1.BL: "Frühstart" der HerrenAm Wochenende, 23./24. März, finden in Mülheim und Hamburg fünf Nachholspiele statt

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1.BL: "Frühstart" der Herren

Am Wochenende, 23./24. März, finden in Mülheim und Hamburg fünf Nachholspiele statt

20.03.2019 - Am Wochenende legt die 1. Bundesliga der Herren einen „Frühstart“ hin. Fünf neu angesetzte oder verlegte Spiele werden ausgetragen. Dabei reisen die rheinischen Lokalrivalen Düsseldorfer HC und RW Köln zu einem Doppel-Wochenende beim Hamburger Polo Club und Club an der Alster nach Hamburg.

Ein einzelnes, im Herbst wegen Unwetters nicht ausgetragenes Nachholspiel bestreiten der amtierende Meister Uhlenhorst Mülheim und der HTHC am Samstag. Dort hofft der HTCU den Vorsprung auf die Harvestehuder in der Tabelle auf sieben Punkte anwachsen zu lassen, wie Trainer Omar Schlingemann sagt: „Aber das wird nicht einfach gegen ein sehr griffiges Team mit einem Top-Trainer. Doch bei uns herrscht der klare Wille zu zeigen, dass wir es besser können als in der schlechten Hinrunde. Wir sind dafür gut unterwegs, haben uns gut entwickelt.“

Neu im Team der Ruhrstädter ist der kanadische Nationalspieler Sukhi Panesar, der im Mittelfeld die Lücke schließen soll, die Jan Nitzschke hinterlassen hat. Ansonsten wird den Mülheimern Julius Meyer fehlen, der sich beim Pro-League-Einsatz mit den HONAMAS verletzte. „Irgendwie geht es nie ganz ohne Verletzung, wenn wir Spieler bei der Nationalmannschaft dabei haben“, so Schlingemann, der aber auch betont. „Das Monitoring der individuellen Belastungen wird insgesamt immer besser in der Abstimmung mit der Nationalmannschaft.“

Beim Gegner Harvestehude wird Doppel-Olympiasieger Tobias Hauke nach seiner Knie-OP wohl noch lange fehlen. „Es ist aber gut, dass wir darüber jetzt Gewissheit haben“, so Trainer Christoph Bechmann. „Das hat uns nun lange genug beschäftigt. Unser Kader ist klein, aber es sind sonst alle fit. Auch wenn wir wissen, dass Mülheim vielleicht einen Tick besser aufgestellt ist, werden wir da voll auf den Gewinn von drei Punkten gehen und alles reinwerfen.“

Beim Düsseldorfer HC stehen die Zeichen vor der Reise nach Hamburg nicht allzu gut. Ausgerechnet Leitwolf Dominic Giskes fällt mit Mittelfußbruch aus. Mit Christian Tanck wird einer der wichtigsten Offensivleute wegen Achillessehnenproblemen ebenfalls fehlen. „Dafür haben wir mit Clemens Oldhafer und Luis Knisel zwei wichtige Stützen zurück, die in der Hinrunde noch gefehlt haben“, so Trainer Mirko Stenzel. Für den 29-Jährigen startet in Hamburg die Abschiedstour als Coach der DHC-Herren. Er hat bekannt gegeben, dass er zum Saisonende dieses Amt niederlegt.

Auch bei Tabellenführer Rot-Weiss Köln wird in Hamburg ein wichtiger Spieler fehlen. Christopher Rühr soll sich Zeit nehmen, seine muskulären Probleme im Oberschenkel auszukurieren. Ansonsten kann André Henning auf alle seine Nationalspieler zurückgreifen. „So beeinträchtigt wie jetzt war die Vorbereitung allerdings noch nie“, so Henning, der für die Pro League ein sehr großes Kontingent abstellen musste. „Das hat Vor- und Nachteile. Viele Führungsspieler sind jetzt schon ganz schön lange im Feldhockey unterwegs und auf einem sehr hohen Leistungsstand für den frühen Saison-Zeitpunkt. Sie könnten die anderen mitreißen. Aber wir sind als Team kaum eingespielt. Da fehlen Mechanismen.“

Das wird man beim Samstagsgegner Club an der Alster natürlich versuchen auszunutzen, obwohl auch Jo Mahn auf drei Nationalspieler in der Vorbereitung verzichten musste. Der Trainer-Routinier, der bis zur nächsten Saison, wenn Doppel-Olympiasieger Sebastian Biederlack das Herrenteam übernimmt, noch kommissarisch den Tabellenzehnten betreut, gewann mit den Alster-Herren ja gerade die deutsche Hallenmeisterschaft. Die Euphorie und der Schwung, den dieses Erfolgserlebnis mitgebracht hat, soll bei Alster in die Feldrunde hineingetragen werden, um sich möglichst bald aus dem Tabellenkeller abzusetzen.

Beim Hamburger Polo Club waren es mit Mathias Müller und Constantin Staib immerhin noch zwei Pro-League-Teilnehmer die in der Vorbereitung gefehlt haben. „Aber das ist ja normal für Vorbereitungen“, zeigt sich Matthias Witthaus entspannt. „Tomas Prochazka und Jojo Fröschle konnten auch nicht bei allen Maßnahmen dabei sein. Wir hatten trotzdem eine gute Vorbereitungszeit, unter anderem in Barcelona und Mannheim. Wir haben uns spielerisch zur ersten Saisonhälfte, in der wir vor allem kämpferisch sehr überzeugt haben, deutlich weiterentwickelt. Ob das gleich für die richtigen Ergebnisse sorgt, bleibt abzuwarten. Ich wäre mit drei Punkten aus diesem Wochenende schon zufrieden, weil es uns weiter in Schlagdistanz zur Spitzengruppe halten würde.“

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