Start-up SpecialhockeyEinschlagender Lehrgang zur neuen Zielgruppe

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Start-up Specialhockey

Einschlagender Lehrgang zur neuen Zielgruppe

14.12.2017 – Ein Lehrgang zum Thema Inklusion und Hockey für Menschen mit Behinderung übermittelte den Teilnehmern Herangehensweisen und Wege zum inklusiven und speziellen Training.

Vom 24. bis 26. November fanden sich in Köln 18 interessierte TeilnehmerInnen ein, um sich über das Themenfeld Specialhockey zu informieren. Sie erwarteten Inhalte und Informationen zu den Entwicklungen im Sport, zum Umgang mit Menschen mit Behinderung, zur Trainingsgestaltung.

In entspannter Atmosphäre gab DHB-Referentin Linda Sandkaulen den Teilnehmern zum Einstieg eine Übersicht zu den Entwicklungen, der aktuellen Verbreitung und den Aktivitäten im Specialhockey. Katharina Pohle von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf aus Hamburg informierte die Teilnehmer im Anschluss über die verschiedenen physischen, psychischen und sozialen Behinderungsformen und ihre Auswirkungen auf den Alltag, das Sporttreiben und das zu gestaltende Training. Was gilt es zu beachten? Welche Informationen benötige ich als Trainer? Zu verschiedenen Aktivitäten und Gegebenheiten überlegten die Teilnehmer in kleinen Gruppen Anpassungen und Besonderheiten. 

Auf die Frage: „Ist denn alles so viel anders?“ ging im Anschluss Nico Niermann von der DjK Köln in aktiver Kleingruppenarbeit ein. Mit Hilfe von Modifizierungstechniken war es die Aufgabe der Teilnehmer, Übungen und Spiele auf die Besonderheiten der Behinderungen zu modifizieren und auf die geringste Anforderungsstufe herunterzubrechen. „Das Spiel Brückenwächter ist doch schon einfach!?“, würde man denken, aber nach kurzer Überlegung gingen rege Diskussionen los und diverse Ideen kreisten in den Kleingruppen, deren Ergebnisse eine Vielzahl an Modifizierungen für die unterschiedlichsten Levels ergaben.

Auf die Frage, ob denn "alles so viel anders ist, sein muss oder kann" gingen die beiden niederländischen Experten Martin de Koning und Anja Frederiks in der Praxiseinheit ein. Nach dem Motto „Lassen, was man lassen kann, und anpassen, was angepasst werden muss“ sind sie bereits seit zwei Jahrzehnten erfolgreich an der Entwicklung von Specialhockey in den Niederlanden beteiligt. „Das Training ist eigentlich wie Kindertraining, da muss man auch kreativ sein und Begeisterung und Spaß am Hockey vermitteln“ resümierten die Teilnehmer nach dem Praxisteil.

Dass sich auch der Umgang mit Menschen mit Behinderung letztlich vom gewöhnlichen Umgang nicht unterscheidet, konnten die Teilnehmer in den folgenden beiden "Unified Trainings" (gemeinsames Training von Menschen mit und ohne Behinderung) mit dem Specialhockey Team Germany selbst erleben. So hatten die Teilnehmer unter anderem die Aufgabe, ein Stationstraining zusammenzustellen und mit den Special-Spielern zu absolvieren beziehungsweise sie anzuleiten. Hier zeigten sich wenig Unterschiede. Die Spieler sind vielleicht etwas älter, aber die Vermittlung und Herangehensweise ist im Kindertraining nicht viel anders.  

„Ihr erzählt nicht nur von Inklusion, sondern lebt Inklusion auch hier im Lehrgang. Das finde ich besonders gut. Die Jungs und Mädels sind klasse und es macht richtig Spaß!“ äußerte Teilnehmerin Uli Kirchhoff. Neben den beiden Trainings wurde auch der Samstagabend zusammen verbracht. Das Specialhockey Team Germany berichtete begeisternd von ihrem Gänsehaut-Erlebnis bei den Euro Specialhockey Championships in Amsterdam im Sommer 2017.

Inklusion ist nicht unmöglich. Neben der Erkenntnis, dass Kindertraining nicht viel anders ist, ist es die Geduld und das Einfühlungsvermögen, welches man benötigt, um Menschen mit Behinderung an Hockey heranzuführen und für Hockey zu begeistern.

DHB-Referentin Linda Sandkaulen fasste zusammen: „Wir freuen uns sehr über das große Interesse der Teilnehmer und gehen mit einem sehr positiven Fazit aus dem Lehrgang. Dieser Lehrgang ist der erste seiner Art, mit der Möglichkeit, seine Trainerlizenz zu verlängern. Specialhockey ist mit Sicherheit kein Thema, welches jeden Verein anspricht, aber ich bin mir sicher, dass es in fast jedem Verein jemanden gibt, den das Thema anspricht - und der Interesse hätte, Specialhockey zu etablieren.“ 

Eine stete Weiterentwicklung in den nächsten Jahren ist gesetzt und soll bereits in 2018 durch eine Specialhockey-Veranstaltungsreihe für junge Engagierte über das dsj Förderprogramm ZI:EL+ durchgeführt werden.

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