UHC 10. Mal in Folge im FinaleFINAL FOUR: Mannheim nach starker Leistung im Shoot-out gescheitert

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UHC zum zehnten Mal in Folge im Finale

FINAL FOUR: Mannheim nach starker Leistung im Shoot-out gescheitert

09.06.2018 - Die Neuauflage der Damen-Finalpartie vom vergangenen Jahr fand bei den FINAL FOUR 2018 in Krefeld bereits im Halbfinale statt - und brachte dem Mannheimer HC, trotz zum Teil drückender Überlegenheit, erneut kein Glück: Nachdem nach regulärer Spielzeit noch kein Tor gefallen war, entschied der amtierende Meister UHC Hamburg das Penaltyschießen mit 4:3 (0:0) für sich. Im morgigen Finale geht es damit um 12 Uhr gegen den Hamburger Stadtkonkurrenten Club an der Alster. Für den UHC ist es im 11. FINAL FOUR in Folge die 10. Endspielteilnehme in Folge. Zudem bedeutet die Finalteilnahme für den Titelverteidiger die vorzeitige Europacup-Qualifikation, da Alster als Liga-Erster ja bereits den zweiten internationalen Startplatz sicher hatte. (Fotos: worldsportpics.com)

Philipp Stahr (MHC) konnte es auch lange nach dem Spiel noch nicht richtig fassen: „Wenn du so ein dominantes Spiel gegen den UHC ablieferst, dann musst du dich dafür auch belohnen. Deswegen sind wir alle total enttäuscht. Aber eigentlich sollte der Stolz überwiegen. Die Mannschaft ist noch so jung. Letztes Jahr war das Erreichen des Finales gegen den UHC ein riesen Erfolg, und wir waren im Endspiel auch der verdiente Verlierer. Dieses Jahr waren wir klar besser. Das war vielleicht unsere beste Saisonleistung. Wir werden 2019 wieder angreifen!“
Claas Henkel war in erster Linie stolz auf die einmalige Bilanz seines UHC-Teams: „Zehn Meisterschafts-Endspiele in Folge ist eine einmalige Serie. Das nach unserem Umbruch geschafft zu haben, ist phänomenal. Wenn wir das Endspiel morgen gewinnen sollten, wäre das das Größte in der bisherigen Trainerkarriere. Aber heute hatte ich lange kein gutes Gefühl. Die ersten eineinhalb Viertel waren noch okay. Dann haben wir mehr und mehr die Kontrolle verloren. Mannheim hätte kurz vor der Pause ein Tor machen müssen. Da hatten wir Glück. Gegen Ende haben wir immer mehr über individuelle Fehler Bälle im Aufbau abgegeben. Da kann man strukturell von außen kaum einwirken. Da ging es nur noch darum, über gutes Verteidigen ins Penaltyschießen zu kommen. Dort hatten wir den psychologischen Vorteil auf unserer Seite. Zudem haben wir in den letzten Jahren national und international kein Shoot-out verloren. Deshalb hatte ich da keine große Angst.“

Gerade mal wenige Sekunden waren gespielt, als der Mannheimer HC das erste Mal aufs gegnerische Tor schoss - allerdings noch recht harmlos ans linke Außennetz. Wesentlich gefährlicher war da schon die Eckenchance der Hamburgerinnen, die ihnen in Spielminute zwei zugesprochen wurde: Doch Nora Korn verstoppte und auch der lange Nachschuss ging rechts am Pfosten vorbei. Die Quadratestädterinnen nutzten die Option zum Kontern, ein Pass über rechts erreichte Greta Lyer zwar im Kreis, vollenden konnte die 30-Jährige jedoch nicht.
Beide Mannschaften spielten von Anfang an mit hohem Tempo, insbesondere der MHC hielt seine Gegnerinnen mit flottem Passspiel auf Trab. Nach acht Minuten hatte Nadine Kanler eine Großchance zur Mannheimer Führung auf dem Schläger, doch der Schusswinkel war zu flach, der Ball ging knapp am Tor vorbei. Gegen Ende des ersten Viertels gewann der UHC an Sicherheit und Torchancen, doch für etwas Zählbares reichte es dann nicht mehr. Mit einem 0:0 ging es nach dem ersten Viertel in die kurze Pause.
Auch danach konnten sich beide Teams jeweils schnell in den gegnerischen Kreis vorkämpfen. Doch die Verteidigung arbeitete gut, zu einer echten Torchance kamen weder der UHC, noch der MHC in den ersten Minuten des zweiten Viertels. Anschließend kam es auf beiden Seiten immer wieder zu Ballverlusten in den Zweikämpfen, die Partie verlor an Tempo. Erst in Spielminute 25 hatte der MHC die nächste große Chance: Cecile Pieper konnte den Pass über rechts erfolgreich annehmen, schoss im Lauf in hohem Bogen aufs freie Tor - doch der Ball ging vorbei. Danach konnten sich die Mannheimerinnen immer mehr Torchancen erarbeiten, doch meist vereitelte eine Hamburger Verteidigerin, spätestens Schlussfrau Noélle Rother den Angriff. So ging es also torlos in die Halbzeit.
Nach der Pause hatte Julia Meffert die nächste Möglichkeit, den MHC in Führung zu bringen, doch ihr harter Schuss aus kurzer Distanz schaffte es nicht an der Hamburger Torfrau vorbei. Die Mannheimerinnen blieben in diesen Minuten spielbestimmend, kurz vor Ende des dritten Viertels plädierten sie dann auf Ecke wegen Körperspiels im Kreis und forderten den Videobeweis. Und bekamen recht. Doch die Stechervariante war zu harmlos und endete links neben dem Tor, sodass es erneut mit einem 0:0-Gleichstand in die kurze Pause ging.
Das letzte Viertel startete dann mit einem extrem harten und langen Pass von Nike Lorenz quasi bis an den Kreis, doch Maxi Pohl konnte diesen nicht richtig stoppen. Insgesamt agierte der MHC wesentlich präsenter und sicherer, erarbeitete sich immer wieder seine Chancen. So stand zum Beispiel Stine Kurz zwar gut an der rechten Ecke, doch die Hamburger Torfrau hatte sich ebenso gut in ihrem Revier platziert und hielt. Auch die Ecke in der 51. Minute, geschossen von Nike Lorenz, wurde nichts Zählbares. Dann hatte der UHC plötzlich die Führung in Aussicht, und zwar auf dem Schläger von Bélen Marcos, die sich im Alleingang bis zum eins gegen eins gegen Torfrau Lisa Schneider vorkämpfte, diesen Zweikampf jedoch verlor. Doch dann stolperte plötzlich eine Mannheimer Spielerin über ihre eigene Torfrau, sodass es ein paar Sekunden dauerte, bis Schneider wieder sicher im eigenen Tor stand. Vom Hamburger Nachschuss ging jedoch keine Gefahr mehr aus.

Nach 60 Minuten stand es immer noch 0:0 - auch das zweite Halbfinale sollte sich also im Penaltyschießen entscheiden. Hamburgs Janne Müller-Wieland trat als erste an, ein Fehlversuch. Aber auch Céciéle Pieper, die den MHC in Führung bringen wollte, verschoss. Ebenso wie Hanna Seifert und Maxi Pohl, sodass es erst der Antritt von Marie Mävers war, der das erste Tor in der gesamten Partie bringen sollte: Nach einem Foul von MHC-Torfrau Lisa schneidert bekam der UHC den Siebenmeter zugesprochen, Janne Müller-Wieland verwandelte. Die Führung für die Hamburger dauerte aber nur kurz, denn die Mannheimerin Alicia Magaz traf ebenfalls. Es folgte ein Torreigen beider Mannschaften: Jana Teschke und Katharina Frank für den UHC, Lydia Haase und Nike Lorenz für den MHC. Die Entscheidung sollte also in der Verlängerung des Shoot-out fallen. Alicia Magaz vergab, sodass Marie Mävers die Entscheidung für Hamburg bringen konnte. Doch diesmal war sie es, die die Torfrau foulte. Also trat erneut Maxi Pohl an, doch auch dieser Schuss brachte dem MHC kein Glück. Sodass es letztlich Katharina Frank war, die mit ihrem Treffer den UHC ins reine Hamburger Finale gegen den Club an der Alster schoss.

Tore:
keine

Penalty:
1:0 Janne Müller-Wieland (7m)
1:1 Alicia Magaz
2:1 Jana Teschke
2:2 Lydia Haase
3:2 Katharina Frank
3:3 Nike Lorenz
4:3 Katharina Frank

Ecken:
UHC 1 (2.) - kein Tor
MHC 2(44./51.) - kein Tor

Grüne Karten: /
Gelbe Karten: /

Schiedsrichter:
Gaby Schmitz / Michelle Meister

Die Sport1-Highlights dieses Damen-Halbfinals gibt es hier!

Infos zu den FINAL FOUR 2018: www.Feldhockey-DM-2018.de

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