Endrunde: Enge Matches erwartetBeide Titelverteidiger konnten sich fürs FINAL FOUR in der innogy-Sporthalle in Mülheim qualifizieren

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Endrunde: Enge Matches erwartet

Beide Titelverteidiger konnten sich fürs FINAL FOUR in der innogy-Sporthalle in Mülheim qualifizieren

24.01.2019 - Am Samstag und Sonntag steigt in der innogy-Sporthalle in Mülheim die deutsche Hallenhockey-Endrunde mit den Halbfinalpartien am Samstag - erst der Damen, dann der Herren - und den beiden Endspielen am Sonntagvormittag/-mittag. Beide Titelverteidiger, die Damen des Club an der Alster und die Herren des UHC Hamburg - konnten sich für das Final-Four-Turnier qualifizieren. Die Spiele werden alle im Livestreaming bei sportdeutschland.tv gezeigt.

Vorschau 1. Halbfinale Damen: Club an der Alster – TSV Mannheim
Im 1. Halbfinale der Damen trifft der Club an der Alster auf den TSV Mannheim. Alster hat es als amtierender Hallenmeister ins Final Four geschafft und möchte den nächsten Schritt zur Titelverteidigung gehen. Trotz 30 Punkten aus zehn Spielen und unglaublichen 104 erzielten Toren, meidet Alster-Trainer Jens George den Begriff des Topfavoriten. „Es gibt mehrere Favoriten auf den Titel, alle Teams sind bärenstark. Zudem müssen wir eine Lisa Altenburg auch erst einmal ersetzen“, sagt er mit Blick auf seine wegen Schwangerschaft fehlende Top-Stürmerin.
George erwartet ein enges Spiel gegen Mannheim: „TSV spielt typisch süddeutsch. Sie haben eine super Brettabwehr, bei der es sehr schwer ist, die Lücken zu finden. Zudem haben sie ein top Pressing und sind sehr erfahren.“
Das kommende Spiel ist die Neuauflage der Halbfinals aus den Jahren 2005 und 2013. Beide Matches konnte der Club aus Hamburg für sich entscheiden, musste sich jedoch im darauffolgenden Finale jeweils geschlagen geben.
Um dieses Jahr den Titel erfolgreich verteidigen zu können, hofft George auf starke Unterstützung von den Rängen, da sich ebenfalls die Alster-Herren für die Endrunde qualifiziert haben: „Es werden sicherlich einige Alsteraner vor Ort sein, jedoch hat sich auch der TSV mit zwei Mannschaften qualifiziert. Zudem werden auch zahlreiche Düsseldorfer Fans, für die es quasi Heim-Endrunde ist, mit dabei sein.“ (YRh)

Vorschau 2. Halbfinale Damen: Mannheimer HC – Düsseldorfer HC
Im zweiten Halbfinale treffen der Mannheimer HC und der Düsseldorfer HC zum ersten Mal seit 2016 aufeinander. Damals konnte sich der MHC im Shootout knapp mit 6:4 durchsetzen. Ein genauso spannendes Duell wird die Fans am kommenden Samstag erwarten. Beide Teams sind in der bisherigen Saison ungeschlagen. „Es wird ein Match auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten das Spiel entscheiden werden“, ist sich Philipp Stahr, Cheftrainer des Mannheimer HC, sicher.
Für Stahr sind die Damen des DHC eine Truppe aus „sehr guten, eingespielten Hallenspielerinnen, welche besonders durch ihre Angriffs- und Konterstärke zum engeren Favoritenkreis gehören.“ Jedoch sieht er auch sein eigenes Team aufgrund der defensiven Sicherheit und der hervorragenden Einzelspielerinnen sehr gut für das Wochenende aufgestellt. „In der Saison gab es Höhen und Tiefen, jedoch haben wir uns bis zuletzt immer weiter gesteigert“, fasst Stahr die bisherige Saison zusammen.
Das sieht auch Nico Sussenburger, Coach des Düsseldorfer HC, ähnlich: „Der MHC ist eine Topmannschaft, die, besonders nach der Rückkehr von Cecile Pieper und Nike Lorenz aus den USA, bärenstark spielt und über eine überragende kurze Ecke verfügt.“
„Innerhalb der Mannschaft haben wir eine Top-Stimmung, haben eine sehr souveräne Saison gespielt und sind uns unserer Stärken bewusst“, gibt sich Sussenberger selbstbewusst. Das Spiel wird unfassbar eng und mit ein bis zwei Toren Unterschied entschieden - hoffentlich für uns“, lautet die Prognose des DHC-Trainers.
Eines ist sicher: Die Endrunden-Besucher können sich auf ein Halbfinale auf allerhöchstem Niveau freuen, in dem am Ende kleine Fehler das Spiel entscheiden werden. (YRh)

Vorschau 1. Halbfinale Herren: Der Club an der Alster - Münchner SC
Im ersten Herren-Halbfinale der Endrunde um 16 Uhr treffen der Club an der Alster und der Münchner SC aufeinander. Und wer sich mit Alster-Trainer Joachim Mahn unterhält, merkt schnell, warum dieser von einem Favoritenstatus absolut nichts wissen will. „Der MSC hat eine absolute Top-Hallenmannschaft, die für uns die schwerste Herausforderung der bisherigen Saison wird. Ich habe mir das Videomaterial genau angeschaut. Der Viertelfinalsieg in Berlin war sehr überzeugend. Es gibt kein Team in der Nordstaffel, das so gut verteidigt. Es wird zwischen uns eine Frage der Effizienz und Durchsetzung eigener Stärken. Die liegen bei uns in der Offensive – bei Kontern und Ecken. Dieses 50/50-Spiel gewinnen wir nur, wenn wir unsere allerbeste Leistung auf den Platz bringen.“
MSC-Trainer Patrick Fritsche hat ganz andere Probleme, als seinen Jungs die Stärke des Gegners vor Augen zu führen, damit sie das Halbfinale ernstnehmen: „Was wir bislang geschafft haben ist so unglaublich und euphorisiert das Team derart, dass wir sie einfangen mussten, damit sie nicht bereits nach Mülheim loslaufen. Wir kommen als krassester Außenseiter der letzten Jahre – aber nach dem Viertelfinale auch als unangenehmster. Eigentlich haben ja nur Felix Reuß im Tor und Marcel Meurer Endrundenerfahrung, wir haben nicht mal eine eigene Halle, in der wir trainieren können. Letztlich sind wir aber wie dieses kleine gallische Dorf...“
MSC-Keeper Reuß war bis letztes Jahr Stammtorwart des Halbfinalgegners Alster. Ihn bezeichnet Fritsche als „Energiespender“ des Teams. „Der läuft seit dem Wochenende mit einem riesigen Grinsen im Gesicht herum“, so der Coach. Sicherlich wird viel darauf ankommen, ob Reuß und sein Gegenüber Mark Appel – beide lange Zeit Konkurrenten im Kampf um einen Nationalmannschafts-Stammplatz – ihre ganze Klasse zeigen können. Während München in voller Stärke auflaufen kann, werden bei Alster die Langzeitverletzten Tobi Terber (Schulterverletzung) und Christian Reimann (Muskelbündelriss Bauchdecke) fehlen.

Vorschau 2. Halbfinale Herren: TSV Mannheim - UHC Hamburg
Das letzte Halbfinale der Endrunde in Mülheim bestreiten die Herren des TSV Mannheim und des UHC Hamburg. Auch hier sind die Äußerungen der Trainer nach dem Aufeinandertreffen im letztjährigen Viertelfinale (Gewinner UHC) vom gegenseitigen Respekt geprägt. „Während man unser Team mit dem vom letzten Jahr nicht vergleichen kann, weil bei uns viele Youngster eine viel größere Rolle spielen, ist der TSV nahezu unverändert und extrem gut eingespielt“, so UHC-Trainer Benedikt Schmidt-Busse. „Das wird ganz eng, denn der TSV ist sehr souverän Erster in der starken Südstaffel geworden. Auch wir sind nicht einfach zu schlagen. Mal schauen ob deren Defensive gegen unsere Offensivpower klarkommt. Auf jeden Fall müssen wir selbst unsere Verteidigungsleistung optimieren.“
„Ich sehe schon die beiden Hamburger Teams als Favoriten, wenn alles normal läuft“, sagt TSVMH-Trainer Alexander Vörg. „Die haben einfach viel mehr Erfahrung – für uns ist es die erste Endrunde. Allein Mo Fürste kann die UHCer ganz anders steuern, als das bei uns jemand kann. Aber wir sind extrem heiß, nachdem es im fünften Anlauf endlich geklappt hat mit der Endrundenquali. Wenn wir gut performen, wird das ein ganz enges Match, in dem die Tagesform und die Standards entscheiden werden. Die Viertelfinalniederlage im letzten Jahr hat uns in einem Punkt stark geprägt: Wie wir mit solchen Entscheidungsspielen umgehen.“
Der UHC hat nach der Endrunde noch das Highlight Europapokal in Wien am 15. bis 17. Februar. Dafür hatten sich die Helden des letztjährigen Meisterteams, das in großen Teilen aus Routiniers bestand, im Laufe der Saison über die Bundesliga wieder anbieten können. Moritz Fürste und Oliver Korntaten dies. Ob tatsächlich auch beide im internen Verdrängungskampf ihren Platz im Team erobern konnten, soll sich noch entscheiden.

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