ in München-Grünwald vorbereiten musste. Trotz der anschließenden hohen Siege gegen die WG Karlsruhe (4:0) und die WG Aachen (11:1) konnten sie sich daher erst im letzten Spiel gegen die Uni Wuppertal einen der beiden ersten Plätze in der Vorrunde sichern, der zur Teilnahme am Endspiel berechtigte. Die bis dahin führenden Wuppertalerinnen (1:0 gg. Aachen, 3:1 gg. Karlsruhe, 1:0 gg. Göttingen) rutschten durch die abschließende, deutliche 1:6 Niederlage nach der Tordifferenz noch hinter die bereits fürs Endspiel qualifizierten Göttingerinnen ( 1:0 gg. Karlsruhe, 3:1 gg. Aachen, 0:1 gg. Wuppertal) auf den dritten Platz, d. h. in das kleine Finale um Platz 3 ab. Hier trafen sie auf die WG Aachen, die sich in den Platzierungsspielen mit einem 2:0 gegen die WG Karlsruhe noch für dieses Spiel qualifiziert hatte und bestätigten mit 2:1 ihren Vorrundensieg.

Im Finale kontrollierten die Spielerinnen der Uni Duisburg-Essen dann das Spielgeschehen gegen die Göttinger Studentinnen aufgrund ihrer größeren Erfahrung aus der Bundesliga ohne sich aber entscheidend durch- bzw. absetzen zu können. Die WG Göttingen, die nicht nur mit den Trikots, sondern auch fast mit dem kompletten Team des HC Göttingen aus der niedersächsischen Oberliga angetreten war, konnte so mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit zwar immer wieder den Spielklassenunterschied wettmachen, aber letztendlich den verdienten 3:2 Sieg der Uni Duisburg-Essen nicht verhindern.

Bei den Herren setzte sich die TU Berlin, nur mit Spielern der Bundesligisten SCC und BHC angereist, souverän in ihrer Gruppe vor der WG Karlsruhe durch. Etwas abgeschlagen hinter den drittplatzierten Gastgebern von der HS Ruhr West beendete die WG Bonn I die Vorrunde.

In der Parallelgruppe löste gleich das 1:1 im ersten Spiel zwischen den Dauerkonkurrenten von der WG Köln und der WG Aachen eine wahre Torjagd aus. Mit 15:0 gg. Wuppertal und 2:1 gg. Bonn II lagen die Aachener am Ende knapp mit zwei Toren vor den Kölnern, denen mit 13:1 gg. Wuppertal und 3:1 gg. Bonn II nur etwas Schussglück fehlte. Platz 3 ging an Bonn II vor den etwas überforderten Wuppertalern.

In den Platzierungsspielen um die Plätze 5 bis 8 konnte Bonn II mit dem 6:2 gegen Bonn I zeigen, dass sie der eigentliche Herr in der Bonner Uni sind. Ihr Gegner für das Spiel um Platz 5 wurde das gastgebende Team der HS Ruhr West, das sich mit einem 4:0 gegen die Uni Wuppertal durchsetzen konnten, aber dann gegen Bonn II deutlich mit 9:2 den Kürzeren zogen. Platz 7 ging an Bonn I nach einem 8:0 gegen Wuppertal.

Im ersten Halbfinale hatte die WG Aachen wenig Mühe die WG Karlsruhe mit 5:2 in Schach zu halten.  Ganz eng wurde es dann aber im zweiten Halbfinale zwischen der TU Berlin und der WG Köln. Beide Teams standen sich 2016 noch im Endspiel gegenüber, mit einem kleinen Übergewicht auf Seiten der Kölner. In dem sehr ausgeglichenen Spiel fielen Tore erst in der zweiten Hälfte nachdem Leo Steiling, dem Youngster der Berliner, der viel umjubelte Führungstreffer gelang. Eine genaue Rechtsflanke konnte er gerade noch vor dem überragenden Kölner Torhüter Krischan Schliemann ins Kölner Tor abfälschen. Mit einer Strafecke gelang dem Gladbacher Phillip Jansen für die Kölner der 1:1 Ausgleich, die aber in der Folge viele Ecken und Chancen nicht nutzen konnten, so dass die TU mit einem ihrer Konter den 2:1 Endstand markieren konnte.  

Im Spiel um Platz 3 hatten dann die Kölner im Spiel gegen die WG Karlsruhe beim Spielstand von 2:1 die Entscheidung wieder mehrfach auf dem Schläger und konnten sogar einen Alleingang und den folgenden Nachschuss nicht nutzen, so dass Karlsruhe mit einem Konter den 2:2 Endstand erreichen konnte. Da aus Zeitgründen das Penalty-Schießen nicht mehr ausgetragen werden konnte, waren beide Teams mit der bronzenen Siegernadel überaus zufrieden.

In dem sehr fairen, aber einseitigen Finale hatte die TU Berlin überhaupt keine Mühe die Studenten der WG Aachen mit 5:2 zu bezwingen und die goldenen Siegernadeln mit nach Berlin zu nehmen.

Die Leistungen der Berliner nötigten auch Stefan Below, dem Vorsitzenden des Kahlenberger HTC bei der Siegerehrung größte Bewunderung ab, auch wenn er ihre Durchsetzungsfähigkeit zu tatsächlich jeder Tageszeit nicht als Tipp an seine Trainer weitergeben wollte. Der besondere Dank der Teilnehmer richtete sich nicht nur an die Ausrichter von der HS Ruhr West und dem KHTC, sondern auch an den Förderverein der HS Ruhr West, der am Freitagabend zu einem abwechslungsreichen Nudel-Buffet an der „Kahlen-Berg-Hütte“ eingeladen hatte.    

Großes Lob zum Niveau der Endrunden- und Platzierungsspiele dieser Meisterschaft kam aus einem berufenen Mund: Der frühere Präsident des HTC Uhlenhorst Mülheim, Dr. Arno Klusmann - er selbst errang in seiner Studentenzeit mit dem Team der RWTH Aachen die ersten Meistertitel für seine Hochschule - zeigte sich angenehm überrascht. Eigentlich hatte er nur ein Spiel seiner Enkelin Anna im Team der Uni Duisburg-Essen sehen wollen, konnte sich aber bis zum Endspiel der Damen einen kleinen Überblick auch über die anderen Spiele verschaffen.

Dr. Hans-Werner Schrader, DC-Hockey im adh

Auf den Bildern:

Oben: TU Berlin: Deutscher Hochschulmeister Herren 2018:
h.v.l.: Niklas Westphalen, Leonard Steiling, Nikolaus Pinger, Robin-Joshua Meinke, Marian Klink, Ole Bentzin,
v.v.l.: Nis Ventzke, Bastian Lübeck, Marius Woltersdorff.

Unten: Uni Duisburg-Essen: Deutscher Hochschulmeister Damen 2018:
h.v.l.: Nina Dohr, Corinna Griesen, Kim Kövel, Anna Klusmann,
m.v.l.: Anna Grabsch, Jana Elling, Charlotte Skiba, Daniela Terber,
vorne: Carina Fischer.

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