DANAS: Erste NiederlageFIH Pro League, Damen, 4. Spiel in Changzhou: China - Deutschland 2:1 (1:0)

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DANAS: Erste Niederlage

FIH Pro League, Damen, 4. Spiel in Changzhou: China - Deutschland 2:1 (1:0)

06.03.2019 - Die deutschen Hockeydamen haben ihre erste Niederlage in der FIH Pro League hinnehmen müssen. Allerdings war das Team von Xavier Reckinger das klar überlegene Team und geriet durch einen höchst umstrittenen Treffer in Rückstand, verlor dabei auch die Video-Anrufungsmöglichkeit. Das Team kämpfte sich nach einem 0:2, das die sehr effektiven Chinesinnen mit wenigen Chancen herausschossen, noch einmal heran, schaffte aber in der hektischen Schlussphase den Ausgleich nicht mehr. Das Reckinger-Team musste sich vorwerfen lassen, dass es die große Überlegenheit vor allem in der ersten Hälfte nicht für etwas Zählbares genutzt hatte.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Es ist schon enttäuschend, dass wir das Match verlieren. Man muss dann auch kritisch sagen, dass wir heute nicht gut genug waren, um Punkte zu holen. Wir kriegen die Gegentore unnötig nach leichten Fehlern. Mir hat heute bei einigen das Feuer gefehlt – das ist für mich schon enttäuschend. Wir haben uns die Punkte nicht stark genug verdient. Daraus müssen wir lernen und das mit in die Stützpunktarbeit und nächsten Lehrgänge nehmen. Sicher auch gut, mal die Erfahrung gemacht zu haben, für ein Match hierher zu fliegen und mit krassem Jetlag in den Knochen zu spielen. Die Holländerinnen haben die Erfahrung ähnlich gemacht.“
Anne Schröder: „So direkt nach dem Spiel habe ich schon einen dicken Hals, dass wir von hier ohne Punkte wieder nach Hause fliegen. Aber man hat auch gemerkt, dass das Team heute auf sechs Positionen verändert und dadurch nicht so eingespielt war. China hat unsere Fehler sehr effektiv ausgenutzt.“
Nike Lorenz: „Es ist bitter, ohne Punkte hier wegzufliegen. China nutzt seine Chancen gut und bestraft uns eiskalt für unsere Fehler. Und wir belohnen uns in der ersten Hälfte einfach nicht, als wir überlegen waren und gute Angriffe hatten. In der zweiten Hälfte nimmt uns China unsere Stärke etwas, weil sie eigentlich nur noch hinter rausschlenzen und wir dadurch nicht mehr so effektiv pressen konnten, stattdessen immer wieder von hinten aufbauen mussten. Es waren bei uns sicher ein, zwei Fehler zuviel heute. Dadurch fallen die unnötigen Gegentore. Aber die Niederlage ist nun auch kein Weltuntergang. Wir werden daraus Lehren ziehen und für die nächsten Spiele wieder einen Tick besser dasein.“

Die DANAS waren im Vergleich zu den erfolgreichen ersten drei Auftritten auf einigen Positionen verändert nach China gereist. So gaben Nele Aring und Emma Boermans ihre Debüts im Trikot des A-Kaders, zudem kehrten Anne Schröder und Viktoria Huse nach ihren Europapokal-Einsätzen mit dem Club an der Alster sowie auch Selin Oruz ins Team zurück. Naomi Heyn gab nach langer Verletzungspause ihr Comeback.
Die DANAS starteten mit Pressing, setzten die Gastgeberinnen früh unter Druck. Doch auch Nathalie Kubalski musste nach einem Konter früh eingreifen und hielt einen Schuss. Dann prüfte Hannah Gablac die Keeperin Jiao Ye mit einem harten Rückhandschuss (3.), die zur langen Ecke klären konnte. Charlotte Stapenhorst dribbelte sich von rechts durch den Kreis und scheiterte an Ye (4.). Die Deutschen jetzt bereits mit vielen starken Aktionen, hatten die Spielkontrolle übernommen.
Pia Märtens holte die erste Ecke heraus, doch Ye drehte den flachen Schlenzer von Nike Lorenz irgendwie um den rechten Pfosten (7.). Die DANAS machten ordentlich Alarm. Anne Schröder dribbelte sich von links in den Kreis und wurde direkt vor Tor gerade noch gestoppt (10.). Gablac schloss im Konter etwas zu spät ab und Stapenhorst setzte einen Nachschuss ganz knapp oben rechts ans Außennetz (12.). Im nächsten Versuch zwang sie Ye zu einer Glanzparade im bedrohten unteren linken Eck (14.).
So wäre eine Führung nach dem ersten Viertel mehr als verdient gewesen. Die Gastgeberinnen konnten sich bei ihrer starken Keeperin bedanken, dass das chinesische Team noch nicht mit ein, zwei Toren zurücklag.
China bemühte sich um mehr Struktur und Druck nach der Viertelpause, doch es waren erneut die DANAS, die eine richtig gute Chance hatten, als Naomi Heyn am langen Pfosten einen Stecher nur hauchdünn verpasste (20.). Zweite Ecke für Deutschland dann in der 24. Minute, doch die Variante auf Rausgeberin Schröder klappte mit dem Versuch, Hayn vor Tor anzuspielen, nicht wie gewünscht und der Nachschuss von Lorenz wurde gehalten.
China dann zwei Minuten in Unterzahl, als Hong Lee wegen Stockschlagens auf der Strafbank saß. Danach sah auch Elisa Gräve für ein Foul Grün und es wäre bei einem Missverständnis vor Tor fast zum Gegentreffer gekommen. Dort nahm China den Videobeweis wegen Fußspiels und bekam die erste Ecke zugesprochen (27.). Kubalski hielt den Schlenzer aber sicher.
Immer noch in Unterzahl musste Kubalski alles riskieren, als eine Chinesin frei vor ihr auftauchte und konnte nur auf Kosten einer weiteren Ecke klären. Die Stecherecke klappte zum sehenswerten 1:0 (29.) durch Qiuxia Cui, doch der Treffer hätte nicht anerkannt werden dürfen, weil Wortmann aus Rausläuferin klar gefoult wurde. Hier sorgte die irische Videoschiedsrichterin Alison Keogh mit einer nicht getroffenen Entscheidung (sie sah keinen Grund an der Torentscheidung etwas zu ändern) für eine klare Benachteiligung der Deutschen. Es war im Fernsehbild deutlich zu sehen, dass eine Chinesin von der Seite in den Laufweg der deutschen Abwehrspielerin hineinlief.

So war es eine absolut unverdiente Führung der Chinesinnen, mit der es in die Pause ging. Die Deutschen mussten sich allerdings vorwerfen lassen, aus ihren Chancen und Ecken nichts Zählbares gemacht zu haben, denn die Überlegenheit war bis zur Unterzahlsituation kurz vor der Halbzeit drückend gewesen.
Nach der Pause kam Julia Sonntag für Kubalski, die sich bei der letzten Abwehraktion am Knie verletzt hatte, ins deutsche Tor. Danach die Deutschen wieder im Vorwärtsgang, versuchten, sich im und am Kreis der Chinesinnen Lücken zu erarbeiten. Es war in dieser Phase nur der letzte Pass oft etwas zu hektisch. Und dann führte der erste chinesische Konter zum 2:0, als Janne Müller Wieland die Flanke von der Grundlinie nicht verhindern konnte und Xiaoxue Zhang in der Mitte frei durchgelaufen war und den Ball im Fallen an Sonntag vorbei ins Tor blockte (40.).
Die Deutschen dann wieder im Angriff. Stapenhorst holte die dritte Ecke heraus (44.), doch Ye hielt den Schlenzer von Lorenz und auch der Nachschuss der Mannheimerin wurde weggeblockt. Nun wurde es im letzten Viertel ganz schwierig für die Deutschen, die zwei Tore aufholen mussten. Doch China machte es nun auch clever, beschäftigte die Deutschen mit langen Pässen auf dem ganzen Feld, ließen die Gäste laufen.
Allerdings sah dann Wenyu Zu Grün für ein Stockfoul, so dass die DANAS zwei Minuten Überzahl hatten. Und ein schnell ausgeführter Freischlag von Viktoria Huse brachte den Anschlusstreffer (53.) durch Hannah Gablac. China nahm dagegen den Videobeweis, weil Huse angeblich keine fünf Meter bis zum Kreis mit dem Ball gelaufen war, doch verlor dadurch die Anrufmöglichkeit.
In der Konterabwehr geriet Nike Lorenz ein Abwehrschrubber zu hoch, es gab die nächste Ecke für China, die aber von Wortmann stark abgelaufen wurde (55.). Danach nahm Xavier Reckinger Sonntag für eine elfte Feldspielerin vom Platz, tat alles, um noch zum Ausgleich zu kommen. Ganz bitter in der 58. Minute, als Meggie Giddens ein klares Fußspiel der Chinesinnen im Kreis nicht sah, und auch ihre Kollegin nicht half. Dadurch wurde den Deutschen eine hochkarätige Ausgleichschance genommen.

Tore:
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1:0    Qiuxia Cui (KE, 29.)
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2:0    Xiaoxue Zhang (40.)
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2:1    Hannah Gablac (53.)

Ecken:
CHN 3 (1 Tor) / GER 3 (kein Tor)

Grüne Karten:
CHN 2 (Hong Li, 24./Wenyu Xu, 51.) / GER 1 (Elisa Gräve, 27.)

Schiedsrichter:
Kelly Hudson (NZL) / Maggie Giddens (USA)

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