WM: Souveräner GruppensiegWM in London, Vorrunde: Spanien – Deutschland 1:3 (1:1) / Viertelfinale am 1. August um 19 Uhr

Japan-Reise mit Remis beendetReckinger: Das ausgegebene Ziel, die Serie zu gewinnen, haben wir erreicht

Sieg Nr. 2 im 3. Spiel gegen JapanDHB-Damen kommen mit Umstellung auf vielen Positionen zum 1:0-Erfolg

Knappe Niederlage im 2. MatchDHB-Damen in Osaka gegen Japan mit guter Struktur, aber zu ineffizient

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DANAS: Souveräner Vorrunden-Erster

WM in London, Vorrunde: Spanien – Deutschland 1:3 (1:1) / Viertelfinale am 1. August um 19 Uhr

28.07.2018 - Die deutschen Damen haben auch das dritte Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft gewonnen. Mit dem 3:1 (1:1) gegen Spanien sicherte sich das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger den Gruppensieg und den direkten Einzug ins Viertelfinale am 1. August um 19 Uhr deutscher Zeit. Dort treffen die DANAS auf den Sieger des Achtelfinals zwischen dem Zweiten der noch völlig offenen Gruppe D und dem Dritten der eigenen Gruppe C, was vermutlich Spanien sein wird. Anne Schröder, Selin Oruz und Viktoria Huse trafen gegen Spanien zum dritten Sieg mit drei Toren in Folge.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Heute waren wir am Anfang ein bisschen zu wenig aktiv. Dazu kam das frühe Tor, das auch noch etwas Entspannung gebracht hat, und dadurch waren wir vor allem im zweiten Viertel etwas zu passiv. Spanien schießt dann ein zwar glückliches, aber reguläres Tor. Darauf haben wir in der Pause reagiert. Die Forderung an die Mädels war, auch den zweiten und dritten Laufweg mit 100 Prozent zu machen, sich gegenseitig zu helfen sowie aktiv und online zu bleiben. Das hat dann eine Phase lang sehr gut geklappt, in der wir das zweite und dritte Tor machen. Danach wusste ich bereits, dass Spanien nicht mehr zurückkommen würde, weil wir das gut im Griff hatten. Wir haben durch die direkte Viertelfinal-Qualifikation nun den gleichen Rhythmus wie zwischen dem ersten und zweiten Spiel. Die Mädels kennen das also schon. Wir haben ein schönes Hotel mitten im Zentrum von London, so dass wir die Zeit teils zum Erholen, aber auch ganz konzentriert zur Vorbereitung nutzen werden. In Sachen Physis ist es sicher ein Vorteil, dass wir dann ein Spiel weniger in den Knochen haben als der Viertelfinalgegner – wer auch immer es ist.“
Selin Oruz: „Ich bin natürlich froh, dass ich heute das 2:1 machen durfte, welches ja auch ein bisschen der Game-Changer war, denn normaler Weise schieße ich ja nicht so viele Tore. Insgesamt bin ich aber einfach nur stolz auf unser Team, weil es zwar unser Ziel war, dieses Spiel zu gewinnen und die Gruppe als Erster zu beenden, dafür aber eine gute Mannschaftsleistung nötig war, die wir auch abgeliefert haben.“

Die Anreise zu diesem dritten Gruppenspiel war für eine Weltmeisterschaft sich besonders. Weil Londons Innenstadt wegen eines Radrennens gesperrt war, konnte der Shuttledienst nicht funktionieren. Also setzte sich das gesamte Team samt Staff am Morgen in die Metro und reiste mit dem ÖPNV zum WM-Stadion.

In die leichte Unordnung der Anfangsphase konnte Spanien mit dem ersten Angriff eine Ecke holen (2.). Die hielt Julia Ciupka aber ganz sicher und ermöglichte mit dem Kick einen Konter über Franzisca Hauke, den die Hamburgerin aber am rechten Pfosten nicht präzise zu einer Mitspielerin bringen konnte. Die Deutschen mussten aufpassen, weil Spanien vorwiegend auf Konter setzte, was zum Beispiel bei einem Ballverlust von Anne Schröder im Vorwärtsgang sofort von den Südeuropäerinnen gezeigt wurde (4.). In der 5. Minute holte Hauke dann aber auch die erste deutsche Ecke. Und die spielten die DANAS als Rausgebervariante auf Anne Schröder zurück, die ihn sich zurechtlegte und hoch unters Dach zum 1:0 (5.) einschlenzte.
Spanien brachte mit seinen Aktionen immer mal wieder Hektik ins Spiel, von der sich die Deutschen aber nicht anstecken ließen. Insbesondere auf der linken Abwehrseite, über die es die Gegnerinnen immer wieder versuchten, stand Maike Schaunig sehr sicher. So setzten die Deutschen auch immer wieder weitere Offensivaktionen, variierten gut im Pressing. In der 13. Minute dann mal ein flacher Rückhandschuss von Spanien, bei dem Ciupka aber einfach mit dem Fuß klärte. Im Gegenzug ein starker Angriff über rechts, bei dem Micheel über die Grundlinie kam, so dass es vorm spanischen Tor lichterloh brannte.
Es blieb beim verdienten 1:0 für die DHB-Damen zur ersten Viertelpause.
Spanien tat nach der Pause viel für den Angriff, kam aber weiter fast ausschließlich über rechts, wo die Deutschen sehr sicher dicht machten. Es waren in dieser Phase nicht allzu viele eigene Aktionen, aber Spanien fiel nicht viel ein, um die Deutschen hinten zu gefährden, so dass man in Ruhe auf Konterchancen wartete. Die kamen dann auch – unter anderem mit einer Gablac-Flanke von rechts, die Keeperin Maria Ruiz unterband (23.). Graeve klärte dann gut hinten, als Berta Bonastre mal durchdribbeln konnte (26.).
Spanien erhöhte merklich den Druck und kam zu zwei, drei Kreiseintritten, die die Deutschen aber immer vor dem Torschuss rausverteidigten. Dann bekam aber Cecile Pieper einen Ball von ihrem eigenen Schläger an den Körper und Spanien bekam 15 Sekunden vor der Halbzeit die zweite Ecke, die als Abpraller von Mävers Fuß hoch vors Tor ging, wo Altenburg den Ball verteidigen wollte, als Xantal Gine den Schläger der Hamburgerin traf, so dass der Ball ins Tor ging. Die Videoschiedsrichterin aus Belgien musste ran und entschied auf Tor, vermutlich weil das Stockfoul an Altenburg erst nach deren eigener Ballberührung passierte, von der die Kugel ins Tor prallte. Die Deutschen protestierten zwar, aber die Entscheidung stand.

Sicherlich ein glücklicher Treffer für Spanien, das zuvor keine wirklich klaren Chancen hatte, aber das DHB-Team hatte im zweiten Viertel auch selbst zu wenig im Vorwärtsgang bewegt, um das Ergebnis klarer zu machen. Es blieb nach der Pause hart umkämpft. Spanien machte Druck und gab keinen Zentimeter Raum. Es hätte Ecken für die DANAS geben müssen, als Altenburg im Kreis gleich mehrfach auf den Schläger geschlagen wurde (34.). Ein Ballverlust im Aufbau brachte dann stattdessen die nächste Ecke für Spanien (34.). Die klärten die Deutschen stark und konnten kontern, doch Hauke brauchte zu lange, um sich den Ball auf die Rückhand zu legen und wurde geblockt (35.).
Gablac holte dann in der 37. Minute die zweite deutsche Ecke, Die fischte Maria Ruiz aber irgendwie noch aus dem von Nike Lorenz angepeilten oberen linken Eck. Kurz darauf sah Oliva Grün wegen taktischen Fouls. Den Freischlag brachte das DHB-Team über Hauke vors Tor, wo Selin Oruz aus dem Gewühl heraus das 2:1 machte (37.). Im Konter ließ Altenburg die Großchance auf das 1:3 aus, aber holte zumindest Ecke Nummer drei mit der Aktion (39.), bei der Spanien zu früh rauslief und dann nur mit Dreien verteidigen konnte. Und die Deutschen machten das richtig gut, spielten als Linksvariante auf Viktoria Huse, die platziert ins rechte untere Eck zum 1:3 traf.
Ideal also die Überzahl ausgenutzt. Spanien brauchte jetzt drei Tore, um die Deutschen noch aus der direkten Viertelfinal-Quali zu verdrängen. Und es gab zudem einen weiteren Schub fürs Selbstvertrauen. Deutschland war dichter am vierten Treffer als Spanien am zweiten. Die Spanierinnen wurden mit geduldigem Ballbesitzhockey hinten in der eigenen Hälfte festgesetzt. Stapenhorst erarbeitete die nächste Großchance und Gablac hatte die Stecherchance im Nachschuss, war aber nicht erfolgreich. So blieb es beim hochverdienten 3:1 am Ende des dritten Viertels.
Spanien wollte im letzten Viertel höher pressen, aber es waren die Deutschen, die das Spiel bestimmten. Im Konter hätte es wohl die nächste Ecke geben müssen, als eine Spanierin ihren Schläger verlor und Marie Mävers beim Torschuss störte. Doch das DHB-Team auch so weiter stark fokussiert, ließ selbst nichts zu. Nach guter Vorarbeit von Altenburg hatte Stapenhorst eine gute Chance auf das 4:1, aber scheiterte aus kurzer Distanz an Ruiz (50.). Dann war es Gablac, die im Konter die letzte Spanierin aussteigen ließ, aber den Vorhandschrubber im Fallen über das Tor setzte (52.).
Spanien fand einfach nicht die Mittel, um die Deutschen ernsthaft in Gefahr zu bringen. Eine Rückhand aus ganz spitzem Winkel ging mal ans hintere Tornetz (56.), aber ansonsten hatten die Deutschen immer einen Schläger dazwischen. Ein Konter über Altenburg brachte Gablac vor Ruiz zum Volley, aber aus vollem Sprint konnte sie ihn nicht kontrollieren (57.). 90 Sekunden vor Ende lag das vierte Tor in der Luft, als Altenburg und Stapenhorst für Riesengefahr sorgten, aber Ruiz Kopf und Kragen riskierte und die Situation bereinigte. Pieper hatte kurz vor dem Schlusspfiff die nächste Großchance, aber scheiterte aus spitzem Winkel an der starken Ruiz, so dass es beim 3:1-Erfolg blieb. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
0:1      Anne Schröder (KE, 5.)
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1:1      Xantal Gine (30.)
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1:2      Selin Oruz (37.)
1:3      Viktoria Huse (KE, 39.)
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Ecken:
ESP 3 (kein Tor) / GER 3 (2 Tore)

Grüne Karten:
Georgina Oliva (ESP, 37.)

Schiedsrichterinnen:
Aleisha Neumann (AUS) / Annelize Rostron (RSA)

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