Unglückliches 1:2 vs. ARGDHB-Damen verlieren in Krefeld in der Pro League durch zwei späte Eckentreffer

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Unglückliches 1:2 vs. ARG

DHB-Damen verlieren in Krefeld in der Pro League durch zwei späte Eckentreffer

22.05.2019 - Die deutschen Damen haben das neunte Spiel der ersten FIH Pro-League-Saison ganz unglücklich mit 1:2 (0:0) gegen Argentinien verloren. In Krefeld führte das DHB-Team vor 1.272 Zuschauern bis fünf Minuten vor Schluss mit 1:0, musste dann aber noch zweimal bei Ecken Gegentore hinnehmen. Damit verpassten die Schützlinge von Xavier Reckinger vorerst den möglichen Sprung auf Platz vier, der zur Final-Four-Teilnahme in den Niederlanden berechtigen würde.

Die DANAS behalten Rang fünf in der Pro-League-Tabelle.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass wir das 1:0 nicht über die Ziellinie gebracht haben. So richtig viele Chancen hatten wir gar nicht, aber es war eine ganz starke Abwehrleistung - bis auf die letzten fünf Minuten. Die haben wir schlecht gemanagt und ein paar falsche Entscheidungen getroffen. Das Thema kannten wir schon, denn das ist uns schon in ein paar Spielen passiert, aber da hat es gegen schwächere Teams keinen solchen Schaden gegeben. Man muss natürlich auch sagen, dass man gesehen hat, wie müde die Mädels am Ende waren, was auch der letzten intensiven Bundesligaphase geschuldet ist. Aber das soll keine Ausrede sein. Jetzt können sie ein wenig ausruhen, dann geht es am 2. Juni mit dem Spiel in Belgien weiter.“
Franzisca Hauke: „Das war doppelt bitter am Schluss. Einmal weil wir wussten, dass die eine gute Ecke haben, und dann, weil wir die Ecke für unberechtigt halten, aber unseren Videobeweis schon früh verloren hatten. Wir haben in der Schluss Phase nicht mehr aktiv genug gespielt, haben den Vorsprung dadurch nicht gut verwaltet. Schade, denn heute war, obwohl wir gar nicht unsere beste Leistung gezeigt haben, gegen Argentinien mehr drin.“
Selin Oruz: „Am Ende eine ganz ärgerliche Sache, dass wir das noch aus der Hand geben. Wir haben eigentlich toll gefightet und müssen nur genauso griffig bis zum Schluss verteidigen. Wenigstens übers Shootout hätte es gehen müssen. Ganz ohne Punkt ist es bitter. Aber es waren wieder gute Ansätze da. Wir müssen einfach weiter an uns arbeiten.“

Die erste Großchance der Partie hatte Charlotte Stapenhorst, als sie in der 3. Minute über die linke Grundlinie bis direkt vor Tor durchkam und dann erst von Keeperin Maria Mutio gestoppt wurde. Das DHB-Team weiter gut im Vorwärtsgang und in der Defensive sehr konzentriert und stabil. In der 7. Minute gab es eine erste Ecke für die Gäste, die Julia Sonntag und Sonja Zimmermann gemeinsam stark abwehrten.
Die Zweikämpfe wurden von Beginn an hart und nickelig geführt. Die Gäste versuchten den DANAS den Schneid abzukaufen, aber das Reckinger-Team wehrte sich gut. Doch ein Fehler von Wortmann hätte fast zum 0:1 geführt, als Carla Rebecci einen zu kurzen Rückpass aufnahm und Eugenia Trinchinetti per Querpass bediente, die das fast leere Tor links verfehlte (12.). Anne Schröder sah dann Grün für ein Foul, musste für zwei Minuten auf die Strafbank.
Ein unglücklicher Zusammenstoß von Janne Müller-Wieland und Carla Rebecci führte zu einer längeren Pause, weil Argentiniens Starspielerin liegen blieb und benommen vom Platz getragen werden musste (14.). Sie konnte nicht weiterspielen. Es ging mit dem 0:0 in die Pause.
Als die Deutschen wieder komplett waren, startete Pia Maertens einen starken Angriff auf der linken Seite, wobei Amelie Wortmann hoch auf Tor schlug, dabei eine Argentinierin am Hinterkopf traf, und Hannah Gablac per Schlenzer ins lange Eck vollendete (19.). Die Schiedsrichterin ließ den Treffer überprüfen und der malaysische Videoschiedsrichter entschied, dass der Schuss von Wortmann gefährlich war – zumindest eine sehr umstrittene Entscheidung, denn die Argentinierin kam von der Seite in den Schuss gesprungen und war weit weg. Hätte man auch als regelgerechten Torschuss werten können
In der Phase das DHB-Team mal zwei Minuten in Überzahl, da Agustins Albertarrio auf der Strafbank saß. Die DANAS mit gutem Powerplay. Dann die Gäste mal wieder mit einer Druckphase, die aber nichts einbrachte. Es blieb daher beim torlosen Remis, das auch den Kräfteverhältnissen entsprach.

Es blieb auch nach dem Seitenwechsel ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Deutschen starke Aktionen hatten, zum Beispiel als Elisa Gräve stark von rechts vor Tor flankte und Maertens die Kugel knapp verpasste. Und dann war es passiert: Einen Schlenzer von Zimmermann nahm Charlotte Stapenhorst im Kreis an und traf per Vorhandschlag ins linke untere Eck zur nicht unverdienten 1:0-Führung (33.).
Anne Schröder sah dann eine harte Grüne Karte, als sie im Rückwärtsgang den Ball mit dem Fuß mitnahm und die Schiedsrichterin dies als Absicht wertete (34.). Doch die Deutschen überstanden die Unterzahl unbeschadet und waren dann wieder griffig dabei. Lena Micheel hatte eine gute Chance, schloss aber zu zögerlich ab (38.). Kurz darauf war wieder die UHCerin, die aus spitzem Winkel das Außenbrett traf (41.). Die Las Leonas bissen sich in der Phase oft an der Abwehr fest.
Doch 45 Sekunden vor der letzten Viertelpause gab es eine zweite Ecke für die Gäste, bei der Maria Granatto den Rückhandstecher nicht ins Tor brachte. Das DHB-Team verlor dabei jedoch sein Video-Anrufungsrecht, weil man die Eckenentscheidung angezweifelt hatte. Albertario und Schaunig sahen zwischendrin Grün, weil sie sich etwas beharkt hatten. Ein guter Angriff über Gablac brachte die erste deutsche Ecke (50.), aus der eine zweite resultierte, die aber wegen einer Behinderung abgepfiffen wurde.
Ein unnötiger Ballverlust im linken Aufbau führte zur dritten Strafecke der Las Leonas (55.), die von Valentina Costa geschlenzt zwischen Sonntag und Stapenhorst durch zum 1:1 ins Tor ging. Es brannte durch unnötige Ballverluste noch zweimal im deutschen Kreis, aber Sonntag war auf dem Posten. Dann gab es noch eine höchst umstrittene Ecke fürs Gäste-Team, aber die Deutschen hatten den Videobeweis nicht mehr. Und so brachte ein platzierter Schlag von Silvina D‘Elia 30 Sekunden vor Schluss das bittere 1:2. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
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1:0    Charlotte Stapenhorst (33.)
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1:1    Valentina Costa (KE, 55.)
1:2    Silvina D’Elia (KE, 60.)

Ecken:
GER 2 (kein Tore) / ARG 4 (2 Tore)

Grüne Karten:
GER 3 / ARG 2

Schiedsrichterinnen:
Annelize Rostron RSA) / Alison Keogh (IRL)

Videoschiedsrichter:
Rawi Anbananthan (MAS)

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