Nun Finale gegen OlympiasiegerReal FOUR NATIONS CUP der Herren: Deutschland – Irland 4:0 (0:0)

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WM: Europameister geschlagenMittwoch, 5. Dezember, Vorrunde: Deutschland – Niederlande 4:1 (1:1)

WM: Solider Start mit 1:0-SiegSamstag, 1. Dezember, Vorrunde: Deutschland – Pakistan 1:0 (0:0)

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HONAMAS: Jetzt ein „Finale“ gegen den Olympiasieger

Real FOUR NATIONS CUP der Herren: Deutschland – Irland 4:0 (0:0)

27.07.2018 - Mit einem klaren 4:0-Erfolg über Irland haben die deutschen Herren beim real FOUR NATIONS CUP in Düsseldorf die Führung im Gesamt-klassement übernommen. Da Argentinien zuvor gegen Frankreich ebenfalls mit 2:1 gewann, kommt es am Sonntag um 11.45 Uhr auf der Anlage des Düsseldorfer HC (Am Seestern) nun zu einem „Finale zwischen den beiden verlustpunktfreien Teams. Mats Grambusch, Timm Herzbruch und Niklas Wellen (2) trafen in der durch das überragende Konterspiel der Deutschen geprägten zweiten Halbzeit für die HONAMAS.

 Bundestrainer Stefan Kermas: „Insgesamt war das heute eine wirklich gute Leistung, auch weil die Iren ja über viele Spiele bewiesen haben, wie unangenehm sie sein können. Die erste Halbzeit war schon wieder etwas schwächer, aber auch da hatten wir letztlich ein Chancenplus und waren überlegen. Nach der Pause haben die Jungs dann sehr stark den Turbo gezündet. Irland hatte dann keine klare Chance mehr. Das war heute auch eine gute mentale Belastung bei der Hitze, der kurzen Spielverzögerung und gegen einen Gegner, der lange sehr aggressiv gegengehalten hat. Die Mannschaft hat dabei keine Unruhe aufkommen lassen, sondern sich den Sieg durch viele gut herausgespielte Kontersituationen klar verdient – und das zu Null, was nochmal ein kleines i-Tüpfelchen ist.“
Niklas Wellen: „Wir haben uns generell vorgenommen, so wie die Belgier bei der Fußball-WM, als Team noch mehr auch unsere Stärke zu setzen, und das ist das Konterhockey. Da haben wir zurzeit vielleicht das beste Setup aller Teams. Es geht nicht immer nur um Ballbesitzhockey und Kontrolle, sondern wir wollen den Ball auch häufiger mit direktem Spiel schnell laufen lassen. Und das war heute erfolgreich!“
Didi Linnekogel: „Wir haben uns am Anfang wieder etwas schwergetan. Das kennen wir aber schon gegen die Iren, gegen die es oft nicht viel Spaß macht zu spielen. So gut, wie wir in der zweiten Halbzeit aber den Ball haben laufen lassen, haben wir auch in der Höhe verdient 4:0 gewonnen. Das ist gegen die Iren ein sehr gutes Ergebnis und es war auch ein guter nächster Schritt auf dem Weg zur WM. Jetzt wollen wir am Sonntag gegen Argentinien aber auch das letzte Spiel hier gewinnen. Auf das Match freuen wir uns sehr!“
Martin Häner: „Gegen Argentinien werden wir zwei konstante Halbzeiten auf hohem Niveau brauchen – das ist nochmal ein ganz anderes Spiel. Ich bin aber heute mit diesem Erfolg gegen ein so athletisch starkes und mannschaftlich geschlossenes Team wir Irland sehr zufrieden.“

Nach einer Phase des Abtastens war es Marco Miltkau, der die erste Großchance hatte, als er von links eingesetzt wurde und am Kreisrand frei zum Schuss kam, aber leicht links verzog (5.). Eine Minute später holten die HONAMAS die erste Ecke heraus. Die wurde aber verstoppt. Die Deutschen in dieser Phase mit klarer Kontrolle, schnürten die Iren oft ein, aber kamen noch zu keinen hochkarätigen Abschlusschancen. Die Iren hatten eine erste kleine Chance, als Alan Sothern an einer scharfen Rechtsflanke vor Tobias Walter verpasste (10.). Ansonsten dominierten die Deutschen, die geduldig nach einer Lücke in der sehr tief stehenden irischen Deckung suchten.
30 Sekunden vor der ersten Viertelpause bekam Dan Nguyen einen Ball aus kurzer Distanz in den Körper, musste kurz draußen behandelt werden. Es ging mit dem 0:0 in das zweite Viertel. Dort holte sich Irland in der 17. Minute seine erste Ecke mit der zweiten guten Aktion im deutschen Kreis, die Johannes Grosse ganz stark am rechten Pfosten mit dem Schläger abwehrte. Im Gegenzug zweite Ecke fürs DHB-Team, aber der flache Schlenzer von Tom Grambusch aufs rechte Eck war kein Problem für den zweifachen Welttorhüter David Harte.
Die HONAMAS danach wieder klar am Drücker, schnürten Irland tief ein. Doch es fehlte noch etwas an der Konzentration beim letzten Pass oder der letzten Ballannahme. Timm Herzbruch forcierte dann mal eine Großchance mit einem tollen Solo durch die Mitte, aber Harte parierte seinen Schlenzer aufs obere rechte Eck sensationell (23.). Es blieb sehr eng im Kreis der Iren, die oft mit allen Mann am eigenen Kreis standen. Und so ging es auch mit dem torlosen Remis in die Pause. Deutschland zwar klar überlegen in der ersten Hälfte, doch noch nicht mit dem richtigen Werkzeug, wie man die dicht gestaffelte Defense der Iren knacken könnte.

In der 33. Minute sah Michael Robson nach einem Foul an Christopher Rühr Grün. Die Überzahl hätte fast spontan zum 1:0 geführt, als Tobi Hauke über die rechte Grundlinie vorbereitete und Niklas Wellen den Block aus kurzer Distanz knapp links neben den Pfosten setzte (34.). Miltkau hatte kurz darauf eine weitere Großchance, verpasste aber im Reinstürzen den Block ins Tor. Ein bisschen Pech, dass Rühr ein Vorteil mit dem Pfiff zur dritten Ecke (36.) genommen wurde, denn dessen Nachschuss war im Tor. Doch auch so stand es dann 1:0, weil Mats Grambusch den flachen Schlenzer von Martin Häner zur Führung einblockte (36.).
Irland bekam dann aber auch seine zweite Ecke, als Miltkau den Ball im eigenen Kreis an den Fuß bekam (37.), doch Fürk lief diese ganz stark ab und leitete den Konter ein, den Florian Fuchs mit einer halbhohen Rückhand aber weit rechts neben das Tor setzte. Mats Grambusch prüfte dann Harte mit einem harten Halbvolley von rechts, doch der Ire rettete stark. Keine Chance hatte dann aber auch der Welttorhüter, als Timm Herzbruch Sekunden später mit Tempo links in den Kreis eindrang und mit einer krachenden Rückhand ins rechte Eck auf 2:0 (42.) erhöhte. Eine ähnliche Chance hatte Niklas Wellen in der 44. Minute, als Harte ihm aber so gut den Winkel verkürzte, dass der Krefelder nicht an ihm vorbeikam. Und sieben Sekunden vor der letzten Pause lief erneut solch ein guter Konter über rechts, an dessen Ende Christopher Rühr von links mit der hohen Rückhand ganz knapp rechts verzog.
Obwohl die Iren nach der letzten Pause nochmal alles forcierten, um zurückzukommen, war es das DHB-Team, das durch einen Überkopfschlag von Rühr die erste Großchance hatte. Doch der Ball ging knapp links vorbei. Irland presste, aber die deutsche Abwehr stand sehr sicher am und im eigenen Kreis. Und dann legte Jan-Philipp Rabente einen langen Schlenzer auf Niklas Wellen in der vorderen rechten Ecke auf, der in den Kreis zog und mit einem harten platzierten Rückhandschuss ins lange Eck das 3:0 (51.) erzielte. Und es war dann wieder Wellen, der einen Rückhandschuss von Danny Nguyen aus kurzer Distanz an Harte zum 4:0 (54.) vorbeistach.
Es blieb jetzt einseitig. Rühr scheiterte von rechts an Harte (55.). Dann erneut Balleroberung von Herzbruch an der Mittellinie, der Rühr einsetzte, dessen Rückhandschuss wieder nur Zentimeter am langen Pfosten vorbeiging (58.). So blieb es beim letztlich auch in der Höhe verdienten Sieg. (Fotos: DHA / Ariane Schirle)

Tore:
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1:0      Mats Grambusch (KE, 36.)
2:0      Timm Herzbruch (42.)
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3:0      Niklas Wellen (51.)
4:0      Niklas Wellen (54.)

Ecken:
GER 3 (1 Tor) / IRL 2 (kein Tor)

Karten:
Grün: Michael Robson (IRL, 33.)

Schiedsrichter:
Antoine Duhem (FRA) / Ian Diamond (SCO)

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