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Honamas verlieren auch zweites Spiel in Terrassa

Bitteres 0:3 (0:1) gegen England trotz zahlreicher Chancen im zweiten Spiel

07.08.2017 - Das junge deutsche Team hat auch das zweite Spiel beim Vier-Nationen-Turniers anlässlich des 25. Jubiläums der Olympischen Spiele von Barcelona 1992 verloren. Im Vorort Terrassa unterlag die Auswahl von Bundestrainer Stefan Kermas diesmal Englands EM-Kader mit 0:3 (0:1). Das letzte Spiel im Turnier bestreiten die DHB-Herren am Mittwoch, den 9. August, um 15 Uhr gegen Topfavorit Niederlande.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Das war heute ein bitteres Beispiel dafür, dass viel Ballbesitz und gefühlte spielerische Überlegenheit überhaupt keine Auswirkung auf das Ergebnis haben. Das 0:3 fühlt sich hart an bei einer derartigen Mehrzahl an Ecken und Spielszenen in der gegnerischen Hälfte. Aber uns haben heute Präzision und Durchschlagskraft gefehlt. Insgesamt denke ich aber, dass wir es nach der kurzen Pause, und nachdem wir mit Philip Huber früh einen Spieler verloren haben, kämpferisch stark gemacht und alles dafür gegeben haben, hier zumindest einen Punkt mitzunehmen. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Am Ende sind es das Quäntchen Qualität, das Quäntchen Erfahrung und die nach wie vor fehlende Eingespieltheit, die den Unterschied eben ausmachen.“

„Wir haben uns heute einfach nicht für unseren Aufwand belohnt“, hatte auch Timm Haase festgestellt. „Wir hatten viele Chancen, neun Ecken und unzählige Kreisszenen, aber wir haben es nicht geschafft, das Tor zu machen, während England aus gefühlt vier Kreisszenen drei Tore erzielt. Am Ende ist es natürlich genauso ernüchternd wie gegen Spanien, weil wir nach meiner Meinung beide Male die bessere Mannschaft waren.“

Die Partie begann mit einigen Pass- und Ballannahmefehlern auf beiden Seiten, lief aber mit hohem Tempo in beide Richtungen. Gleich die erste nennenswerte Chance führte gleich auch zum ersten Tor. Liam Sanford brachte den Ball hart und flach durch die Mitte in den Kreis, wo Christopher Griffiths den Schläger reinhielt und per Stecher die frühe Führung markierte (4.). Doch das deutsche Team blieb unbeeindruckt, spielte weiter mutig nach vorn. Ein Vorhandschuss von Danny Nguyen schlug flach rechts ein, doch zuvor hatten die Schiedsrichter auf Strafecke entschieden. Niklas Bruns trat an, rutschte beim Schlenzer aber ab, sodass der Ball nur lasch aufs Tor kam und problemlos geklärt wurde (9.). Auf der anderen Seite gab es ebenfalls die erste Strafecke, nachdem der Ball Dieter Linnekogels Fuß berührt hatte. Sam Ward zielte allerdings knapp zu weit rechts (10.). Kurz vor der ersten Viertelpause versuchte sich wieder Bruns mit einem Eckenschlenzer. Englands Keeper George Pinner parierte und war auch beim Nachschuss von Tobias Hauke zur Stelle (13.). Die Engländer schalteten nach Ballgewinnen sehr schnell um und waren so mit Kontern gefährlich. Einen davon konnte Hauke gerade noch stoppen, als er kurz vor dem Pausenpfiff einen Rückhandschuss blockte (15.).

Deutschland startete mit viel Druck ins zweite Spielviertel, störte Englands Spielaufbau früh, fand aber mit seinen Pässen oft keinen Abnehmer im englischen Schusskreis. England befreite sich etwas und gestaltete das Geschehen wieder offener, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. In der 24. Minute verpassten sowohl Thies Ole Prinz als auch Timm Haase am langen Pfosten eine scharfe Hereingabe durch die Mitte von Tobias Hauke. Nach einem Fehlpass von Hauke startete David Condon durch, brachte aber den Ball nicht aufs Tor, ebenso wenig wie seine Kollegen kurz darauf aus dem Gewühl vor dem Tor, das die DHB-Herren um Keeper Mark Appel dann bereinigten (29.). Insgesamt spielte sich die Partie in dieser Phase vornehmlich zwischen den Kreisen ab, sodass es mit Englands knappem Vorsprung in die Halbzeitpause ging.

Das deutsche Team kombinierte weiter gefällig nach vorn, blieb aber oft in der tief stehenden englischen Abwehr hängen und musste dann selbst schnelle Konter verteidigen. Die erste Chance hatten diesmal die DHB-Mannen. Pinner war gegen Niklas Bruns‘ Flachschlenzer zur Stelle und lenkte ihn am linken Pfosten vorbei (34.). Man spielte aber weiter ruhig nach vorn und kam zu weiteren Kreisszenen, etwa, als Thies Ole Prinz halblinks an den Ball kam und freistehend mit der Rückhand abzog (36.). Prinz startete nach einem Ballgewinn wenig später durch und bediente den rechts mitgelaufenen Timm Haase, der aber nicht kontrolliert abschließen konnte (41.). Auch die vierte Strafecke brachte nichts ein: Der englische Linienspieler rettete gegen die Ablage-Variante, die Timm Haase mit einem halbhohen Schlenzer abschloss (43.). Im direkten Gegenzug konnte Jan-Philipp Fischer den Ball nicht richtig klären und verursachte stattdessen eine Strafecke. Die deutsche Eckenabwehr lief zu früh und musste dann mit einem Mann weniger verteidigen. Im zweiten Anlauf brachte Sam Ward den Ball nach verunglücktem Stoppen noch auf das Tor. Mark Appel parierte mit dem Fuß, hatte dann aber keine Abwehrchance, als David Condon im Nachsetzen den Ball aus kurzer über Kopf volley ins Tor schlug (44.).

Wieder nahm Deutschland früh – nämlich mit Beginn des Schlussviertels – den Torhüter für einen elften Feldspieler vom Feld, um noch mehr Druck auszuüben. Dieter Linnekogel scheiterte mit einem harten Vorhandschuss vom rechten Kreisrand (47.). Tobias Matania sorgte mit dem Rücken zum Tor mit einem eher unkontrollierten Stecher, der nur knapp links vorbeiging, für Gefahr (48.). England zog sich komplett bis an die eigene Viertellinie zurück, ließ Deutschland kommen und lauerte auf Konter. Beinahe hätte es so die Vorentscheidung gegeben, doch Tobias Hauke im Leibchen des Spielers mit den Torwartrechten klärte gerade noch gegen Sam Ward, der das verwaiste Tor anvisiert hatte und es so um Zentimeter rechts verfehlte (50.). So verlief das vierte Viertel: Die DHB-Herren rannten an, England fing irgendwann einen Ball ab und schwärmte dann im schnellen Konter aus. In der 56. Minute gab es aber nochmal Ecke für Deutschland und Gelb für Englands Sam Ward. Diesmal wurde eine Variante auf Herausgeber Tobias Hauke gespielt, der aber mit seinem Lupfer am stark parierenden George Pinner scheiterte. Chancen auf den Anschlusstreffer gab es in der Schlussphase genug. Dieter Linnekogel scheiterte mit zwei Strafecken. Eine wurde abgelaufen, die Wiederholungsecke parierte Pinner stark. Timm Haase schlug anschließend im Nachschuss noch über den Ball (57.). Deutschland machte weiter auf und wurde dafür bestraft, als Phil Roper bei einem Konter über die linke Seite den Ball ins leere Tor schob und damit die endgültige Entscheidung herbeiführte (58.). Auch danach gab es noch drei Ecken für die DHB-Auswahl: Zwei Mal scheiterte Danny Nguyen, und die letzte wurde verstoppt.

Tore:
0:1       Christopher Griffiths (4.)
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0:2       David Condon (KE, 44.)
---
0:3       Phil Roper (58.)

Strafecken:
GER 9 (kein Tor) / ENG 2 (1 Tor)

Grüne Karten:
Timm Haase (55.) / David Goodfield (9.), Christopher Griffiths (33.), David Ames (40.)

Gelbe Karte:
--- / Sam Ward (56.)

Schiedsrichter:
Michael Eilmer (AUT) / Paul van den Assum (NED)

 

 

 

 

 

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