Wichtiger Sieg zum WM-StartWM in London, Auftaktspiel: Deutschland – Südafrika 3:1 (1:0)

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"Besser als es sich anfühlt!"Bundestrainer Xavier Reckinger und Sportdirektor Heino Knuf im Nach-WM-Interview

DANAS rücken auf Platz 5 vorWM-Platz fünf in London lässt die deutschen Damen in der Weltrangliste aufsteigen

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DANAS: Wichtiger Sieg zum WM-Start

WM in London, Auftaktspiel: Deutschland – Südafrika 3:1 (1:0)

21.07.2018 - Die deutschen Damen haben den so wichtigen ersten Sieg bei der Weltmeisterschaft in London in überzeugender Manier geholt. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger dominierte die Partie gegen Afrika-Champion Südafrika über die gesamten 60 Minuten. Viktoria Huse und Charlotte Stapenhorst hatten die DANAS bis kurz nach der Halbzeitpause 2:0 in Führung gebracht, ehe die Südafrikanerinnen durch ihre erste Strafecke zum umstrittenen Anschlusstreffer kamen. Danach spielten aber weiter nur die Deutschen und erneut Huse machte per Siebenmeter im Schluss-Viertel alles klar. Am Mittwochabend um 19 Uhr deutscher Zeit trifft das DHB-Team nun auf Gruppenfavorit Argentinien. (Fotos: worldsportpics.com)

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit den Mädels. Unser vordringliches Ziel war es, dieses Spiel zu gewinnen. Dass wir dabei auch noch eine wirklich gute Performance gezeigt haben, macht es noch besser. Mich ärgert das Gegentor, was keines war, zumal es ja nachher auch auf das Torverhältnis ankommen könnte. Aber im Vordergrund steht, dass wir defensiv wie offensiv wirklich gut agiert haben. Wir hatten 40 Kreiseintritte insgesamt, haben viele Chancen kreiert. Jetzt haben sich die Mädels es verdient, das ein bisschen zu feiern. Dann geht unser ganzer Fokus auf das Argentinien-Spiel Mittwochabend. Da ist genug Zeit, sich darauf vorzubereiten. Ich habe aber auch im Gefühl, dass Spanien Argentinien im anderen ersten Vorrundenspiel unserer Gruppe ganz schön ärgern könnte, denn die Spanierinnen sind gut drauf. Schauen wir mal.“
Doppel-Torschützin Viktoria Huse: „Es ist sicherlich normalweise nicht mein Job, da vorn zu sein und das Tor zu machen, aber es passte alles beim ersten Tor und dann ist dann bei solch einer Atmosphäre einer WM natürlich traumhaft. Wir denken weiter von Spiel zu Spiel und schauen am Ende der Gruppenphase, was dabei herauskommt. Der Start war auf jeden Fall super!

Die deutschen Damen begannen mit viel Ballbesitz und frühem Pressing, machten gleich viel Druck auf den Aufbau des Afrikameisters. Eine erste Hundekurve von Lisa Altenburg brachte Gefahr, aber der Ball wurde ans Außenbrett abgefälscht (3.). Kurz darauf lief eine Flanke aus zentraler Position am Pfosten vorbei (4.). Charlotte Stapenhorst hatte dann nach toller Ballmitnahme in den Kreis eine Riesenchance, aber ihr Lupfer blieb gerade noch an der linken Schulter von Keeperin Phumelela Mbande hängen (5.).
Das DHB-Team klar überlegen, variierte gut im Pressing – mal früh vorn, mal erst ab der Mittellinie. Hannah Gablac holte in der 8. Minute die erste Ecke fürs DHB-Team. Nike Lorenz‘ Schlenzer wurde von Mbande sicher gehalten, der Nachschuss von Hannah Gablac aus spitzer Position wurde abgeblockt. Lena Micheel holte eine super Chance für Gablac heraus durch ein starkes Solo über die Mitte, aber die drehte sich auf die Rückhand und hatte dann eine Verteidigerin direkt vor sich (11.). Den ersten Kreiseintritt der Südafrikanerinnen unterband Selin Oruz sicher.
Es war dann erneut Youngster Lena Micheel, die erst für Franzisca Hauke auf Stecher auflegte, was Mbande ahnte, und dann den Nachschuss vom Kreisrand knapp links am Tor vorbeischoss. Und dann wurde nach gutem Rechtsangriff der Druck belohnt: Eine Rechtsflanke von Altenburg blockte Marie Mävers weiter und Viktoria Huse war zentral mitgelaufen und schlenzte überlegt zum 1:0 (14.) ein. Fast wäre Stapenhorst kurz vor der Viertelsirene ein abgefälschter hoher Ball noch allein im Kreis auf den Schläger gefallen, aber sie konnte ihn nicht kontrollieren. Eine absolut verdiente Führung nach einem dominant geführten ersten Viertel der DANAS.

Und es ging so weiter. Die Deutschen pressten gut, Südafrika kam kaum mal zu eigenen Aktionen. In der 21. Minute gab es die zweite deutsche Ecke. Die Ablage-Variante auf Lorenz wurde Millimeter am linken Pfosten vorbeigelenkt. Auch in der Nachfolge gute Chancen für das DHB-Team, wobei es sehr eng war im Kreis, weil Südafrika mit allen Spielerinnen im einen Viertel standen. Stapenhorst bereitete gut für Marie Mävers vor, die an Mbande scheiterte (23.). Nach Konter über rechts hatte Mävers diesmal die Chance zu schießen, verriss den Ball aber weit nach links.
Südafrika kam in dieser Phase besser rein, hatte mehr eigene Aktionen, indem der Ball von den beiden technisch starken Spielmacherinnen durchs Mittelfeld geschleppt wurde. Dann sah Lisa Altenburg Grün (28.), die DHB-Auswahl daher in der Schlussphase der Halbzeit zwei Minuten in Unterzahl. Da hatten die Deutschen aber absolute Kontrolle. Es blieb so bei der mehr als verdienten 1:0-Führung zur Pause, die auch hätte schon höher ausfallen können.

Der erste gut vorgetragene Angriff im dritten Viertel – über Anne Schröder und durchgesteckt von Lisa Altenburg – brachte dann das verdiente 2:0 (32.). Selin Oruz scheiterte noch an Mbande, aber den Abpraller versenkte Charlotte Stapenhorst am linken Pfosten sicher ins verwaiste Tor. Cecile Pieper scheiterte dann mit einem Drehschuss an der starken Keeperin Mbande, ebenso wir Stapenhorst mit dem guten Rebound (35.). Altenburg dann mit tollem Solo durch die Mitte, doch Südafrikas Innenverteidigerin rettete in letzter Sekunde mit langem Brett.
Gablac hatte die nächste gute Chance, als sie im Gewühl im Kreis zum Schlag kam. Es war weiter sehr einseitig, weil die Deutschen konzentriert agierten und hinten erstklassig standen. Ein unglücklicher Fuß von Lorenz auf dem Kreisrand bescherte Südafrika dann die erste Ecke (40.). Die schrubbte Lisa-Marie Deetlefs ins linke Eck. Es gab Videobeweis, der ergab, dass die Kugel angeblich noch das Torbrett berührt hatte. Sehr umstritten allerdings die Videoentscheidung, denn die Videoschiedsrichterin sagte, es gäbe keinen Grund die Entscheidung zu ändern, und die war eigentlich Abschlag gewesen.
Das DHB-Team griff weiter an. Janne Müller-Wieland zog in der 41. Minute aufs obere linke Eck ab, aber Mbande war mit dem Handschuh da. Stapenhorst setzte dann Teschke in Szene, die den freien Schuss am Kreisrand aber nicht sauber traf. Marie Mävers hatte trotzdem noch die Chance zum Volleyblock, der knapp links am Pfosten vorbei ging (44.). Altenburg hatte noch eine gute Chance vor der letzten Viertelpause, ließ den Ball aber etwas zu weit nach vorn laufen, so dass eine Verteidigerin noch dazwischenkam.

Es gab kurz nach Wiederanpfiff Ecke für Deutschland, gegen die Südafrika den Videobeweis nahm. Es hätte hier sogar Siebenmeter geben müssen, denn Deetlefs nahm das Stockfoul absichtlich. Leider hier ein klarer Fehler der belgischen Videoschiedsrichterin, die die Szene völlig falsch bewertete und das Stockfoul übersah, das vor dem Fuß Altenburgs war. Doch die Deutschen weiter im Vorwärtsgang. Cecile Pieper mit der nächsten Chance nach Hundekurve (47.). In der 49. Minute erneut ein Stockfoul an Pieper im Kreis, das nicht geahndet wurde.
Micheel verpasste kurz darauf eine Rechtsflanke nur knapp zum Block ins Tor. Das dritte Tor lag in der Luft, wäre mehr als verdient gewesen. Wieder gab es eine tolle Chance nach Hundekurvesituation rechts, wobei Stapenhorsts Block knapp vorbeiging (52.). Altenburg hatte dann eine gute Chance beim Solo durch die Mitte, bei dem die Alsteranerin gefoult wurde. Es gab per Videobeweis Siebenmeter fürs DHB-Team, den Viktoria Huse unhaltbar rechts unten zum 3:1 (54.) verwandelte.
Schrecksekunde dann in der 56. Minute, als Nike Lorenz am Kreis angeschlenzt wurde und den Ball ins Gesicht bekam. Sie musste draußen an der Lippe behandelt werden. Elisa Graeve klaute kurz darauf den Ball, bereitete über rechts vor und Marie Mävers hatte Pech, dass der Ball ihr auf die Schlägerkante sprang und dadurch über das Tor ging (57.). Die neuseeländische Schiedsrichterin gab dann noch einmal eine völlig überzogene Ecke gegen das DHB-Team wegen angeblichem taktischen Fouls. Die verteidigte Mävers brillant und leitete einen Konter ein, der von Graeve hauchdünn am linken Pfosten vorbeigesetzt wurde.

Tore:
1:0      Viktoria Huse (14.)
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-
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2:0      Charlotte Stapenhorst (32.)
2:1      Lisa-Marie Deetlefs (KE, 40.)
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3:1      Viktoria Huse (7m, 56.)

Ecken:
GER 2 (kein Tor) / RSA 2 (1 Tor)

Grüne Karten:
GER 1 (Altenburg, 27.) / RSA 1 (Hunter, 59.)

Schiedsrichterinnen:
Amber Church (NZL) / Ayanna McClean (TTO)

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