U18-EM: Traum-Endspiel stehtDie U18-Damen sind durch ein 1:0 gegen Belgien ins Finale eingezogen

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U18-EM: Traum-Endspiel steht

Die U18-Damen sind durch ein 1:0 gegen Belgien ins Finale eingezogen

Das Traumendspiel der 9. Europameisterschaft steht! Nachdem die Niederländerinnen im ersten Halbfinale England mit 3:0 schlugen, zogen anschließend die deutschen Mädchen nach. Sie bezwangen im zweiten Vorschlussrundenspiel Belgien nach einer „großen kämpferischen Leistung“ (Bundestrainer Markku Slawyk) mit 1:0. Liv Arndt schoss das goldene Tor bereits nach vier Spielminuten. Das Finale steigt am Samstag um 16 Uhr deutscher Zeit.

Das deutsche Team war vom Anpfiff weg sofort heiß bei der Sache und belohnte sich für den starken Start früh. Emma Davidsmeyer konnte nach schöner Vorarbeit von Naomi Heyn die Hundekurve in den belgischen Kreis ziehen. Ihre Ablage in die Mitte drückte Liv Arndt in der Mitte auf Knien über die Torlinie – 1:0 (4.).
Solche klaren Torchancen waren in der Folge Mangelware, und zwar auf beiden Seiten. Deutschland konnte sich zwar mehr Ballbesitz sichern und Belgien weit weg vom eigenen Kreis halten, weil es sich meist sehr geschickt in den Zweikämpfen aus der Affäre zog. Doch im Spiel nach vorne fehlte einfach die letzte Präzision, um die belgische Abwehr zu umspielen. Mit dem zeitweise eingestreuten Pressing eroberten die Deutschen zwar oft wie gewünscht den Ball, doch wurde daraus meist nicht sehr viel gemacht.
„Es wurde ziemlich zäh“, sah auch Teammanagerin Michaela Scheibe einen Abnutzungskampf mit vielen Ballbewegungen zwischen den beiden Vierteln. Torchancen gab es zunächst nur für Deutschland durch zwei Ecken, die aber ebenfalls nicht sauber genug ausgespielt wurden, um zum Erfolg zu führen. Belgien kam erst zwei Minuten vor der Pause zu seiner ersten gefährlichen Torannäherung, doch der Ball ging einen halben Meter am Kasten von Karlotta Lammers vorbei.
Die Halbzeitpause brachte keine wesentlichen Änderungen. Beide Seiten blieben ihrem Stil treu. Das deutsche Team hatte die klarere Spielstruktur, aber es fehlte die spielerische Leichtigkeit, um sich mal entscheidend durchsetzen zu können. Aber mit der Führung im Rücken spielte die Zeit ja für die DHB-Auswahl. Und vor allem galt es, bei den wenigen, aber dann schnellen Vorstößen des Gegners präsent zu sein. Hier machte die Abwehr um Kapitänin Lena Micheel einen prima Job.
„Wenn es spielerisch nicht so läuft, muss man halt das Kämpferherz auspacken, und das haben die Mädchen heute sehr gut gemacht“, lobte der Bundestrainer die Einstellung seines Teams und hob hier Feline Günther als „kämpferisches Vorbild“ heraus.
In der Endphase, als Belgien notgedrungen mehr riskieren musste, bot sich den Deutschen, die zuvor noch zwei Ecken vergeben hatten, bei Kontern die Chance zum 2:0. Die Schüsse von Clara Roth, Naomi Heyn und Emma Boermans verfehlten aber ihr Ziel. Und dann wurde es doch noch einmal brenzlig, als die Schiedsrichterinnen 90 Sekunden vor Ende das erste Mal auf Strafecke für Belgien entschieden. Karlotta Lammers wehrte den Schuss sicher ab. Bald danach war Schluss, und die deutschen Mädchen lagen sich in den Armen.
„Wir sind froh, diese Hürde überwunden zu haben, und freuen uns auf morgen. Wir werden die Zeit nutzen, so gut es geht zu regenerieren“, sagte Michaela Scheibe. Am Samstag um 16 Uhr ergibt sich die Chance, die Serie der gegen Niederlande verlorenen EM-Endspiele – 2009: 3:6, 2011: 1:4, 2013: 0:1, 2015: 1:6 – zu beenden. Das Spiel wird wieder per Livestream auf dem FIH-YouTube-Kanal übertragen.

Tore:
1:0 Liv Arndt (4.)
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Strafecken:
Deutschland 4 (kein Tor) / Belgien 1 (kein Tor)

Grüne Karten: 2/1

Schiedsrichter:
Calderon (Spanien), Standfield (England)

Fotos: Barbara Förster/Hockey-Pictures

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