Pro League: 2:2 gegen AUSFIH Pro League, Damen, Auftaktmatch in Hobart: DANAS mit starkem Auftritt zum Remis

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Pro League: 2:2 gegen AUS

FIH Pro League, Damen, Auftaktmatch in Hobart: DANAS mit starkem Auftritt zum Remis

10.02.2019 - Die deutschen Hockeydamen haben bei ihrem Auftaktmatch in der neuen FIH Pro League am Sonntag in Hobart (Australien) zweimal einen Rückstand gegen die Gastgeberinnen egalisiert und waren im letzten Viertel haushoch überlegen, so dass der Weltranglisten-Dritte froh sein durfte über das Remis. Beim anschließenden Penalty-Shootout, in dem im neuen Ligaformat bei einem Unentschieden ein Extra-Punkt vergeben wird, hatten dann die Australierinnen das bessere Ende für sich. (Fotos: worldsportpics.com)

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Insgesamt bin ich über das Ergebnis enttäuscht, denn wir hätten hier zwei Punkte mehr mitnehmen können. Man sieht aber, dass international schon kleine Fehler bestraft werden. Das bringt uns ein unnötiges Gegentor. Offensiv hatten wir mehr als genug Chancen, sind aber nicht ruhig genug im Abschluss. Es ist überhaupt nicht schlecht, in Australien einen Punkt mitzunehmen, aber wir hätten das Match gewinnen müssen. Die angesprochenen Dinge müssen wir Freitag in Neuseeland besser machen, um da drei Punkte einzufahren.“
Charlotte Stapenhorst: „Im letzten Viertel hatten wir die so stark unter Druck. Ich selbst setze ja auch zwei, drei Rückhandschüsse neben das Tor – wenn man die macht, führen wir hier deutlich. Die Australierinnen waren ganz schön nickelig, haben uns Stürmer da mit allen Mitteln aus dem Spiel genommen. Das Penaltyschießen am Ende kann man verlieren. Wir können aber insgesamt ganz viel aus diesem Spiel ziehen und auf der Leistung des letzten Viertels gut aufbauen. Da hatten wir die ja komplett im Griff.“
Kapitänin Janne Müller-Wieland: „Wir sind im Laufe der Partie immer besser reingekommen und waren in der zweiten Halbzeit auch das bessere Team. Wir verwerten nur unsere Chancen nicht effektiv genug und bekommen dann per Konter – da sind die halt auch gefährlich – ein völlig unnötiges Tor zum 1:2, was uns erstmal wieder zurückwirft. Deren Keeperin war im Penaltyschießen überragend, so dass dieses auch verdient an die Australierinnen geht.“

Die Australierinnen machten früh Druck, aber die Deutschen standen hinten gut. Im Konter hatte dann Lena Micheel die erste ganz große Chance, als sie aus dem Rückraum einen leicht hoppelnden Ball nicht voll traf. In der 4. Minute die erste Ecke für die DANAS, die Sonja Zimmermann aufs Tor schlug, doch Keeperin Rachael Lynch war zur Stelle. Auch Australien hatte dann die erste Chance und Strafecke (5.), die Julia Sonntag aber gut hielt.
Es war von Beginn an ein Match auf Augenhöhe. Gräve bediente Notman von der Grundlinie, die an Lynch scheiterte und auch Cecile Piepers Nachschuss brachte keinen Erfolg (7.). Auf der anderen Seite die zweite Ecke für Australien, als der Ball eigentlich schon geklärt war (9.). Und die konnte Sophie Taylor mit einem platzierten Schrubber in die untere rechte Ecke zum Führungstreffer nutzen. Das DHB-Team danach gut im Vorwärtsgang, setzte sich am Kreis der Hockeyroos fest, ohne aber Gefahr erzeugen zu können.
Doch der Aufwand wurde in der 14. Minute mit der zweiten Ecke belohnt. Der Schlenzer von Nike Lorenz ging aber links knapp daneben. Die Deutschen weiter sehr griffig, holten sich oft früh die Bälle. Es blieb jedoch beim Rückstand zum Ende des ersten Viertels, das die Deutschen eigentlich gut bestritten hatten.
Pia Maertens musste zu Beginn des zweiten Viertels wegen Stockschlagens mit Grün auf die Strafbank. Julia Sonntag war bei einem Rückhandschuss gut auf dem Posten (17.) und Kira Horn war bei einer zweiten Chance da, um zu retten. Dann sah auch eine Australierin Grün. Nun die Deutschen in Überzahl. Doch Australien machte Druck, bekam eine umstrittene Ecke, die aber wieder abgewehrt wurde. Die Deutschen im Vorwärtsgang oft mit zu einfachen Ballverlusten.
Doch in der 22. Minute auch die dritte deutsche Ecke. Stapenhorsts Schlenzer wurde von Alisa Vivot an den Pfosten gestochen, aber den Abpraller brachte Vivot vor Tor, wo Hanna Granitzki den Ball an der Keeperin zum 1:1 vorbei stach. Es blieb ein Match auf Augenhöhe, in dem die Deutschen gut mitspielten und sogar häufiger am Kreis des Gegners waren als die Hockeyroos im eigenen Stadion.

Eigentlich starteten die Deutschen gut in die zweite Hälfte, holten gleich die nächste Ecke. Der Schlenzer von Stapenhorst wurde jedoch abgelaufen und führte zu einem Konter, den die Deutschen abwehrten. Doch ein Ballverlust im Aufbau brachte gleich noch einen Konter, den die Australierinnen gut zu Ende spielten, bis Grace Stewart unter der in der zweiten Hälfte das DHB-Tor hütenden Natalie Kubalski hindurch zum 2:1 (32.) traf.
Als Australien eine Ecke zugesprochen bekam, nahm Janne Müller-Wieland den Videobeweis dagegen und bekam auch Recht (34.). Die Hockeyroos pressten jetzt, um früh eine Vorentscheidung zu erzwingen. Doch dann sah Rebecca Greiner Gelb, so dass die Deutschen Überzahl hatten. Das führte auch zu Kreisszenen, ohne jedoch zum guten Abschluss zu kommen. Als dann auch Nike Lorenz Gelb für ein Stockfoul sah, war das Überzahlspiel vorbei.
Doch auch die anschließenden Minuten Unterzahl, als die Australierin vor Lorenz zurück aufs Feld kam, wurden gut überstanden. Das DHB-Team in dieser Phase mit viel Ballbesitz – was fehlte waren die hochkarätigen Kreisszenen. Die mussten nun im Schlussviertel kommen, um das Match noch ausgeglichen gestalten zu können.
Und die Mannschaft ging auch sofort in die Offensive. Pieper holte die nächste Strafecke heraus. Die wurde zwar gehalten, aber die Kugel kam zurück vor das Tor, wo erneut Hanna Granitzki am gedankenschnellsten war und aus kurzer Distanz zum Ausgleich traf (47.). Und die DANAS machten weiter Druck, übernahmen die Spielkontrolle. Einen krassen Abspielfehler der Australierinnen konnte Vivot aufgreifen, doch Lena Micheel hatte Pech, dass ihr der Ball im Kreis versprang.
Australien kam nun gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte, das DHB-Team klar am Drücker. Granitzki traf mit einem Drehschuss nur das rechte Außenbrett. Stapenhorst traf die Kugel bei einer freien Schusschance am Kreisrand nicht voll (51.). Die Führung wäre nun absolut verdient gewesen. Stapenhorst jagte einen Rückhandschuss aus sieben Metern nur knapp über die Latte (54.).
Es spielte nur noch ein Team: die Deutschen. Wieder Stapenhorst setzte eine Rückhand knapp links neben das Tor (56.). Ein Stecher von Vivot ging knapp rechts daneben (58.). Australien hatte auch noch eine Chance, bei der Kubalski aber gut parierte (59.). Micheel hatte die letzte Riesenchance mit der Rückhand vom Kreisrand, traf die Kugel aber nicht voll.

So blieb es beim Remis und die Teams konnten sich im Penalty-Shootout messen, das beim Unentschieden in der neuen League über die Vergabe eines Extra-Punktes entscheidet. Da hatten die Schützinnen der Gastgeber die besseren Nerven, während beim DHB-Team nur Nike Lorenz traf.

Tore:
1:0    Sophie Taylor (KE, 9.)
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1:1    Hanna Granitzki (KE, 22.)
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2:1    Grace Stewart (32.)
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2:2    Hanna Granitzki (KE, 47.)

Penaltys:
Nike Lorenz traf ganz stark zum 2:3
Edwina Bone machte das 3:3 ganz clever
Elisa Gräve scheiterte an Lynch
Brooke Peris kam im zweiten Anlauf zum 4:3
Franzisca Hauke machte sehr cool das 4:4, das im Videobeweis aber wegen Zeitüberschreitung zurückgenommen wurde.
Georgia Wilson konnte Kubalski zum 5:3 überwinden
Da dann auch Cecile Pieper an Lynch hängen blieb, ging der Extra-Punkt an Australien

Ecken:
AUS 3 (1 Tor) / GER 7 (2 Tore)

Grüne Karten:
AUS 1 (Mariah Williams, 18.) / GER 1 (Pia Maertens, 16.)

Gelbe Karten:
AUS 1 (Rebecca Greiner, 35.) / GER 1 (Nike Lorenz, 37.)

Schiedsrichter:
Aleesha Unka (NZL) / Annelize Rostron (RSA)

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