ERGO Masters: Interview mit Peter von RethDer Umpires Manager über die besonderen Anforderungen für die Olympia-Schiedsrichter in Düsseldorf

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ERGO Masters: Interview mit Peter von Reth

Der Umpires Manager über die besonderen Anforderungen für die Olympia-Schiedsrichter in Düsseldorf

Das vorolympische Vier-Nationen-Turnier ERGO Masters in Düsseldorf ist nicht nur für die teilnehmenden Teams die letzte Gelegenheit, sich für das bevorstehende Hockey-Turnier in Rio de Janeiro den letzten Schliff zu holen. Auch für die Schiedsrichter bietet sich hier nochmal die Chance, sich auf Olympia vorzubereiten. Mit dem Inder Javed Shaikh, Martin Madden aus Großbritannien und Coen van Bunge aus den Niederlanden werden in Düsseldorf gleich drei Unparteiische auflaufen, die auch für Olympia nominiert sind. Und auch das Damen-Spiel am Donnerstag wird mit Fanneke Alkemade (NED) und Laurine Delforge (BEL) von zwei Olympia-Schiedsrichterinnen geleitet. Umpires Manager Peter von Reth weiß, worauf es so kurz vor dem Start ankommt.

Wie wichtig ist so ein Turnier wie das ERGO Masters für die Olympia-Vorbereitung der Schiedsrichter? Ist das auch für sie ein letzter Härtetest?
Ein Härtetest ist es jetzt nicht, aber für manche Schiedsrichter die letzte Gelegenheit, sich noch einmal auf Rio vorzubereiten. In den meisten Ländern sind die nationalen Ligen vorbei, sodass es nicht mehr viele Möglichkeiten gibt zu pfeifen. Man muss sich Turniere suchen, um im Rhythmus zu bleiben. Einladungsturniere wie jetzt in Valencia oder in Düsseldorf sind dafür ideal, aber da können eben nur wenige Schiedsrichter eingesetzt werden. Deswegen haben wir als Neutral Umpire auch einen Mann aus Indien bekommen, der in seinem Land einfach keine Chance mehr hat, auf hohem Niveau Einsätze zu bekommen. Und es ist schon deutlich zu merken, wenn ein Schiedsrichter zwei Monate kein Spiel mehr geleitet hat.

Unser deutscher Schiedsrichter in Rio, Christian Blasch, ist in Düsseldorf aber nicht mit dabei…
Christian ist gerade beim 6-Nationen-Turnier in Valencia im Einsatz. Das passte für ihn besser. Die Schiedsrichter sind ja keine Profis, haben noch einen Hauptjob und eine Familie, mit der sie vor Olympia auch noch einmal Zeit verbringen wollen. Christian war in diesem Jahr wirklich schon viel international unterwegs. Er wird sicher bestens vorbereitet nach Rio fahren. Da sehe ich überhaupt kein Problem.

Worauf müssen Sie als Umpires Manager in Düsseldorf vor allem bei den Olympia-Kandidaten achten?
In erster Linie müssen wir die Schiedsrichter bestmöglich unterstützen, ihre Leistungen aber auch sehr kritisch beobachten. Wenn man an der Spitze sein will, muss man sich gegebenenfalls auch mal harte Kritik anhören. Die Bewertungen aus Düsseldorf gehen natürlich auch an die Verantwortlichen für das Olympische Hockey-Turnier. Jede Leistung wirkt sich auf die künftige Laufbahn aus. Das ist genauso wie bei den Spielern. Der Druck ist natürlich hoch, aber die Schiedsrichter, wie wir beim ERGO Masters haben, sind alle gut. Da erwarte ich eigentlich keine Probleme.

Die Anforderungen an die Schiedsrichter sind in den letzten Jahren ja nicht kleiner geworden. Trainer sind verkabelt, alles wird unheimlich schnell analysiert. Muss man solche Situationen auch besonders trainieren?
Das ist schwer zu trainieren. Da geht es eher darum, die Schiedsrichter entsprechend auf diese Gegebenheiten vorzubereiten. Das gehört jetzt eben zu diesem Sport dazu. Aber es ist schon eine andere Art von Druck, der gemeistert werden muss. Der Video Operator jedes Teams weiß oft sofort, ob die Wiederholungsecke jetzt gerechtfertigt ist oder nicht, und sofort weiß es auch die Bank. Es gibt aber auch viele Spiele, wo das gar nicht spürbar ist, weil von Trainern oder Spielern nichts kommt. Ich sehe darin kein Problem. Die meisten Schiedsrichter kennen diese Gegebenheiten mittlerweile.

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