Keine Medaille für U18-Mädels1:2-Niederlage im Spiel um EM-Platz 3 gegen England / Viel Ballbesitz ohne Ertrag

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Keine Medaille für deutsche Mädchen

1:2-Niederlage im Spiel um EM-Platz 3 gegen England / Viel Ballbesitz ohne Ertrag

21.07.2018 – Ohne Medaille muss die Weibliche Jugend A von der U18-Europameisterschaft in Santander heimfahren. Im Spiel um Platz 3 gab es gegen England eine 1:3-Niederlage der deutschen Mädchen. „Gestern nach dem 0:1 im Halbfinale gegen Belgien gab es Tränen, heute mehr Wut und Ärger, dieses Spiel verloren zu haben“, gab Teammanagerin Michaela Scheibe Einblick in die Gefühlslage des Teams. „Es ist bitter für die Mädels. Letztlich kann man schon davon sprechen, dass es kein gerechtfertigter vierter Platz ist“, sah Bundestrainer Sven Lindemann seine Mannschaft von der Leistung eher im Medaillenbereich. Zum sechsten Mal in Folge wurden die niederländischen Mädchen Europameister. Das Finale gegen Belgien war mit 5:0 eine klare Sache.

Wäre es nach den Ballbesitzanteilen gegangen, dann hätte die deutsche Mannschaft das Spiel um die Bronzemedaille klar für sich entschieden. „Gefühlt zwischen 70 und 80 Prozent hatten wir den Ball. England hatte lange Zeit überhaupt kein Interesse, etwas Konstruktives für das Spiel zu tun und stand extrem tief hinten drin“, so Scheibe über den Spielverlauf. Anders als beim 3:1-Sieg im Vorrundenaufeinandertreffen fand Deutschland die Lücken in der dichten britischen Abwehr nicht so gut. Und auch die Strafecken klappten nicht wie gewünscht. „Da waren leider auch ein paar falsche Entscheidungen dabei“, sagte Scheibe über die Eckenausführung.

Kurz vor der Pause fiel dann doch endlich das längst fällige 1:0, als der Ball über die englische Grundlinie technisch geschickt nach innen gelegt wurde und Lilly Stoffelsma erfolgreich abschloss. Mit der Führung ging es in die Pause. Das dritte Viertel verlief dann wieder torlos, wobei England trotz des Rückstands noch wenig Anstalten machte, seine Grundausrichtung zu ändern. „England hat auf Fehler bei uns gewartet, und irgendwann haben wir ihn dann halt auch gemacht“, sagte die deutsche Teammanagerin zum Zustandekommen des Ausgleichstores. Gleich nach Beginn des letzten Viertels fand England über rechts den Weg nach vorne. Ein Pass in die Mitte, Stecher – Tor durch Victoria McCabe. Das 1:1 gab den Britinnen einen kräftigen Schub und verunsicherte zugleich das deutsche Team, das sich wie im falschen Film vorkommen musste. Es sollte noch schlimmer kommen. Nach 52 Minuten kassierte Aina Kresken eine gelbe Karte, kurz danach kam England wieder über rechts durch, in der Mitte überwand Lynn Vanderstichele Torhüterin Mali Wichmann aus kurzer Distanz – 1:2 (53.).

Der wütende deutsche Schlussspurt, am Ende auch mit elf Feldspielerinnen, brachte noch zwei Ecken, aber keinen Erfolg mehr. „Die Gegentore waren letztlich die Konsequenz aus all der Last und den Verletzungen, die wir mit uns schleppten“, so Sven Lindemann. Der Bundestrainer dachte dabei an die Ausfälle von Emily Günther (Daumenbruch) und Tara Duus (Rücken), die auch Auswirkungen auf alle anderen Mannschaftteile hatten. Am Ende habe sich auch noch Carlotta Sippel (Lindemann: „Unsere gefährlichste Stürmerin“) sich kaum noch bewegen können, sah der Bundestrainer die Spätfolgen einer Schulterverletzung aus der Vorbereitung. „Wir haben eigentlich ein spielerisch starkes, gutes Turnier gespielt. Aber wir müssen jetzt auch vernünftig mit den Mädchen kommunizieren und unsere Fehler und Verbesserungspotenziale analysieren“, lautete das Fazit von Sven Lindemann.

Tore:
1:0 Lilly Stoffelsma (30.)
------------------------------
1:1 Victoria McCabe (46.)
1:2 Lynn Vanderstichele (53.)

E: 7 (0) / 1 (0)

Grün: 1/1

Gelb: Kresken

SR: Perez (Spanien), van den Bosch (Belgien)

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