Rekordmeister steht im FinaleFINAL FOUR: HTCU entthront im Halbfinale Titelverteidiger Mannheimer HC

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Rekordmeister Mülheim greift wieder nach dem Titel

FINAL FOUR: HTCU entthront im Halbfinale Titelverteidiger Mannheimer HC

09.06.2018 - Feldhockey-Rekordmeister HTC Uhlenhorst Mülheim greift wieder nach dem ersten Titel seit 1997 und dem insgesamt 17. in der olympischen Hockey-Variante auf dem Feld. In der Neuauflage eines der letztjährigen DM-Halbfinals setzten sich die Herren von der Ruhr gegen den 2017er-Meister Mannheimer HC letztlich verdient mit 2:1 (2:0) durch, weil man die Partie gegen die Kurpfälzer über weite Strecken gut kontrollierte. Nun treffen die Mülheimer im Endspiel beim Final Four in Krefeld auf den westdeutschen Dauerrivalen Rot-Weiss Köln.

Mülheims Trainer Omar Schlingemann: „Wir waren über weite Phasen der Partie ähnlich dominant wie im letzten Jahr im Halbfinale, aber dieses Mal in der Kontersicherung viel stabiler – und das auch noch in der zweiten Linie. Dadurch ist Mannheim nicht gut in sein Konterspiel gekommen. Das erste Tor gleich in der ersten Minute war zudem sehr wichtig, weil das die Position auf dem Platz komplett verändert hat. Mannheim ist ansonsten immer sehr gefährlich, weil sie aus einer einzigen Chance ihr Tor machen können. So lagen wir vorn und der MHC musste seine Taktik verändern. Wir freuen uns auf das Finale am Sonntag gegen Köln. Ein Endspiel zwischen zwei sehr starken Teams. Köln hat den Vorteil von zwei, drei Stunden mehr Regeneration. Da wird es darauf ankommen, bis zum letzten Korn alles zu geben.“
MHC-Cheftrainer Michael McCann: „Wir waren heute offenbar nicht so bereit wie Mülheim. Die haben in der ersten Hälfte fast alle Zweikämpfe offensiv und defensiv gewonnen. Da konnten wir froh sein, dass wir in der Schlussphase nur mit zwei Toren hinten lagen. Dann haben die Jungs nochmal alles reingeworfen. Allerdings hat uns die Gelbe Karte Anfang des letzten Viertels nicht gut getan. Dadurch mussten wir erstmal länger in Unterzahl überstehen, bevor wir den Keeper rausnehmen und auf Powerplay umschalten konnten. Das tat sehr weh! Insgesamt ist es aber auch so, dass uns heute die Konsequenz im Kreis gefehlt hat – und dann kannst du in einem Halbfinale nicht erfolgreich sein!“

Der HTC Uhlenhorst legte gegen den Titelverteidiger aus der Kurpfalz einen Start nach Maß hin. Ein langer Diagonalpass in den Mannheimer Schusskreis fand Malte Hellwig, der schnell mit einer satten Vorhand abzog und nach nicht einmal 60 Sekunden die Führung für Mülheim markierte. Die Mannen von der Ruhr hatten die bessere Anfangsphase, setzten sich ein wenig im Viertel der Mannheimer fest und holten die erste Ecke (13.). Aber der Ablauf passte nicht, es kam nicht zum Abschluss, aber man rettete die Situation und holte gleich noch eine Ecke. Die wurde abgelaufen, aber es sollte wegen eines Fußspiels die dritte Ecke geben. Mannheim hatte den Ball jedoch gefährlich gesehen, ließ die Szene per Video überprüfen. Doch es blieb bei der Entscheidung. Mülheim bekam die Ecke, verstoppte die aber, sodass die Gefahr für den MHC anschließend bereinigt war. Es entwickelte sich aber ein Spiel, das von beiden Seiten sehr gut organisiert war, und dass grundsätzlich ein eher ausgeglichenes war.
Auch im zweiten Viertel kam Mülheim besser ins Spiel, hatte in der 17. Minute die erste dicke Chance, doch der Ball segelte aus spitzem Winkel über die Querlatte. Uhlenhorst hatte die Mannheimer Vorstöße bis dahin gut unter Kontrolle und konnte selbst mit gutem Pass- und Umschaltspiel für Gefahr sorgen. Weil der Ball beim Mannheimer Keeper nicht mehr spielbar war, gab es die nächste Ecke für Mülheim (22.): Lukas Stumpf parierte allerdings stark mit dem Schläger gegen Lukas Windfeder. Es wurde in der Folge etwas hitzig: Mannheims Philipp Huber bekam die Zeitstrafe mit Grün für ein Foulspiel, und in der nächsten Szene gerieten Benedikt Fürk und Luca Müller aneinander – beide mussten ebenfalls für je zwei Minuten auf die Bank. Weil in dieser Szene auch Mülheims Max Godau für unsportliches Verhalten Grün gesehen hatte, ging es in Gleichzahl, aber mit mehr Platz auf dem Feld weiter. Doch wieder Mülheim zog daraus auch zählbaren Ertrag: Timm Herzbruch bekam den Ball am Kreis, setzte sich technisch stark durch. Im ersten Versuch vom Kreisrand blieb er noch hängen, aber mit dem zweiten aus etwas spitzerem Winkel traf mit der argentinischen Rückhand zum 2:0 für den HTCU (28.). Mannheim hatte sichtlich Mühe, einen roten Faden für dieses Spiel beziehungsweise ein wirksames Mittel gegen das Mülheimer Spiel zu finden.

Auch die zweite Halbzeit begann mit einer dicken Chance von Mülheims Malte Hellwig, der es nach einem langen Pass in die Spitze mit einem Lupfer über den Mannheimer Keeper versuchte, aber um Zentimeter zu weit rechts gezielt hatte (32.). Mülheim hatte das Geschehen weiter ganz gut im Griff, musste in der 36. Minute aber die erste Mannheimer Ecke hinnehmen. Doch auch die Herausgabe für den argentinischen Olympiasieger Gonzalo Peillat wurde nicht gestoppt – Chance vertan. Mannheim tat sich weiter schwer, kämpfte sich aber irgendwie rein in diese Partie. In der 45. Minute gab es Ecke Nummer zwei für den MHC: Diesmal kam Peillat zum Abschluss, verfehlte den rechten Winkel jedoch um ein paar Zentimeter.
Es war auch zu Beginn des Schlussviertels ein Spiel, das auf Mannheimer Seite von fehlenden offensiven Lösungen und auf Mülheimer Seite nun von stabiler Defensive gekennzeichnet war. Weil aber auch der MHC in der Verteidigung gut stand, wurden gefährliche Kreisszenen seltener. Doch es war weiterhin Mülheim, das das Spieltempo geschickt kontrollierte und vereinzelt die besseren offensiven Akzente setzte. Acht Minuten vor Schluss wechselte MHC-Coach Michael McCann den Keeper für einen zusätzlichen Feldspieler aus. Mit Erfolg: nach einem schnell ausgeführten Freischlag kam der Ball von der rechten Seite vor das Tor, wo Timm Haase den Schläger für den Anschlusstreffer reinhielt (55.). Mülheim ließ die Szene vom Videoschiedsrichter überprüfen, aber der Treffer zählte. Das gab noch einmal frischen Wind für die Kurpfälzer, die jetzt auf den Ausgleich drückten beziehungsweise diesen erzwingen wollten. Paul Zmyslony kam etwas überrascht an den Ball, und so verfehlte sein halbhoher Volleyschlag das Mülheimer Tor deutlich (58.). Doch in der verbleibenden Zeit wetterte Mülheim die Mannheimer Angriffe gut ab und sicherte sich den Platz im Finale.

Tore:
0:1       Malte Hellwig (1.)
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0:2       Timm Herzbruch (28.)
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-
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1:2       Timm Haase (55.)

Strafecken:
MHC 2 (kein Tor) / UM 4 (kein Tor)

Grüne Karten:
Philipp Huber (26.), Luca Müller (28.) / Benedikt Fürk (28.), Max Godau (28.)

Gelbe Karte:
Guido Barreiros (47.)

Zuschauer: 4.000

Schiedsrichter:
Johannes Berneth / Tim Meissner

Die Sport1-Highlights dieses Herren-Halbfinals gibt es hier!

Infos zu den FINAL FOUR 2018: www.Feldhockey-DM-2018.de

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