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Berlin verteidigt den Titel

Silberschild 2018: Wieder zwei Teilnehmer mehr / Sportlich enger Wettkampf

07.09.2018 - Berlin bleibt das Maß der Dinge: Dem Silberschildteam des Berliner Hockey-Verbandes (Senioren ab 50 Jahre) gelang am Sonntag, 2. September die Titelverteidigung des 2017 nach Berlin geholten Silberschildes. Ein souveräner Start-Ziel-Sieg, aber nicht mehr mit der Überlegenheit des Vorjahres. Die „Berliner Luft“ wird dünner.

Acht Auswahlmannschaften der Landesverbände waren bei der dritten Ausspielung des Seniorensilberschildes in Berlin angetreten, erneut zwei mehr als im Vorjahr. Bei bestem Hockey-Wetter begrüßten sich auf der schönen Anlage des Berliner Sportclubs zahlreiche Seniorenspieler im besten Alter aus Süd, West, Nord und Ost. Man kennt sich aus vergangenen Ligazeiten oder spielt international zusammen in einem der Masterteams. Gespräche über Gespräche, bis die Trainer zur Spielvorbereitung rufen.

Der Sport kam nicht zu kurz. Das Berliner Team musste gleich im Auftaktmatch feststellen, dass der Neuling Baden-Württemberg nicht ambitionslos angereist war: Knapp mit 4:3 legten die Berliner in Gruppe B vor. Auch Hamburg hatte gegen Baden-Württemberg hart zu kämpfen, um mit 2:1 die Oberhand zu behalten. Nachdem Berlin (7:0) und Hamburg (8:0) jeweils gegen Schleswig-Holstein gewonnen hatten, kam es zum „Endspiel“ um den Gruppensieg. Berlin konnte in einem ausgewogenen Spiel durch eine zwei Minuten vor Schluss verwandelte Ecke den begehrten Halbfinalplatz als Gruppensieger erkämpfen.

In der Gruppe A meldete der andere „Neuling“, der Westdeutsche Hockeyverband, gleich mit einem 2:1-Sieg über den letztjährigen Finalisten Rheinland Pfalz/Saar seine Titelambitionen an. Hessen startete mit einem 3:0 gegen die durchaus nicht chancenlose Bremer Mannschaft. Aber schon im zweiten Spiel musste der mit gerade mal elf Spielern angereiste WHV dem Kräfteverschleiß Tribut zollen und verlor gegen den Titelaspirant Hessen deutlich mit 6:0. Rheinland Pfalz/Saar wahrte seine Halbfinalchance durch ein 4:0 über Bremen. Nachdem der WHV gegen Bremen über ein 1:1 nicht hinaus gekommen war, entschied sich der Kampf um die Halbfinalplätze im Spiel Rheinland Pfalz/Saar gegen Hessen. Hier siegte Hessen mit 3:1

Zum Abschluss des ersten Tages trafen sich alle Mannschaften und die mitgereisten Fans auf der Terrasse des Clubhauses. Bei einem äußerst schmackhaften Buffett und mehr oder minder alkoholischen Getränken wurden in fröhlicher und lautstarker Runde die Fäden der morgentlichen Gespräche wieder aufgenommen. Jan Fischedick, Vizepräsident Sportentwicklung des DHB, begrüßte die Teilnehmer. Jürgen Häner, Präsident des Berliner Hockeyverbandes, würdigte in einer launigen Ansprache den Ort des Geschehens: Auf dem Sportfeld des BSC hatte von 1926 bis 1938 Brandenburg mit 13 Siegen hintereinander die größte Serie in der Geschichte des Silberschildes hingelegt.

Am nächsten Morgen zeigten alle Mannschaften nach den Anstrengungen desersten Tages Stehvermögen. Im ersten Halbfinale wogte das Spiel zwischen Hamburg und Hessen hin und her. Als alle sich schon auf das Siebenmeterschießen eingestellt hatten, verwandelte Hessen zwei Minuten vor Schluss eine Strafecke zum umjubelten 1:0. Im zweiten Halbfinale hatten die Berliner wenig Mühe gegen kräftemäßig auf der Rille laufende Spieler des WHV-Teams. Am Ende stand es 4:0.

Das letzte Spiel war eines Endspiels würdig. Nicht nur vom Rahmen: Zahlreiche Zuschauer, Line up der Mannschaften und Abspielen der Nationalhymne. In einem hochklassischen, schnellen Spiel mit vielen Torszenen hatten beide Mannschaften es in der Hand, als Silberschildsieger vom Platz zu gehen. Das Berliner Team hatte das Glück des Tüchtigen und konnte kurz vor Schluss 1:0 in Führung gehen. Nach annähernd fünf Spielen hatte das hessische Team nicht mehr die Kraft, erfolgreich zu kontern.

Bronze ging nach einem 5:0 gegen den Westdeutschen Hockeyverband an Hamburg. Das Team des Landesverbandes Rheinland Pfalz/Saar gewann gegen Baden-Württemberg 1:0 und wurde Fünfter. Das Bremer Team gewann gegen die Mannschaft des SHHV mit 1:0  und wurde Siebter. Der Kapitän der Berliner Mannschaft Andreas Grabowski nahm bei der Siegerehrung den begehrten Silberschild aus der Hand des DHB-Vizepräsidenten Sportentwicklung Jan-Hendrik Fischedick und des Präsidenten des Berliner Hockeyverbandes Jürgen Häner entgegen.

In ihren kurzen Ansprachen würdigten beide das gute Niveau der Spiele der Turnierspiele. Ein großer Dank ging an die vom Verband gestellten Schiedsrichter und an den Berliner Sport Club, der nicht nur seine Anlage zur Verfügung gestellt, sondern durch die tolle Bewirtung und entspannte Atmosphäre viel zum Gelingen des Turniers beigetragen hat. Ein ganz besonderer Dank ging zudem an Karin Schwettmann, die als Präsidiumsmitglied des Berliner Hockeyverbandes für Sportentwicklung professionell und mit viel Herz die Organisation des Turniers geleitet hat.

Insgesamt bleibt zu sagen: ein tolles Turnier. Nächstes Jahr: Neuauflage am gleichen Ort? Alle würden sich freuen. Wie heißt es so schön im Schlager „Berliner Luft“: „Berlin! Hör ich den Namen bloß, da muss vergnügt ich lachen!“ (thr)

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