Trotz Überlegenheit nur Remis20. Juni, HONAMAS in Köln: Deutschland – Großbritannien 1:1 (1:1)

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Trotz Überlegenheit nur Remis

20. Juni, HONAMAS in Köln: Deutschland – Großbritannien 1:1 (1:1)

20.06.2018 - Die deutschen Herren haben sich im ersten von zwei WM-Testspielen in Köln gegen Großbritannien nach überlegen geführter Partie mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben müssen. Den Ausgleich nach überraschender Führung der Gäste erzielte Mats Grambusch kurz vor der Pause. Ein Pfostentreffer und fünf Strafecken standen am Ende bei den Kermas-Schützlingen zu Buche.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Das ist ein unbefriedigendes Ergebnis nach einem anständigen Spiel. In der ersten Halbzeit, in der wir ein klares Chancen- und Eckenplus haben, müssen wir das Spiel einfach schon deutlich in unsere Richtung bringen. Das haben wir nicht geschafft. In der zweiten Hälfte war es ausgeglichener, weil es auch etwas hektisch wurde und wir unsere saubere Passquote etwas verloren haben. England war am Ende passsicherer, aber insgesamt habe ich da nur vier Chancen und eine Ecke gegen uns registriert – viel weniger kann man gegen die kaum zulassen. Deshalb müssen wir uns an unsere eigene Nase packen, dass wir durch die mangelnde Effektivität nicht gewonnen haben. Die bleibt also erstmal ein Thema, aber insgesamt war einzeltaktisch heute schon einiges deutlich besser als gegen Australien. Ich bin mir sicher, dass sich das dann mittelfristig auch auf dem Scoreboard bemerkbar macht.“

Das deutsche Team übernahm früh die Spielkontrolle und suchte um den britischen Kreis herum geduldig nach Chancen, gefährlich vor das Tor zu kommen. Wellen und Herzbruch hatten die ersten Großchancen (1.). Großbritannien setzte in der Anfangsphase auf Konter, die die aufmerksame Defensive der HONAMAS aber zumeist schon vor dem Kreis abfing. In der 6. Minute holte Wellen mit starkem Solo die erste Ecke, doch der flache Schlenzer rutschte ab und ging ungefährlich links neben das Tor. Eine Minute später musste Philipp Huber für ein Sliding Tackling auf die Strafbank. Die HONAMAS dadurch erstmal in Unterzahl, die aber ungefährdet überstanden wurde.
Mats Grambusch erarbeitete in der 13. Minute die zweite Ecke, die aber verstoppt wurde. England dann auch in Unterzahl, weil ein Engländer einen deutschen Konter mit einem Foul unterbrach (13.). 20 Sekunden vor der ersten Viertelpause gab es die dritte deutsche Ecke nach Fuß eines Briten im Kreis. Dieses Mal rettete ein Verteidiger mit starker Schlägerparade für den bereits geschlagenen Keeper auf der Linie gegen Tom Grambuschs Schlenzer.
Florian Fuchs prüfte – stark in Szene gesetzt von Christopher Rühr – kurz nach Beginn des zweiten Viertels Keeper Harry Gibson mit einem Schlag von halbrechts. Das DHB-Team blieb am Drücker, hatte hohen Ballbesitz, aber kam im Kreis nicht richtig in gefährliche Positionen. Doch immerhin holte Nguyen in der 22. Minute bereits die vierte Ecke. Der Schlenzer von Windfeder war einfache Beute des Keepers und ein Nachschuss zischte knapp rechts neben das Tor.
In der 24. Minute gab es gegen Danny Nguyen wegen nicht eingehaltenen Abstands eine Ecke für England. Und die Gäste zeigten sich deutlich effizienter als die HONAMAS. Den harten Schlenzer von Luke Taylor konnte Keeper Tobias Walter nur hoch links ins eigene Eck ablenken. Es stand 0:1 völlig gegen den Spielverlauf. Doch das DHB-Team machte weiter Druck und bekam die fünfte Ecke, die Gibson gegen Tom Grambusch mit dem linken Schoner parierte. Ein Nachschussversuch wurde abgepfiffen. Doch dann kontakteten die Deutschen einen Rechtsangriff sehr schön bis zum Ende aus, so dass letztlich Mats Grambusch den Pass von Niklas Wellen von der Grundlinie aus zentraler Position zum 1:1 (26.) einblocken konnte.
Ein clever ausgeführter Freischlag aus zentraler Position hätte fast das 2:1 durch Timm Herzbruch gebracht, doch der  Rückhandschuss ging gegen den rechten Pfosten (29.). Im Gegenzug musste Walter gegen einen im Konter links frei auftauchenden Briten in höchster Not retten. Zur Pause war das 1:1 sicher schmeichelhaft für die Gäste, die deutlich weniger Offensivaktionen, Ballbesitz, Ecken und Kreisszenen als die Deutschen hatten.

Das DHB-Team hatte auch zu Beginn der zweiten Hälfte mehr Ballbesitz, suchte um den Kreis der Briten nach Lücken. Gibson musste sich nach vier Minuten einmal in einen Schussversuch werfen. Nach Konter über Rabente und Wellen prüfte Mats Grambusch Gibson erneut, der den halbhohen Schuss zur Langen Ecke abwehren konnte (36.). Der Bundestrainer ließ das Team jetzt erst im Halbfeld angreifen, so dass nach Balleroberung mehr Raum zur Verfügung stand. Zweimal wären die Briten in dieser Phase zum Schuss gekommen, doch die Abwehr stand gut und hatte jeweils einen Schläger davor.
So ging es mit dem 1:1 ins letzte Viertel, in dem die HONAMAS mit ruhigem Aufbau wieder ihr Powerplay aufzogen und die Briten hinten einschnürten. Fuchs setzte Tom Grambusch gut in Szene, der seine Chance aber auch nicht verwerten konnte (53.). Die Geduld schien sich auszuzahlen, als Florian Fuchs in der gleichen Minute die nächste Ecke holte. Doch auch die brachte durch Kapitän Martin Häner nichts Zählbares auf die Tafel. Offensiv fanden die Gäste in dieser Phase nahezu gar nicht statt, aber sie verteidigten mit viel Aggressivität gegen die Powerplayversuche der HONAMAS. Und so blieb es letztlich beim – angesichts der Vorteile in fast allen Belangen – etwas unbefriedigenden 1:1 aus deutscher Sicht.

Das zweite Aufeinandertreffen findet ebenfalls auf der Anlage von RW Köln am Olympiaweg am Freitag, 22. Juni, um 11 Uhr statt.

Tore:
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0:1       Luke Taylor (KE, 24.)
1:1       Mats Grambusch (26.)
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Ecken:
GER 5 (kein Tor) / GBR 1 (1 Tor)

Schiedsrichter:
B. Göntgen (GER) / A. VignarajaSarma (GER)

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