Neue HochschulmeisterDie neuen Titelträger kommen von der Uni Heidelberg (Damen) und der TU Berlin (Herren)

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Neue Hochschulmeister

Die neuen Titelträger kommen von der Uni Heidelberg (Damen) und der TU Berlin (Herren)

08.04.2019 - Mit den vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) für Damen und Herren ausgeschriebenen Deutsche Hochschulmeisterschaften im Hallenhockey wurden am 23./24. März vom Hochschulsport der Uni Bonn in Kooperation mit dem Bonner THV die wohl letzten Entscheidungen der Hallensaison 2018/19 ausgerichtet.

Nachdem die Uni Bonn 1948 bei der Feldmeisterschaft ihren ersten Titel gewonnen hatte, später für sehr viele Jahre den adh verlassen hatte und daher den Meisterschaften fernbleiben musste, kehrte sie im Hockey zunächst als Teilnehmer und jetzt auch wieder als Ausrichter einer Meisterschaft zurück. Dem Hochschulsport der Universität stand neben der städtischen Wasserlandhalle beim benachbarten Bonner THV nicht nur eine zweite Hockeyhalle zur Verfügung, sondern mit Kay Milner und seinem Orga-Team auch ein sehr umsichtiger und freundlicher Gastgeber zur Seite.   

Trotz des recht späten Termins bei dem für sehr viele Hockeyspieler schon die Fortsetzung der Feldsaison 2018/19 bzw. die Vorbereitung anstand, nutzten doch noch erfreuliche 14 Teams von 10 verschiedenen Hochschulen von Hamburg bis Berlin und Tübingen die Chance, sich den Hochschultitel zu holen. Um an den zwei Turniertagen einen sportlich fairen, aber auch interessanten Wettbewerb zu bestreiten, mussten im Damen- wie im Herrenwettbewerb in einer Runde „jeder gegen jeden“ jeweils 21 Spiele über eine „Halbzeit“ und drei abschließende Platzierungspartien absolviert werden. Mit sieben Spielen, verteilt über den Samstagnachmittag und den Sonntagvormittag, wartete auf jedes Team am Semester- bzw. Saisonende noch ein richtiges Mammutprogramm.

Bei den Damen setzten sich die Siegerinnen von der WG Heidelberg schon in der Vorrunde erkennbar ab, mussten dann aber im Finale gegen die Uni Bayreuth ins Penalty-Schießen um mit 3:1 ihren knappen Vorrundensieg (4:3) zu bestätigen. Sehr ausgeglichen zeigte sich das Feld der übrigen Damenteams. Entsprechend knapp mit einem 1:0 gegen die WG Darmstadt erkämpfte sich die Uni Wuppertal die adh-Siegernadeln in Bronze und Karlsruhe und Bonn teilten sich mit 0:0 den 5. Platz. Aber auch Tübingen fiel nicht ab, denn die teilweise sehr knappen Ergebnisse der Vorrunde hätten durchaus für sie ausgehen können.

Bei den Herren musste sich die WG Bonn 1 als Erstplatzierter der Vorrunde im Finale der TU Berlin doch noch und sogar überraschend deutlich geschlagen geben nachdem man sich in der Vorrunde unentschieden 4:4 getrennt hatte. Den Berlinern, die wie sie sagten, hochmotiviert ins Turnier gegangen waren, nachdem sie am Freitagabend in den Geburtstag eines Mitspielers reinfeiern konnten, schienen nach souveränem Beginn die Kräfte zu schwinden. Aber mit einem schwer erkämpften 1:0 gegen das Team Bonn 2 fanden sie wieder ins Turnier zurück und konnten sich dann schon im letzten Vorrundenspiel für das Finale richtig warm spielen, mit einem 6:3 Erfolg gegen das Team der WG Hamburg, das komplett von der HSBA Hamburg gestellt wurde. Im Finale ließen die Berliner, die alle bei TuS Lichterfelde in der 2. Bundesliga spielen, gegen das Team 1 der WG Bonn  von Anfang an nichts anbrennen und sicherten sich mit einem klaren 5:1 die goldenen adh-Siegernadeln und damit einen weiteren Titel. Auch das Feldfinale 2018 in Mülheim-Kahlenberg hatte die TU gewinnen können, damals aber nur mit Spielern des SC Charlottenburg, ebenfalls aus der 2. Bundesliga. Platz 3 sicherte sich die Uni Tübingen mit 8:3 gegen Bonn 2 und als gemeinsamer Fünfter trennten sich Karlsruhe und Hamburg nach einem 0:0. Von vornherein auf verlorenem Posten war die WG Jena, die nur in Unterzahl anreisen konnte und in sportlich fairer Weise insbesondere gegenüber dem Ausrichter ihrer Meldung nachkam, nachdem sich ein 6. Spieler am Vorabend verletzt hatte. Dadurch wurde auch der ausgeklügelte Spielplan gerettet, der sogar die Verspätung des Hallenwartes der Wasserlandhalle vom Samstagmittag bis zum Beginn des gemeinsamen Abendessens ausgleichen konnte.

Nicht nur in diesem Fall wurde die sportliche Fairness wieder einmal sehr groß geschrieben: So gab es nur eine kleinere Verletzung und ein Verständigungsproblem zum Einsatz einzelner Torhüterinnen konnte einigermaßen befriedigend beigelegt werden.

Die zur Feldsaison entfallende Regel anstelle eines Torhüters einen Feldspieler mit Torwartrechten einsetzen zu können, schienen viele Teams noch ein letztes Mal richtig ausnutzen zu wollen, was den beiden siegreichen Teams aus Heidelberg und Berlin am bestens gelang. Ohne Torhüter zu spielen, waren aber weniger taktische Überlegungen: Eine gleichbleibende, eher rückläufige Zahl studierender Hockeyspieler in Deutschland verteilt sich heute auf eine erheblich gestiegene Anzahl staatlicher und privater Hochschulen. Es wird daher nicht nur immer schwieriger Torhüter, sondern überhaupt ausreichend Spieler für Mannschaften zu finden.  
                                                                                                                                                                               Dr. Hans-Werner Schrader, Disziplinchef Hockey im adh  

Bild oben: Uni Heidelberg
v.l.: Julia Schneider, Isabel Golland, Nina Rolfs, Evelyn Schott, Anna Knobling, Jessica Hagmann.

Bild unten: TU Berlin
v.l.: Yannis Szymanski, Nico Schramm, Max Borrmann, Benjamin Schewe, Jasper Windirsch, Julius Kortenkamp, Frederick Eger.

Vorrunde Herren:
WG Karlsruhe – WG Bonn1  1:3
Uni Tübingen – WG Bonn2  1:2
WG Hamburg – WG Jena 5:2
TU Berlin – WG Karlsruhe 3:0
WG Jena – Uni Tübingen 1:8
WG Bonn1 – WG Bonn 2 3:2
WG Tübingen – WG Hamburg 5:1
WG Jena – TU Berlin 3:12
WG Bonn2 – WG Karlsruhe 1:3
WG Bonn1 – TU Berlin 4:4
WG Jena – WG Bonn2  0:6
WG Karlsruhe – WG Hamburg 1:0
TU Berlin – Uni Tübingen 3:3
WG Hamburg – WG Bonn1  0:2
Uni Tübingen – WG Karlsruhe
TU Berlin – WG Bonn2  1:0
WG Bonn1 – WG Jena 7:0
WG Bonn2 – WG Hamburg 2:0
Uni Tübingen – WG Bonn1  2:4
WG Karlsruhe – WG Jena 4:2
WG Hamburg – TU Berlin 3:6

Stand nach der Vorrunde:

  • WG Bonn 1        23: 9 Tore 16 Pkte
  • TU Berlin            29:13 Tore 14 Pkte
  • Uni Tübingen    22:11 Tore 10 Pkte
  • WG Bonn 2        13:  8 Tore  9 Pkte
  • WG Karlsruhe      9:12 Tore  9 Pkte
  • WG Hamburg      9:18 Tore  3 Pkte
  • WG Jena               8:42 Tore  0 Pkte  

Platzierungen Herren:

Platz 7: WG Jena
Platz 5: WG Karlsruhe – WG Hamburg  0:0
Platz 3: Uni Tübingen  – WG Bonn2   8:3
Platz 1/Deutscher Hochschulmeister 2019: TU Berlin – WG Bonn1  5:1     


Vorrunde Damen:
WG Darmstadt – Uni Wuppertal 0:0
WG Bonn – WG Karlsruhe 0:2
Uni Tübingen – WG Heidelberg 2:4
Uni Bayreuth – WG Darmstadt 3:0
WG Heidelberg – WG Bonn 1:2
Uni Wuppertal – WG Karlsruhe 0:0
WG Bonn – Uni Tübingen 2:2
WG Heidelberg – Uni Bayreuth 4:3
WG Karlsruhe – WG Darmstadt 1:2
Uni Wuppertal – Uni Bayreuth 2:0
WG Heidelberg – WG Karlsruhe 2:0
WG Darmstadt – Uni Tübingen 2:1
Uni Bayreuth – WG Bonn 2:1
Uni Tübingen – Uni Wuppertal 1:6
WG Bonn – WG Darmstadt 0:2
Uni Bayreuth – WG Karlsruhe 3:1
Uni Wuppertal – WG Heidelberg 0:2
WG Karlsruhe – Uni Tübingen 2:0
WG Bonn – Uni Wuppertal 1:1
WG Darmstadt – WG Heidelberg 0:2
WG Tübingen – Uni Bayreuth 1:5

Stand nach der Vorrunde:

  • WG Heidelberg 15: 7 Tore 15 Pkte
  • Uni Bayreuth    16: 9 Tore 12 Pkte
  • WG Darmstadt    6: 7 Tore 10 Pkte
  • Uni Wuppertal     9: 4 Tore  9 Pkte
  • WG Karlsruhe       6: 7 Tore  7 Pkte
  • WG Bonn               6:10 Tore  5 Pkte
  • Uni Tübingen        7:21 Tore  1 Pkte

Platzierungen Damen:

Platz 7: Uni Tübingen
Platz 5: WG Karlsruhe – WG Bonn 0:0
Platz 3: Uni Wuppertal – WG Darmstadt 1:0
Platz 1/Dt. Hochschulmeister 2019: WG Heidelberg – Uni Bayreuth 3:1 n.P.


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