ERGO Masters: 3:2 gegen BelgienDie Honamas haben ihr zweites Spiel in Düsseldorf gewonnen und bleiben im Rennen um den Turniersieg

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ERGO Masters: 3:2 gegen Belgien

Die Honamas haben ihr zweites Spiel in Düsseldorf gewonnen und bleiben im Rennen um den Turniersieg

Die deutschen Herren haben ihr zweites Spiel beim ERGO Masters in Düsseldorf gewonnen und bleiben damit im Rennen um den Turniersieg bei der olympischen Generalprobe. In einer sehenswerten, hart umkämpften und jederzeit spannenden Partie gegen Belgien hatte das deutsche Team am Ende knapp mit 3:2 (1:1) die Nase vorn.

Bundestrainer Valentin Altenburg: „Wir hatten in der ersten Halbzeit Schwierigkeiten mit der Taktik, sind nicht so gut ins Spiel gekommen. Wenn das gelungen ist, dann haben wir uns auch da schon gute Chancen kreiert und haben insgesamt mehr Wirkung erzielen können als im ersten Spiel. Die zweite Halbzeit war noch besser, auch geordneter durch eine sehr stabile Innenverteidigung mit Fürste und Häner. Erwähnen möchte ich heute auch Niklas Wellen, der eine ganz starke zweite Hälfte gespielt hat. Ich bin vor allem mit dem Finish sehr zufrieden. Das letzte Viertel war schon sehr nach meinem Geschmack. Ich denke, wir haben am Ende auch verdient gewonnen. Morgen können wir uns auf eine heiße Partie freuen, denn die Niederländer verlieren nicht so gerne 0:3. Da treffen wir sicher auf eine bis in die Haarspitzen motivierte Mannschaft. Und das ist ein Spiel mit dem tollen Rahmen hier beim ERGO Masters, auf das wir uns richtig freuen.“

Die Partie nahm nur langsam Fahrt auf. Belgien versuchte es zwar mit einem Pressing, aber das deutsche Team konnte sich davon gut befreien. Die Angriffe auf beiden Seiten wurden in der Anfangsphase jeweils früh abgefangen, sodass es die erste Torchance erst nach sieben Minuten zu sehen gab, als Mats Grambusch schön in den Kreis dribbelte und auf Tobias Hauke zurücklegte, der im Fallen aus zehn Metern das Tor aber knapp links verfehlte. Auch Belgien kam jetzt besser zum Abschluss, war vor allem über die linke Seite gefährlich.
Felix Denayer fand in der 9. Minute noch keinen Abnehmer in der Mitte, aber im nächsten Angriff versuchte sich Jerome Truyens, zielte allerdings knapp zu weit links (10.). Die bis dahin beste Chance hatte Deutschland nach schöner Kombination: Mathias Müller brachte den Ball an die Grundlinie auf Christopher Wesley, der ihn vor das Tor passte, wo allerdings Timur Oruz den Stecher denkbar knapp verpasste (13.).
In Überzahl – nach Grüner Karte gegen Belgiens Tanguy Cosyns – erhöhte Deutschland den Druck. Mats Grambusch fand von links Mitspieler Florian Fuchs, der allerdings die Chance am langen Pfosten vertendelte. Immerhin gab es die erste Strafecke. Tom Grambusch ließ durch für Moritz Fürste, dessen Schuss allerdings über die Latte abgelenkt wurde (14.). Sekunden vor der Pause schlug Belgien dann zu. Cedric Charlier bekam den Ball links, suchte erst den Fuß des Gegenspielers. Den fand er nicht, blieb aber am Ball und traf dann eben flach zum 1:0 (15.).

Im zweiten Durchgang hatte Deutschland weiter mehr Ballbesitz, konnte daraus allerdings noch keinen Ertrag generieren. Stattdessen gab es die erste Ecke für Belgien. Der Ball wurde für Tom Boon zwar nicht gut gestoppt, aber er brachte den Ball trotzdem hart aufs Tor, wo jedoch Nico Jacobi sicher parierte (20.). Auf der anderen Seite ging ein sehenswerter Pass von Florian Fuchs durch die Mitte auf Moritz Trompertz, der nur per Foul gestoppt werden konnte. Für die fällige Strafecke trat wieder Fürste an. An dessen Flachschlenzer war Keeper Vincent Vanasch zwar mit dem Schläger noch dran, doch der Ball trudelte dennoch zum verdienten Ausgleich über die Linie (24.).
In der Schlussphase wurde das Spiel etwas nickelig, blieb aber fair. Die Teams lieferten sich beinahe einen offenen Schlagabtausch, aber viele Kreisszenen kamen dabei nicht heraus. Kurz vor der Halbzeit hatte erneut Cedric Charlier eine Chance, doch sein Rückhandschuss gegen die Laufrichtung traf das Torbrett nur von außen (30.). Ab Beginn der zweiten Halbzeit stand Tobias Walter im deutschen Tor – und auch gleich im Mittelpunkt. Erst parierte der Schlussmann gegen Simon Gougnard (32.), aber gegen den Stecher von Florent van Aubel nach scharfem Pass durch die Mitte von Arthur van Doren war er dann machtlos (33.).
In der 37. Minute verpasste Sebastien Dockier eine scharfe Hereingabe von Charlier knapp. Auf der anderen Seite bekam die DHB-Auswahl Ecke Nummer drei. Wieder versuchte es Moritz Fürste, und diesmal gab es nichts zu halten, der Ball schlug flach zum erneuten Ausgleich ein. Thomas Briels zog in der 42. Minute volley mit der Rückhand ab und traf damit Tobias Walter am Helm, der dabei zu Bruch ging. Der deutsche Keeper wurde auf dem Platz behandelt, musste kurz darauf auf Geheiß des Schiedsrichters vom Platz. Jacobi kam zurück, doch Walter kam wenige Minuten später zurück ins deutsche Tor.
Der Spielfluss litt in dieser Phase ein wenig unter mehreren Zeitstrafen, bis das deutsche Team in der 53. Minute zum dritten Mal zuschlug. Nach einem Stockfoul an Mathias Müller deutete der Unparteiische zunächst Strafecke an, ließ aber den Vorteil laufen, weil Timur Oruz an den Ball kam. Sein Rückhand-Schrubber schlug zum 3:2 ein. Belgien erhöhte in der Folge noch mal den Druck, doch Deutschland gewann defensiv die entscheidenden Zweikämpfe, ließ nichts mehr zu und brachte den knappen Vorsprung ins Ziel.

Tore:
1:0 Cedric Charlier (15.)
1:1 Moritz Fürste (KE, 24.)
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2:1 Florent van Aubel (33.)
2:2 Moritz Fürste (KE, 40.)
2:3 Timur Oruz (53.)

Strafecken:
BEL 1 (kein Tor) / GER 3 (2 Tore)

Grüne Karten:
Tanguy Cosyns (14.) / Linus Butt (40.), Florian Fuchs (42.), Martin Häner (48.)

Gelbe Karte:
Emmanuel Stockbroekx (49.) / Christopher Rühr (50.)

Zuschauer: 1500

Schiedsrichter:
Martin Madden (SCO) / Coen van Bunge (NED)

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