U21-WM: Argentinien zu starkKlare Niederlage für DHB-Juniorinnen im zweiten WM-Spiel gegen Vize-Weltmeister Argentinien.

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U21-WM: Argentinien zu stark

Klare Niederlage für DHB-Juniorinnen im zweiten WM-Spiel gegen Vize-Weltmeister Argentinien.

Die deutschen U21-Juniorinnen mussten bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Santiago de Chile (CHI) im zweiten Spiel gegen Mitfavorit Argentinien eine klare Niederlage einstecken. Gegen die Vize-Weltmeisterinnen von 2013 unterlag das Team von Bundestrainer Marc Haller einem in vielen Belangen überlegenem Gegner am Ende auch nicht unverdient mit 1:4 (0:3). Den Treffer für die DHB-Auswahl erzielte Kapitänin Viktoria Huse erst in der Schlussphase. Im letzten Spiel der Vorrunde am kommenden Montag ab 20 Uhr (MEZ) muss das deutsche Team nun gegen Japan mindestens ein Unentschieden erreichen, um die Playoff-Phase zu erreichen. (Fotos: worldsportpics.com)

„Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt“, gab der Bundestrainer unumwunden zu. „Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit vielleicht nicht in allen, aber doch in vielen Belangen unterlegen, wirkten teilweise zu ängstlich. Bei einer WM muss man auch gegen einen solchen Gegner mehr zeigen. Nach der Pause hat Argentinien dann einen Gang zurückgeschaltet, aber wir haben trotzdem nicht gut performt. In allen Bereichen haben heute eben ein paar Prozentpunkte gefehlt – das galt dann auch für unsere Eckenabläufe. Von daher war es eine völlig verdiente Niederlage. Wir müssen jetzt die richtigen Lehren daraus ziehen und das dann gegen Japan wieder besser umsetzen.“

Auch Kapitänin Viktoria Huse sah ein, dass Argentinien heute das klar bessere Team auf dem Platz war: „Wir haben heute ganz viele kleine Fehler gemacht, die so ein starker Gegner auch superschnell bestraft. Das addiert sich dann eben zu so einem Ergebnis. Wir haben gesehen, was uns noch fehlt. Wir wissen, dass wir es besser können. Wir müssen das jetzt als Team wegstecken, uns daran weiter entwickeln und gegen Japan dann wieder eine bessere Leistung abliefern. Heute jedenfalls war das zu wenig von uns.“

Schon in den ersten Minuten wurde deutlich, dass der Gegner das deutsche Team – wie erwartet – deutlich mehr fordern würde als noch am Vortag Frankreich. Argentinien agierte druckvoll, störte den deutschen Spielaufbau früh und erarbeitete sich mit technisch gut ausgeführten Kombinationen Chancen. Die beiden besten strichen jedoch knapp links am Tor von Rosa Krüger vorbei. In der 11. Minute verfehlte nach einem Konter Milagros Fernandez den Ball knapp, in der 14. Minute konnte Argentinien von halbrechts ebenfalls noch nicht verwerten. Doch als Hanna Granitzki nach Grüner Karte vom Platz musste (16.), nutzten die Leoncitas gleich die erste Chance in Überzahl zum Führungstreffer. Julieta Jankunas hatte sich rechts in den Kreis gedribbelt und dann aus der Mitte mit der Rückhand hart abgezogen (17.). Das deutsche Team kam mit dem hohen Spieltempo, das die Argentinierinnen anschlugen, nicht zurecht und hatte in dieser Phase Schwierigkeiten, offensiv selbst etwas Nennenswertes zu kreieren. Immerhin gab es in der 22. Minute mal eine Strafecke, die als Variante auf Herausgeberin Maike Schaunig zurückgespielt, aber dann auch ohne größere Mühe abgewehrt wurde. Der daraus entstehende Konter wurde gut abgewehrt, anders als kurz darauf Maria Granatto. Die Argentinierin wurde im Kreis nicht richtig angegangen, kam so mit der argentinischen Rückhand aus sechs Metern zum Abschluss und traf durch die Beine der chancenlosen Rosa Krüger zum 2:0 (24.). Nach einem Foulspiel gab es auf der anderen Seite erneut Strafecke für die DHB-Mädels. Kapitänin Viktoria Huse trat an, ihr Schlenzer wurde jedoch gehalten. Der Ball blieb jedoch beim deutschen Team und kam zu Teresa Martin Pelegrina, doch auch der Nachschuss wurde abgewehrt (27.). Im Konter wurde es direkt wieder gefährlich. Deutschland blieb jedoch unter Druck, und wenn man sich einmal befreien konnte, führten einige leichte Fehler im Spiel nach vorn zu unnötigen Ballverlusten. Argentinien bekam die Schlussecke der ersten Hälfte. Als Stecher-Variante gespielt kam der Ball zu Maria Granatto, die ihn aus fünf Metern ins Tor blockte (35.).

Das deutsche Team hatte sich in der Pause etwas gesammelt und schien nun etwas besser ins Spiel zu kommen. Das lag aber auch daran, dass die Südamerikanerinnen nicht mehr so früh attackierten, jetzt etwas tiefer standen, den Gegner kommen ließen und auf Konter lauerten. Wirklich nennenswerte Kreisszenen kamen allerdings zunächst nicht zu Stande – bis Argentinien wegen eines Fußspiels im Kreis die nächste Ecke zugesprochen bekam. Der Flachschlenzer wurde von der Abwehr gestoppt, aber Lucina von der Heyde setzte energisch nach, eroberte den Ball und brachte ihn aus kurzer Distanz zum 4:0 im Netz unter (46.). Der nächste deutsche Angriff brachte auch auf der anderen Seite die nächste Strafecke. Die Ablage-Variante klappte nicht richtig, der Ball wurde aber noch zu Herausgeberin Annelotte Ziehm gespielt. Die Aktion dauerte allerdings zu lange, sodass Torfrau Maria Rossetti gegen den Lupfer zur Stelle war (48.). Argentinien blieb bei Kontern brandgefährlich und hatte durch Jankunas die Chance zum fünften Tor, doch die freistehende Stürmerin konnte nicht kontrolliert abschließen (50.). Auch zwei weitere argentinische Strafecken brachten kein weiteres Gegentor. Die erste wurde abgelaufen (51.), bei der zweiten parierte Rosa Krüger sowohl Hauptschuss als auch den Nachschuss stark (53.). Es gab zahlreiche Ecken in dieser Phase – allein vier in Serie für Deutschland ab der 57. Minute. Der erste Versuch wurde geschlagen, kam aber ohne Druck aufs Tor, die zwei nächsten wurden abgewehrt. Erst Nummer vier brachte endlich das Tor, als Viktoria Huse mit einem Schlenzer traf (59.). Die DHB-Juniorinnen waren jetzt am Drücker, bekamen direkt noch eine Strafecke zugesprochen, die diesmal aber wieder abgelaufen wurde (62.). Argentinien riskierte danach nichts mehr, versuchte aber immer mal wieder einen überraschenden Steilpass. Einer davon fand drei Minuten vor Schluss Minagros Fernandez, die im Kreis völlig frei zum Schuss kam, aber in der stark parierenden Rosa Krüger ihre Meisterin fand.

Tore:
1:0 Julieta Jankunas (17.)
2:0 Maria Granatto (24.)
3:0 Maria Granatto (KE, 35.)
--------------------
4:0 Lucina von der Heyde (KE, 46.)
4:1 Viktoria Huse (KE, 59.)

Strafecken:
ARG 4 (2 Tore) / GER 9 (1 Tor)

Grüne Karten:
--- / Hanna Granitzki (16.), Maike Schaunig (55.)

Schiedsrichter:
Sarah Wilson (SCO) / Ana Faias (POR)

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