EHL: "Nur" Platz zwei und dreiStarke Bilanz der DHB-Clubs, aber natürlich trotzdem Enttäuschung bei RW Köln

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EHL: "Nur" Platz zwei und drei

Starke Bilanz der DHB-Clubs, aber natürlich trotzdem Enttäuschung bei RW Köln

22.04.2019 - Es war ein denkwürdig starkes Wochenende für das deutsche Bundesliga-Hockey, doch das wird die Herren von Rot-Weiss Köln erstmal nicht trösten können. Die Mannschaft von Trainer André Henning dominierte gegen die Waterloo Ducks fast über die gesamte Spielzeit, ließ nur ganz wenige Chancen überhaupt zu, aber verlor am Ende 0:4 - ein Ergebnis, welches das Match überhaupt nicht widerspiegelt. Ganz im Gegensatz zu den Kölnern waren die Mannheimer bester Laune, nachdem sie ihr "kleines Finale" gegen Real Polo Barcelona völlig verdient mit 3:1 gewonnen hatten. Ein EHL-Turnier mit Köln auf Platz zwei, Mannheim auf Platz drei und Mülheim auf dem geteilten fünften Rang ist zweifellos aber ein Bild der absoluten Stärke des deutschen Herren-Bundesligahockeys. (Fotos: EHL / worldsportpics.com)

Die Chancen einfach nicht verwertet

Woran es am Ende gelegen hat, dass Rot-Weiss sich den absolut möglichen zweiten EHL-Titel am Ende nicht geholt hat, ist einfach gesagt. Die Mannschaft hatte großen Ballbesitz-Vorsprung, konnte sich mit viel Geduld gegen unglaublich aufopferungsvoll verteidigende Belgier auch einige hochkarätige Chancen erarbeiten, aber scheiterte dann in letzter Instanz immer an einem Vincent Vanasch in Weltklasseform im Tor der Ducks. Zudem gelang es nicht, die stärkste Waffe der Kölner, die Strafecke von Tom Grambusch, ins Spiel zu bringen. Keine einzige Standardsituation konnte man sich bei so großem Ballbesitz im Viertel der Belgier im gesamten Spiel erarbeiten.

Hinten machten die Domstädter eigentlich alles richtig. Auch die konterstarken Belgier sahen im Kreis der Rot-Weissen wenig Land, wurden sehr stark rausverteidigt. Das ging lange gut und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Köln in Führung gehen sollte. Der vermeintliche Führungstreffer wurde allerdings Mitte des dritten Viertels zurecht per Videobeweis aberkannt, weil ein Fuß der Kölner noch mit im Spiel war. Ein einziger genialer Moment des jungen Supertalents William Ghislain reichte dann, um die Belgier 18 Minuten vor Schluss in Führung zu bringen. Auch da war noch alles möglich. Köln griff beherzt und dauerhaft an. Doch die Waterloo Ducks warfen sich buchstäblich mit allem, was sie hatten in die Bälle, verteidigten bravourös. Und so kam es, als Köln aufmachen musste, wie es kommen musste: Erst sah Nationalspieler Johannes Große für eine Rettungstat am eigenen Kreis eine Gelbe Karte. Die zusätzlich verhängte Ecke - schon ohne Keeper Aly auf dem Platz - war zum 0:2 (58.) drin. Und dann saßen auch noch zwei Konter in der Schlussminute gegen die in Unterzahl ohne Keeper agierenden Kölner zum frustrierenden 0:4-Endstand.

Starker Eckenspezialist Gonzalo Peillat

Beim Mannheimer HC war Eckenspezialist Gonzalo Peillat Mann des Spiels, als die Kurpfälzer am Ostermontagvormittag ihr Spiel um Platz drei gegen Real Polo Barcelona mit 3:1 gewannen. Und das nicht nur, weil der argentinische Olympiasieger in der zweiten Hälfte die zwei Eckentreffer zum 1:0 und 2:1 beisteuerte, sondern auch weil er in der extrem soliden Defensive der Mannheimer die herausragende Figur war, mit starken Tacklings und gutem Auge im Spiel nach vorn. Die erste Ecke der Partie setzte Peillat derartig platzierte in den linken oberen Giebel, dass da kaum noch eine Briefmarke zwischen den Ball und das Aluminium gepasst hätte. Als Polo kurz darauf ausglich, war es wiederum Peillat, der nur eine Minute später die Kugel dieses Mal flach und platzierte in die untere linke Ecke schweißte. Danach war es Timm Haase, der einen Konter durch die Schienen des spanischen Keepers hindurch zum 3:1-Endstand abschloss. 

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