"Jeder kann jeden schlagen!"Interview mit Bundestrainer Stefan Kermas vor den FINAL FOUR 2018 in Krefeld

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"Jeder kann jeden schlagen!"

Interview mit Bundestrainer Stefan Kermas vor den FINAL FOUR 2018 in Krefeld

29.05.2018 - In elf Tagen startet die Endrunde um die Deutschen Meisterschaften der Herren und Damen am 9./10. Juni beim Crefelder HTC. Die spannende Qualifikation ist bereits abgeschlossen. Bei den Damen sind es der Club an der Alster, UHC Hamburg, Mannheimer HC und Düsseldorfer HC, bei den Herren RW Köln, Uhlenhorst Mülheim, Mannheimer HC und Harvestehuder THC, die die Tickets gelöst haben. Herren-Bundestrainer Stefan Kermas wird aufmerksamer Beobachter der FINAL FOUR sein und blickt im Interview schon mal voraus.

Erneut sind bei den Herren für das FINAL FOUR RW Köln, Mülheim, MHC und HTHC qualifiziert. Woran liegt diese Konstanz?
Stefan Kermas: Diese Konstanz ist meines Erachtens zurückzuführen auf ein stabiles Mannschaftsgerüst mit eingespielten Ebenen sowie eine klare Mannschaftsstruktur im Mix aus Erfahrung und viel Talent. Die vier Endrunden-Teams überzeugten wieder einmal durch eine spielerisch stabile Leistung über die Saison, während andere Mannschaften zu viele gute und weniger gute Phasen im Wechsel hatten sowie entscheidende Spiele dann doch nicht gewinnen konnten.

In den letzten fünf Jahren konnte nur einmal (RWK 2015) der Liga-Erste auch Meister werden. Woran liegt das aus Ihrer Sicht?
Kermas: Ich sehe hier keine klare Begründung für dieses „Phänomen". Fast alle Endrunden der letzten Jahre waren geprägt von sehr engen Spielen. Es spricht vielmehr für das ausgeglichene Niveau unter den Top-Vier-Mannschaften, dass jeder in der Lage ist jeden zu schlagen und bei einer Endrunde die Karten wieder neu gemischt werden.

Play-off-Spiele werden oft nach Tagesform entschieden. Das geht oft auch über die Tagesform einzelner Schlüsselspieler. Was erwarten Sie da von den Nationalspielern?
Kermas: Nationalspieler werden ihren Mannschaften immer Wirkung geben, bestenfalls in Form von viel Qualität am Ball auf dem Platz. Sollte die Tagesform mal nicht die beste sein werden sie ihre Mitspieler zumindest führen und für die Teamdynamik Verantwortung übernehmen. Das sollte der Anspruch aller Top-Spieler sein: Spielen den Stempel aufdrücken oder Mitspieler neben sich besser machen. Die besten schaffen beides in hoher Konstanz.

Es gibt den Videobeweis jetzt auch bei den Endrunden. Unterstützen Sie das zu 100 Prozent?
Kermas: Absolut. Ich nehme mehr Lockerheit bei den Beteiligten wahr im Wissen, dass knifflige Situationen mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig und damit fair gelöst werden. Der gute Videobeweis lebt jedoch allein von den klaren Regeln seiner Anwendung und hier hoffe ich, dass diese stets allen bekannt sind und die Einsetzung technisch einwandfrei läuft.

Etwa ein Dutzend Spieler des erweiterten WM-Kaders konnten sich nicht für die Final Four mit ihrem Clubteam qualifizieren. Ein kleiner Nachteil im Nominierungsprozess, bzw. für die Qualifizierten evtl. ein kleiner Vorteil?
Kermas: Weder noch. Entscheidend bleiben die Leistungen im Dress der Honamas und auf den Lehrgängen. Bundesliga und Endrunden sind natürlich wichtige Fingerzeige für das Abrufen von Topleistungen, doch die Messe wird anderswo gelesen.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Liga? Zurzeit ist mit Fuchs ja nur ein Spieler im Ausland aktiv…
Kermas: Die Liga ist meines Erachtens in einer normalen Übergangsphase in die nächste Generation. Viele Bundesligatrainer zeigten sich in Gesprächen nur teilweise zufrieden mit dem Gesamtniveau der letzten Saison. Aus der Ferne betrachtet sind diese Schwankungen aber normal: Der Kreis der im Kern 84er bis 87er Doppel-Olympiasieger-Jahrgänge tritt mehr und mehr kürzer in der Liga und überlässt der nächsten hoch veranlagten Generation ab Geburtsjahrgang 1992 die Führung in den Teams. Viele Mannschaften sind dieses Jahr mit stark verjüngten Kadern ins Rennen gegangen und haben teilweise sehr jungen Spielern das Vertrauen gegeben. Das ist perspektivisch genau der richtige Weg, auch wenn dies kurzfristig zu normalen Qualitätsschwankungen führt.

Krefeld betreibt außergewöhnlich hohen Aufwand für die Endrunde. Wie haben Sie das wahrgenommen?
Kermas: Ich war vor einigen Wochen in Krefeld bei einem Bundesligaspiel und dort wurde bereits viel getestet bei Sound, Technik und IT. Auch über die sozialen Medien spürt man die Vorfreude sowie den Ehrgeiz der Veranstalter, hier ein familiäres und für den CHTC vielleicht einmaliges Event auf die Beine zu stellen. Ich denke, der CHTC wird den Teams und Zuschauern ein hoch professionelles Wochenende bereiten und in enger Zusammenarbeit mit dem DHB-Marketing-Team alles anrichten für eine auch emotional tolle Endrunde.

Der Vorverkauf für die FINAL FOUR 2018 läuft über die Internetseite:

www.Feldhockey-DM-2018.de

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