Herren souverän TurniersiegerDie Honamas gewinnen am Sonntag gegen Irland 2:0 und damit auch das Valencia-Turnier klar

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Herren souverän Turniersieger

Die Honamas gewinnen am Sonntag gegen Irland 2:0 und damit auch das Valencia-Turnier klar

Mit dem vierten Sieg beim Sechs-Nationen-Turnier in Valencia am Sonntagmorgen gegen Irland hat das deutsche Herrenteam das Olympia-Vorbereitungsturnier ungeschlagen gewonnen. Die Deutschen brauchten gegen den Olympia-Vorrundengegner die drei Punkte, um ganz sicher vor den Argentiniern zu bleiben, gegen die man das einzige Match des Turniers Remis gespielt hatte. Das gelang durch Tore von Moritz Fürste und Timm Herzbruch in der zweiten Halbzeit. Am Nachmittag wird der Bundestrainer nun sein Team für Rio benennen.

Bundestrainer Valentin Altenburg: „Wir haben uns heute über weite Phasen schwerer getan als erwartet, klare Chancen zu erarbeiten und das erste Tor zu erzielen. Dadurch war es ein bisschen krampfiger. Aber letztlich war es trotzdem ein souveräner Sieg, bei dem wir bis auf drei Halbchancen auch nicht viel zugelassen haben. Ich hatte nie das Gefühl, dass da hinten raus etwas anbrennen könnte. Insgesamt dann auch ein souveräner Turniersieg meiner Mannschaft, die sich durch die hohen Ergebnisse der ersten beiden Spiele eine komfortable Ausgangsposition verschafft hat. Bis auf das etwas umkämpftere Argentinien-Spiel, bei dem wir aber auch gute Chancen hatten zu gewinnen, haben wir alle Spiele recht souverän für uns entschieden. Das ist sehr erfreulich, weil es zeigt, dass wir nach London den nächsten Schritt gemacht haben. Wir haben viele Erkenntnisse von der Champions Trophy hierhin mitgenommen und daran gearbeitet. Ein paar Baustellen gibt es sicher noch, an denen wir jetzt beim ERGO Masters in Düsseldorf weiterarbeiten können. Es gibt aber ein hohes Grundverständnis, wie wir gemeinsam Hockey spielen wollen und was wir im Spiel brauchen, um erfolgreich zu sein. Das Team hat in diesem Turnier gesehen, wozu wir fähig sind!“

Gegen sehr defensive Iren, die fast die gesamte Spielzeit über mit zehn Feldspielern am eigenen Kreis standen, begann das DHB-Team mit guter Ballkontrolle und starkem Aufbauspiel. Allein im vollgepackten Kreis der Iren war es schwer, überhaupt Platz zu finden, um zum Abschluss zu kommen. Nach guter Rückhandflanke von Christopher Rühr hatte Niklas Wellen die erste Chance per Abfälscher, den ein irischer Verteidiger aber noch neben das Tor lenken konnte (5.).
Die Iren, die im Vergleich zu den hoch verlorenen Länderspielen vor einem Monat in Hamburg auf mehreren Positionen besser besetzt waren und auch im Turnier alle Matches eng gestalten konnten, spielten hart und im Mittelfeld teils recht nickelig. Kreisszenen hatten sie im ersten Viertel jedoch bis auf eine gefährlich hohe Flanke überhaupt nicht. Oskar Deecke holte in der 10. Minute die erste Ecke fürs deutsche Team heraus, doch der insgesamt sehr starke irische Keeper Jamie Carr parierte und der Rückhand-Nachschuss von Jonas Gomoll ging neben das Tor.
Gomoll war es auch, der in der 15. Minute nach Linksangriff zur vermeintlichen Führung traf, aber das Tor wurde, zum Unverständnis der Deutschen wegen gefährlichen Spiels nicht anerkannt. Zu Beginn des zweiten Viertels legte Gomoll stark für Niklas Wellen auf, der frei vor Tor am starken Carr scheiterte. Kurz darauf konnte sich auch Andreas Späck im deutschen Tor erstmals auszeichnen, als er nach irischem Konter einen Schlag von halblinks mit dem Handschuh parierte. Dann holte Herzbruch die zweite Ecke heraus (20.), die Fürste nach Doppelpass aber verschoss.
Eine Unterzahl nach Grüner Karte wegen Stockfoul von Matthew Bell überstanden die Iren. Wesley legte danach im Konter für Gomoll auf, dessen Vorhandschuss vom Kreisrand erneut Carr stark parierte (26.). Da der irische Keeper auch nach erneutem Konter über Deecke und Wesley gegen Fuchs retten konnte (28.), blieb es beim für die Iren schmeichelhaften 0:0 zur Pause. Auch Martin Zwicker fand kurz nach der Halbzeit mit einem Rückhandschuss seinen Meister in Carr. Und auch Moritz Fürstes dritte Ecke wurde entschärft.
In der 36. Minute war es dann aber endlich passiert. Fürste platzierte die vierte Ecke halbhoch rechts zum 1:0 ins irische Tor. Als Wesley danach wegen Stockfouls zwei Minuten auf die Strafbank musste, konnte Irland in Überzahl eine kurze Druckphase aufbauen, bei der Späck zwei Mal souverän gegen Schüsse von Halblinks parierte. Erneut zwei Strafecken hätten das Ergebnis weiter ausbauen können, sie wurden aber beide gut abgelaufen von den Iren.
Im letzten Viertel sahen die Deutschen zwei Gelbe Karten gegen Niklas Wellen (46.) und Christopher Wesley (55.), so dass sie zehn Minuten in Unterzahl agieren mussten. Umso bemerkenswerter, dass trotzdem noch das 2:0 gelang, als Christopher Rühr an Carr scheiterte, aber Herzbruch vom Kreisrand den Nachschuss unter die Latte jagte (55.). Irland nahm zwei Minuten vor Ende noch Carr für einen elften Feldspieler vom Platz, um mit Zwei-Mann-Überzahl noch etwas zu erreichen. Es gab aber nur noch eine Chance mit dem Abpfiff, und die hatte nach Konter über Linus Butt Florian Fuchs, dessen Schlag aber ein Ire von der Linie kratzen konnte.

Tore:
-
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1:0 Moritz Fürste (KE, 36.)
2:0 Timm Herzbruch (55.)

Strafecken:
GER 6 (1 Tor) / IRL keine

Grüne Karten:
Wesley (36.) / Bell (23.)

Gelbe Karten:
Wellen (46.), (Wesley (55.) / -

Schiedsrichter:
Franzisco Vazquez (ESP) / Tim Bond (NZL)

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