Masters-WM sehr genossenEin Tagebuch der ersten „offiziellen Reise“ der Malanas

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Masters-WM sehr genossen

Ein Tagebuch der ersten „offiziellen Reise“ der Malanas

30.08.2018 - Die Malanas starteten am Donnerstag den 26.07.18 zur Masters WM in Terrassa. Nach der erfolgreichen EM letztes Jahr in Tilburg ging es nun mit zwei Damenteams (W40 und W50), 5 Herrenteams, neuem Namen und neuem Logo ins Turnier. Ein kleines Tagebuch soll kurz die sportliche, wie aber auch die wichtigen zwischenmenschlichen Begebenheiten der Reise aufzeigen, in der Hoffnung, weitere neue Mitstreiter für die nächsten Turniere (Hallen-WM im Februar 2019 in Hongkong, Feld-EM im Sommer 2019 und Feld-WM in 2020) zu finden und die jetzt schon „Infizierten“ bei der Stange zu halten.

Tag 1: (26.07.18): Am Anreisetag war die spannendste Frage – kommen alle an, wenn auch nicht pünktlich, oder startet das Turnier mit weniger Spielerinnen? Obwohl von „Oberorganisatorin“ Oma Oelde alles vorgeplant war, welche Gruppe wann ankommt, wer die Schlüssel für die Wohnungen abholt und wer die ersten Fahrversuche in Spanien unternehmen darf, kam vieles anders. So konnten aber die ersten Cafés und Supermärkte in der Umgebung der Appartements ausgekundschaftet und die erste Tapasbar getestet werden. Bis tief in die Nacht wurden die „Neuankömmlinge“ begrüßt und alle Turnier-Accessoires verteilt. Diese Armbändchen, T-Shirts, Tops und nicht zu vergessen die tollen Beutel waren alle versehen mit dem neuen „Malanas“ Logo (Danke an Cathy, Nicki und Sonja!).

Tag 2: Wer steht „freiwillig“ in den Ferien um 6 Uhr auf? Definitiv die W50 und die W40! Und zwar, um einen der 6 Plätze auf den 4 Anlagen kennen zu lernen und wenigstens eine gemeinsame Trainingseinheit vor dem Turnierstart zu absolvieren (obwohl das Training von kurzen Ecken ja grundsätzlich völlig überbewertet wird). Da auch noch ein Herrenteam mit auf dem „sandverfülltem“ Kunstrasen weilte, wurden noch schnell alle Bälle markiert. Der Name war wohl noch nicht allen geläufig oder wie darf man „Mananas“ verstehen?!

Während die W40 den restlichen Tag frei hatten und Einkäufe tätigten, erste Strandbesuche machten oder Tapas essen gingen, musste sich die W50 auf ihr erstes Spiel am Abend vorbereiten. Der Start ins Turnier startete perfekt mit einem Sieg gegen Italien mit 7:0.

Tag 3: Nun durfte auch die W40 ins Turnier starten. Auch dieses Auftaktspiel konnte gewonnen werden – nicht schön aber erfolgreich mit einem 3:0 gegen Schottland. Wesentlich interessanter als das Spiel war die „Teambuilding Aktivität“ der W50 in den U-Bahnstationen von Barcelona – Gerüchte zufolge gibt es dazu ein Video mit sportlich gekleideten Damen, die versuchen, die elektronischen Zugänge zum Bahnsteig zu überlisten, und dass die ein oder andere derzeit noch hinter schwedischen Gardinen sitzt. Diese Aktion hatte aber zur Folge, dass sich schnell noch um 2 weitere Leihwagen gekümmert wurde.

Tag 4: Mit Holland hatte die W40 wohl den schwersten Gegner aus der Gruppe vor der Brust. Während das Spiel verdientermaßen verloren ging (1:4), spielte die W50 1:1 Unentschieden gegen England.

Tag 5: für beide Teams standen die richtungsweisenden Spiele an. Die W40 musste gegen Irland ran und die W50 gegen Wales. In der W40 wagte das „Teamküken“ Anna den Ausspruch ...uh sind die jung und die Teamkameradinnen fragten sich „Entschuldigung, was sollen wir Endvierziger da sagen?!“. Es wurde deutlich, dass der Durchschnitt der Gegner bei 41 Jahren lag und der der Malanas  bei 46. Genau diese 5 Jahre merkt man auch im Spiel. Nach großem Kampf durften die deutschen Damen mit einem 1:0 den Platz als Sieger verlassen und waren somit hinter den Holländern Zweiter in der Gruppe. Gut gelaunt fuhr die 40er  zum Anfeuern W50 Spiel gegen Wales. Wenn etwas kräftigere Stimmen Ihre Mannschaft mit „Waaaaalllls.....Waaalls“ unterstützen, könnte man meinen, es würden Meeressäugetiere angefeuert... Das Spiel endete 1:1. Auch die W50 belegte damit den zweiten Platz in ihrer Gruppe. Abends wurde dann gemeinsam lecker gespeist, wahlweise mit hochwertigem Menü oder Tiefkühlpizza.

Tag 6: Es standen die Qualifikationsspiele für das ¼ Finale an. Die W40 gewann gegen Italien (2:0), die W50 verlor unglücklich gegen Schottland (0:1). Die 40er ließen den Abend dann auf der Dachterrasse mit einem großartigen Buffet ausklingen.

Tag 7: Heute hatte die W40 endlich ihren wohlverdienten Ruhetag und Zeit sich Barcelona in kleineren Grüppchen an zu schauen. Ob per hopp on – hopp off Bus, Strand- und Hafenbesuch, Erkunden des -Gotisches Viertel oder Besichtigen des altehrwürdigen Krankenhauses, es gab viel zu sehen.

Abends fuhren beide Damenteams gemeinsam zum Essen ins Hotel zu den Herrenteams. Die W50 musste nach dem verlorenen Spiel am Vortag schon wieder ran. Gegen Süd Afrika. Nach regulärer Spielzeit 0:0, das Penalty Schießen ging leider mit 2:0 verloren.

Tag 8: Es stand das ¼ Finale gegen England an und endlich waren die W40 auch im Turnier angekommen. Man fand sich nicht nur neben dem Platz als Mannschaft zusammen, sondern auch spielerisch wurde es deutlich besser. Angefeuert von gefühlt dem gesamtdeutschen Team mussten wir uns den Engländern auch aufgrund von sehr zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen mit 0:1 geschlagen geben. Im wahrsten Sinne des Wortes haben sich die Damen die Niederlage anschließend schön getrunken. Die W50 hatte frei und genoss das spanische Leben.

Tag 9: Die W40 gewann gegen Süd Afrika mit 3:1 und im Anschluss konnte auch die W50 gegen Spanien das letzte Spiel 2:1 gewinnen und Platz 11 erreichen. Die „älteren Damen“ nahmen abends am Turnier-BBQ teil, mit einigen Problemen, da auf einmal die Essenskarten verschwunden waren und eine Schnitzeljagd über die Anlage startete. Die W40 ließ sich derweil pflegen und bereitete sich auf das letzte Spiel gegen Irland vor.

Tag 10: 7. Spiel am 8. Turniertag, welcher Fußballer würde das mitmachen? Irland war ja bereits als Gegner bekannt. Mit einem sehr guten Spiel und einer tollen Mannschaftsleistung beendete die W40 mit einem 2:0 den Masters Worldcup auf einem guten 5. Platz. Abends wurden zunächst die deutsche M55 lautstark bei ihrem Halbfinalsieg gegen Italien unterstützt. Anschließend ließen es sich die Damen nicht nehmen, zusammen mit den Iren W40, W55 im Club bis tief in die Nacht zu feiern. Es wurden diverse Trikots mit den sympathischen Irinnen getauscht, so dass Paddy, seines Zeichens W40 Trainer feststellte: „Ich glaube, wir sind doch nur Sechster geworden.“

Tag 11: Der letzte, richtige Tag in Spanien stand ganz im Zeichen des „Anfeuerns der Herrenteams“ , des weiteren Trikot Tauschens sowie des Beiwohnens der Siegerehrung und Medaillienvergabe. Am Abend wurde ein letztes Mal in einer Tapasbar gegessen. Die Herren 55 kamen ebenfalls in die Stadt.

Tag 12 – Abreisetag: Leider war schon wieder alles vorbei. Die Abreise der Spielerinnen erfolgte zu unterschiedlichen Zeiten und jeder verließ Barcelona in der Hoffnung alle schnell wieder zu sehen. Ob auch die, die eigentlich extra früher (nämlich Sonntag) abreisen wollten nun auch endlich wieder deutschen Boden unter den Füssen haben? Das weiß nur Eurowings.

Resümee: Natürlich wollte man mit beiden Mannschaften sportlich eigentlich mehr erreichen.  Aber es zeigte sich, dass die zwischenmenschlichen Aktivitäten am Ende doch irgendwie viel wichtiger sind. So bleiben die Anfeuerungen der anderen, deutschen Masters Teams, die Siegerehrung, der rege Trikottausch mit Spielerinnen der anderen Nationen, gemeinsame Tapas Abende, Stadtrundfahrten, morgendlichen Laufrunden um den Park und das anschließende Mitbringen der frischen Baguettes und Croissants...und die langen Quatschnächte mit leckeren Kaltgetränken als eine schöne Erinnerung an die Masters WM-Tage in Terrassa.

Die Masters Damen freuen sich schon jetzt auf die nächsten Masters Veranstaltungen und wissen nun auch, wo sie noch besser werden müssen. Zu hoffen bleibt, dass dafür noch viele Mitstreiterinnen gefunden werden, damit die deutschen Masters Teams in noch mehr Altersklassen starten können.

Vielen Dank an alle Unterstützer, an die unermüdlichen Physios Caro und Beate, an die Coaches Paddy und Robert an der Seitenlinie, an die Teammanager Kiki und Babsi und an alle Busfahrer und Autofahrer!

Eure Malanas

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