Starke zweite Halbzeit reichteReal FOUR NATIONS CUP der Herren: Deutschland – Frankreich 6:1 (1:0)

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HONAMAS: Starke zweite Halbzeit reichte

Real FOUR NATIONS CUP der Herren: Deutschland – Frankreich 6:1 (1:0)

26.07.2018 - Mit einer klaren Steigerung nach der Pause kam Gastgeber Deutschland beim real FOUR NATIONS CUP in Düsseldorf zu einem hohen Auftaktsieg gegen Frankreich. Das DHB-Team führte vor 750 Zuschauern zur Pause zwar 1:0, hatte aber seine Probleme mit den schnellen, aggressiven Franzosen. Nach dem Wechsel erhöhten die HONAMAS kurzfristig das Tempo und es dauerte drei Minuten, ehe Timm Herzbruch seinen lupenreinen Hattrick zum 3:0 vollendete. Lukas Windfeder ließ bald das 4:0 folgen und ein Doppelpack von Niklas Wellen komplettierte das halbe Dutzend zu Beginn des Schlussviertels, ehe Frankreich mit der Schlussecke zum Ehrentreffer kam. Am Freitagabend geht es nun um 19.15 Uhr gegen Irland weiter, das sein Match zuvor gegen Olympiasieger Argentinien 1:3 verlor.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Aus meiner Sicht war das ein guter Auftakt, auch wenn wir mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein konnten, wo es auch 3:3 statt 1:0 stehen kann. Aber die Jungs haben in der Pause die richtigen Schlüsse gezogen, sind mit einer anderen Einstellung und besserem Zusammenspiel aufs Feld gekommen und haben offensichtlich die richtigen Hebel gefunden, um mit zwei Zwischenspurts zu einem klaren Ergebnis zu kommen. Gegen Irland morgen brauchen wir so eine lange schlechtere Phase aber nicht. Da erwarte ich, dass wir das konsequenter durchziehen.“
Timm Herzbruch: „Ich fand die erste Halbzeit nicht zufriedenstellend. Da standen wir nicht gut, Frankreich hatte sogar gefühlt ein Chancenplus. In der zweiten Hälfte machen wir das viel besser, nutzen unsere Konter sehr konsequent. Und natürlich fühlt sich das 6:1 gut an, ebenso wie ein eigener Hattrick. So darf es gern weitergehen.““                
Tobias Hauke: „Das war ein guter Auftakt, da wir erst eine Trainingseinheit nach der Japan-Reise hatten. Spielerisch sollte noch mehr gehen, vor allem, wenn man sich die Dominanz über 60 Minuten anschaut und die Qualität der anderen Gegner in Betracht zieht.“
Tobias Walter: „Phasenweise haben wir ordentlich gespielt. In der ersten Halbzeit aber haben wir zu viele Torschüsse zugelassen, aber es war trotzdem ein gutes Spiel und wir haben mal viele Tore aus dem Feld heraus geschossen.“

Frankreich zeigte gegen den Olympia-Dritten zu Beginn wenig Respekt, setzte selbst auf offensive Aktionen. Doch dann war bereits die erste richtig gute Aktion, die zur Führung der HONAMAS führte. Ein Angriff über Johannes Grosse wurde bis vor Tor vorgetragen, wo Timm Herzbruch aus sechs Metern von halblinks einschlenzte (3.). Frankreich nicht geschockt, kam zweimal zu Aktionen im deutschen Kreis, jedoch nicht zum klaren Abschluss. Auf der anderen Seite scheiterte Timur Oruz nach Linksangriff an Keeper Thieffrey (6.).
Danach konnten die Franzosen die Deutschen gut aus dem eigenen Kreis fernhalten und zeigten mehrfach gutes Umschaltspiel vor allem über Masson und den jungen Goyet über die Mittelspur. In der 15. Minute sah Timur Oruz für ein Foul an Goyet Grün, so dass die Deutschen in den ersten zwei Minuten des zweiten Viertels in Unterzahl waren. Die überstanden die HONAMAS jedoch ohne Probleme, auch weil Frankreich soch noch nicht zu unüberlegtem Pressing locken ließ. Wieder vollständig holte Grambusch eine gute Chance für Staib heraus, der aber aus kurzer Distanz an Thieffey scheiterte. Kurz darauf war es Didi Linnekogel, der mit einem Drehschuss das Tor knapp links verfehlte (19.).
Die Franzosen immer noch sehr schnell im Umschaltspiel, was auch ihnen immer mal wieder Offensivaktionen ermöglichte, die aber zumeist am deutschen Kreis gestoppt wurden. Auf der anderen Seite war es dann Christopher Rühr, der sich rechts im Kreis toll durchsetzte und seinen Drehschuss weniger Zentimeter rechts neben das Tor schlug (23.). Tobias Walter musste in der 26. Minute erstmals ran, als ein Franzose über die Hundekurve vor ihm auftauchte. Dann verzog ein Gästestürmer von halbrechts links am Tor vorbei (27.). So richtig zufrieden wirkten die Deutschen zur Pause trotz der Führung nicht, da die Franzosen ihnen das Leben viel schwerer machten, als sie es sich vorgestellt hatten.

Und zu Beginn der zweiten Hälfte ging es dann so schnell, dass die Zuschauer noch gar nicht alle auf ihren Plätzen waren. Eine Flanke von rechts blockte der Mülheimer am kurzen Pfosten ein (31.). Kurz darauf hätte Florian Fuchs bereits das 3:0 machen müssen, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Thieffrey. Rühr traf dann nur das Außennetz (33.). Doch der Druck und das Tempo der Deutschen war nun zu hoch für die Gäste. Herzbruch komplettierte im Nachschuss unter die Latte zum 3:0 (34.).
Bene Fürk erarbeitete dann die erste Ecke, aus der eine Folgeecke resultierte, und die schweißte Lukas Windfeder unhaltbar in die obere rechte Torecke ein (36.). Mats Grambusch hatte nach Solo eine weitere gute Chance, scheiterte aber aus kurzer Distanz (37.). Ein Fuß von Tobias Hauke brachte dann auch die erste Ecke für Frankreich (41.), aus der ebenfalls eine weitere resultierte, doch da holte Tobias Walter den Ball stark aus der unteren linken Ecke. Adrien Coffigniez hatte kurz darauf eine Rückhand-Schusschance von links, schoss aber klar drüber.
Dieter Linnekogel sah dann Grün, musste auf die Strafbank (44.). Da saß er auch noch zu Beginn des letzten Viertels, als Kermas Victor Aly für Tobias Walter im deutschen Tor brachte. Und trotz Unterzahl trugen die Deutschen einen Angriff durch die Mitte perfekt vor. Timur Oruz bereitete mit tollen Solo vor und Niklas Wellen blockte halbhoch links zum 5:0 (46.) ein. Nach Balleroberung im Mittelfeld war es dann erneut Wellen, der vom rechten Kreisrand humorlos und hart ins untere linke Eck zum 6:0 (49.) vollendete.
Wellen prüfte in der 52. Minute erneut mit einer hohen Rückhand Thieffrey, doch der Gästekeeper blieb diesmal Sieger. Und Thieffrey beendete in der 56. Minute auch ein unwiderstehliches Herzbruch-Solo mit einer Glanztat. Die Franzosen waren in der Schlussphase bemüht, zumindest noch einen Treffer zu machen, hatten mit Abpfiff auch noch eine Ecke, die Charles Masson am linken Pfosten zum 1:6-Ehrentor einstach. (Fotos: DHA / Ariane Schirle)

Tore:
1:0      Timm Herzbruch (3.)
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2:0      Timm Herzbruch (31.)
3:0      Timm Herzbruch (34.)
4:0      Lukas Windfeder (KE, 36.)
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5:0      Niklas Wellen (46.)
6:0      Niklas Wellen (49.)
6:1      Charles Masson (KE, 60.)

Ecken:
GER 2 (1 Tor) / FRA 3 (1 Tor)

Karten:
GER 2 (Oruz, 15., Linnekogel, 44.) / FRA –

Schiedsrichter:
Federico Silva (ARG) / Ian Diamond (SCO)

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