Herren: 5:3 (3:3) gegen SpanienIm vierten Spiel des 6-Nationen-Turniers von Valencia holten die Honamas den dritten Sieg

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Herren: 5:3 (3:3) gegen Spanien

Im vierten Spiel des 6-Nationen-Turniers von Valencia holten die Honamas den dritten Sieg

In einem ereignisreichen Spiel gegen Spanien, den Gastgeber des Sechs-Nationen-Turniers in Valencia, hat das deutsche Herrenteam am Samstagmittag seinen dritten Sieg eingefahren. Allerdings verloren die Deutschen nach schneller 3:0-Führung komplett ihre Linie und mussten bis zur Pause den 3:3-Ausgleich hinnehmen. Erst eine deutliche Steigerung wieder in der zweiten Hälfte machte den letztlich auch verdienten 5:3-Erfolg perfekt. Nun geht es im letzten Match am Sonntag um 10 Uhr gegen Olympia-Gegner Irland. Im Anschluss benennt der Bundestrainer sein Team für Rio.

Bundestrainer Valentin Altenburg: „Ich bin sehr unzufrieden, weil wir nach der schnellen 3:0-Führung zwischenzeitlich komplett unsere Linie verloren haben. Das war das schlechteste Viertel seit langem in der Vorbereitung! Und das geht so auch nicht – wir haben viel zu viel Qualität und Erfahrung auf dem Platz, um ein ganzes Viertel so wegzuschenken! Was dann wieder gut war, dass wir im dritten Viertel die Kontrolle zurückgewonnen haben und den Druck so verstärken konnten, dass Spanien dann ganz tief in der eigenen Hälfte stehen musste. Letztlich hatten wir im Schlussviertel auch genug Chancen, um das Ergebnis noch höher ausfallen zu lassen!“

Die Deutschen fingen mit großer Ballkontrolle an, gaben den Spaniern in der Anfangsphase so gut wie keinen Ballbesitz, sondern warteten mit viel Geduld auf ihre Räume in der tief stehenden Defensive des Gastgebers. In der 3. Minute holte Florian Fuchs die erste Ecke, bei der die Spanier mit viel Glück den Schuss und drei Nachschüsse direkt vor dem Tor klären konnten. Rühr erarbeitete aber direkt die nächste Ecke, die Moritz Fürste halbhoch links zum 1:0 (4.) verwandelte.
Spanien machte sich gerade auf, mit mehr eigenem Ballbesitz ins Spiel zu kommen, da nutzte Mats Grambusch einen kapitalen Fehler im spanischen Aufbau zu einem Konter, bei dem er Cortez mit einer tollen Körpertäuschung aussteigen ließ und von links halbhoch zum 2:0 (6.) einschlenzte. Die schnellen Angriffe der Deutschen blieben auch danach brandgefährlich. Nach einem Angriff durch die Mitte wurde der Ball bis zu Jonas Gomoll nach vorn durchgepasst, und der Berliner lupfte aus kurzer Distanz an den rechten oberen Innenpfosten, von wo der Ball zum 3:0 (8.) ins Tor tropfte.
Mit ihrem ersten gefährlichen Angriff über die linke Grundlinie kam Spanien jedoch zum 1:3 (9.), als David Allegre aus spitzem Winkel an Andreas Späck vorbei ins Tor traf. Tobias Hauke hatte Pech, als er nach schönem Solo durch die Mitte im Zentrum keinen Verwerter für seinen Pass fand (14.). So blieb es beim – auch in der Höhe – verdienten 3:1 aus deutscher Sicht im ersten Viertel. Rühr hatte die ersten beiden Chancen des zweiten Viertels, als er nach einem langen Schlenzer aus kurz Distanz zum Abschluss kam, aber mit dem Lupfer und dem Nachschuss an Cortez scheiterte (17.).
Und auch danach blieben die Deutschen gefährlicher, zeigten ein gutes Umschaltspiel und brachten mit schnellen Angriffen die spanische Defensive immer wieder in Schwierigkeiten. So war es sehr knapp nach einem guten Konter über links, als Niklas Wellen den Ball von der Grundlinie vor Tor legte, wo zwei Deutsche den Tip-in knapp verpassten. Viel zu einfach ging es für Spanien allerdings beim 2:3 (24.), als Mats Grambusch den Ball in der Vorwärtsbewegung links verlor und der Ball durch die Mitte bis vor den deutschen Kreis getragen wurde, von wo Jordi Carrera mit Steilpass eingesetzt wurde, der Späck mit einem Stecher überwinden konnte.
Auch das die erste Chance der Gastgeber in diesem Viertel. Kurz darauf erneut ein Ballverlust von Grambusch an der Mittellinie, nach dem Fürste David Allegre erst im Kreis stoppen konnte. Die Deutschen jetzt etwas zu wild in ihren Aktionen. Als Quemada im Kreis frei durchlief, traf Späck den Angreifer mit dem Schläger auf dessen Schläger. Und Quemada verwandelte den Siebenmeter sicher zum 3:3 (28.). Mit kaum mehr als den drei Chancen holte Spanien also bis zur Pause einen 0:3-Rückstand auf, was auch daran lag, dass im deutschen Spiel nach der klaren Führung die Konsequenz der Anfangsphase verloren ging.

Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchte das DHB-Team deshalb, wieder mehr Ballsicherung zu erreichen, Spanien wartete aber auf Fehler und presste überfallartig, so dass hohe Aufmerksamkeit gefragt war. Gomoll holte in der 36. Minute die dritte deutsche Ecke. Cortez holte aber Fürstes Schlenzer stark aus dem bedrohten Eck und Kapitän Linus Butt traf mit dem Volley-Nachschuss nur das Außennetz. Deutschland nun wieder überlegen. Cortez rettete nach Flanke von links in der 38. Minute in höchster Not vor dem einschussbereiten Jonas Gomoll.
Es entstand ein Powerplay, aus dem sich die Gastgeber zum Teil nur mit langen Schlenzern ins Nichts befreien konnten. Nur nach Fehlern der Deutschen kam Spanien mal ins Spiel, was aber in der Phase selten passierte. Doch Spanien schaffte es, ohne Gegentor in die letzte Viertelpause zu kommen. Die Deutschen bauten sofort wieder ihr Powerplay auf, drängte Spanien mit allen elf Mann ins eigene letzte Viertel. Fuchs holte dann in der 48. Minute die vierte Ecke heraus. Erneut rettete Cortez ganz stark gegen Fürstes Schlenzer und auch gegen Fuchs Nachschuss, doch Christopher Wesley lenkte den zweiten Rebound mit der hohen Rückhand Richtung Linie, wo Linus Butt dem Ball den letzten Schubser zum 4:3 (48.) gab.
Spanien musste danach natürlich wieder etwas mehr aufmachen und versuchte, das DHB-Team zu pressen, aber nun war natürlich auch Raum zum Kontern und den nutzten die Deutschen ganz stark und sofort. Ein Konter über Wellen kam zu Mats Grambusch links im Kreis, dessen Vorhandschuss an Cortez vorbei trudelte, wo Oskar Deecke genau richtig stand, um zum 5:3 (49.) ins Tor zu vollenden. Auch danach das DHB-Team am Drücker. Etwas Pech, dass sich zwei Deutsche in der 52. Minute eine Chance gegenseitig vom Schläger nahmen. Die Deutschen aber weiter am Drücker, nur in der 55. Minute war Spanien einmal vor Späck, der Angriff wurde aber rausgepfiffen.
Ansonsten hatten die Deutschen das Spiel klar im Griff, führten nun auch wieder völlig verdient. Rühr hatte die riesen Chance, als er aus spitzem Winkel aufs obere Rechte Toreck zielte und Cortez den Ball gerade noch zur Langen Eck klären konnte. In der Schlussphase dann nochmal etwas wild. Die Spanier griffen voll an, Deutschland konterte. Fuchs zog im Konter einen Rückhandschuss etwas zu hoch, so dass der Ball über die Latte ging und es beim 3:5-Endstand aus Sicht des Gastgebers blieb.

Tore:
0:1 Moritz Fürste (KE, 4.)
0:2 Mats Grambusch (6.)
0:3 Jonas Gomoll (8.)
1:3 David Allegre (9.)
2:3 Jordi Carrera (24.)
3:3 Pau Quemada (7m, 28.)
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3:4 Linus Butt (KE, 48.)
3:5 Oskar Deecke (49.)

Strafecken:
ESP keine / GER 4 (2 Tore)

Grüne Karten:
Lleonart (25.), Oliva (34.) / keine

Gelbe Karten:
keine

Schiedsrichter:
Martin Madden (SCO) / Marcin Grochal (POL)

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