Start der 1. Bundesliga DamenVorn werden vier dominante Teams erwartet / Aber auch die Neuen werden viel Spaß machen

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Start der 1. Bundesliga Damen

Vorn werden vier dominante Teams erwartet / Aber auch die Neuen werden viel Spaß machen

29.08.2018 - Nachdem die Herren-Bundesliga bereits einen nicht ganz kompletten Spieltag absolviert hat, steigt nun am Wochenende die Damen-Bundesliga gleich mit einem Doppel-Spieltag in die Saison 2018/2019 ein. Wenn man mit Trainern und Spielerinnen spricht, steht ein Thema ganz oben: Wird sich die Zwei-Klassen-Gesellschaft in dieser Saison noch weiter manifestieren? Die Dominanz von Club an der Alster, UHC, Mannheimer HC und Düsseldorfer HC war in der letzten Saison schon sehr deutlich. Extrem früh hatte sich deren Endrunden-Teilnahme herauskristallisiert.

Schaut man auf die Entwicklung innerhalb dieser Teams, kann man erwarten, dass sich der Trend verstärkt. Der MHC hat seinen Kader erheblich verstärkt. Gleich vier Stammspielerinnen der „Las Leonas“, der argentinischen Nationalmannschaft sind dort jetzt im Team. Und das nicht irgendwelche! Lucina von der Heyde (Abwehr), Florencia Habif (Mittelfeld) und Martina Cavallero (Sturm) besetzen im Nationalteam Schlüsselpositionen. Die deutschen Nationalspielerinnen wie Nike Lorenz oder Cecile Pieper haben zuletzt ganz starke Entwicklungen gezeigt. Und nun ist mit Pia Oldhafer neben Camille Nobis im Sturm eine weitere „Knipserin“ dazugekommen.
Doch auch die Hamburger Top-Teams haben sich sehr verstärkt. Beim UHC sind mit Teresa Martin Pelegrina und Amelie Wortmann zwei ganz starke Auswahlspielerinnen dazugekommen. Zudem ist Charlotte Stapenhorst – ebenfalls mit einer tollen Entwicklung – aus der niederländischen Hoofdklasse zurückgekehrt. Die Irin Nicola Evans kehrte mit einer WM-Silbermedaille zum UHC zurück. Und bei Alster hat man mit der britischen Olympiasiegerin Suzanna Townsend eine riesige Verstärkung für die Abwehr gewinnen können. Nationalstürmerin Hannah Gablac macht den Sturm um Lisa Altenburg noch unberechenbarer.

Düsseldorf hat außer der irischen Nationalspielerin Deirdre Duke nur eigenen Nachwuchs hochgezogen, kann aber auf eine stark besetzte, gut eingespielte Mannschaft setzen, in der man jetzt auch wieder die letzte Saison noch wenig in Erscheinung getretenen Langzeitverletzten Olympia-Bronzegewinnerinnen Annika Sprink und Lisa-Marie Schütze beachten muss. Es stellt sich die Frage, wer diesen vier Top-Teams wirklich gefährlich werden kann. Der HTHC vielleicht, der mit David Plewa als neuem Trainer, etlichen jungen Neuzugängen, wie der jüngeren Martin-Pelegrina-Schwester Marisa und zwei neuseeländischen und einer japanischen A-Nationalspielerin ganz schwer ausrechenbar sein wird.

Der Berliner HC hat letzte Saison unter Florian Keller eine starke Entwicklung genommen und setzt auf Kontinuität. RW Köln hat einige Abgänge zu verzeichnen und kommt mit einem sehr jungen, talentierten Kader in diese Saison. Auch beim MSC steht die Nach-Hannah-Krüger-Ära an, für Trainer André Schriever auch keine leichte Aufgabe. Bei Uhlenhorst Mülheim hat Jan Gehlen von Mark Spieker übernommen. Das junge Team wird wohl ebenso erst einmal gegen den Abstieg spielen wie der TSV Mannheim, der ebenfalls einige Talente aus der eigenen Jugend hochzieht.

Spannend sind die beiden Aufsteiger aus der 2. Liga, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Gemeinsamkeit ist, dass beide erstmals seit der Eingleisigkeit der Bundesliga zum Hockey-Oberhaus gehören und dass der Aufstieg im letzten Jahr recht souverän war. Doch das war es dann auch schon. Die Wespen gehörten zuvor, seit Einführung der 2. Bundesliga 2003 zu deren „Inventar“ – schnupperten ein, zwei Mal auch schon am Aufstieg, aber landeten oft im Mittelfeld. 2018 dann gelang das Kunststück des Erstliga-Aufstiegs. Mit zwei malaysischen Nationalspielerinnen bietet der Kader der Berlinerinnen sicher die ungewöhnlichste Verstärkung der Saison.
Ganz anders das „Projekt“, das der langjährige Erfolgstrainer der UHC-Herren Martin Schultze mit einigen Mitstreitern im Hintergrund beim Bremer HC aufgezogen hat. 

Eine außergewöhnlich talentierte Mädchen-A-Mannschaft bildete an der Weser den Grundstock für das Projekt 1. Bundesliga. Das Team wurde mehrfach deutscher Meister in verschiedenen Altersklassen. Der Unterbau wurde zudem ebenfalls verstärkt. 2014 stiegen die Damen aus der 4. Liga in die Regionalliga Nord auf, brauchten dort einen Zwischenschritt, um 2016 in die 2. Bundesliga aufzusteigen, um dann wieder zwei Jahre später die Erstklassigkeit bejubeln zu dürfen. Dass man inzwischen eben nicht mehr allein mit einer herausragenden eigenen Jugend im Oberhaus bestehen kann, weiß auch Schultze, der das Team daher mit zwei Argentinierinnen, zwei Südafrikanerinnen und einer Irin verstärkt hat und auch ansonsten zwei, drei gute Erstliga-Spielerinnen noch zum BHC locken konnte.

Es wird also fraglos sehr interessant, wie sich die neuen und die neu formierten Teams in dieser stärker gewordenen 1. Bundesliga einordnen und ob die vier Top-Teams den Erwartungen, was ihre Dominanz in der Liga betrifft, gerecht werden können.

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