DANAS: Denkbar knapp verlorenWorld-League-Halbfinalturnier, Vorrunde: Deutschland – England 0:1 (0:0)

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DANAS: KNappe Niederlage gegen den Olympiasieger

World-League-Halbfinalturnier, Vorrunde: Deutschland – England 0:1 (0:0)

14.07.2017 - Die deutschen Damen mussten beim World-League-Turnier in Johannesburg ihre erste Niederlage hinnehmen. Gegen Olympiasieger England entschied allerdings eine mehr als umstrittene Ecke die Partie. Die Engländerinnen hatten zwar mehr Chancen und Spielanteile, aber auch die DANAS hatten ihre gefährlichen Phasen und Gelegenheiten. Beste Akteurin im DHB-Team war Keeperin Julia Ciupka, die mit einem Dutzend Paraden das Match lange offengehalten hatte. Jana Teschke bestritt in dieser Partie ihr 150. Länderspiel für den DHB. Am Sonntag um 12 Uhr kann die deutsche Mannschaft mit einem Sieg gegen Japan die Ausgangssituation vor dem Viertelfinale noch deutlich verbessern. (Fotos: worldsportpics.com)

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Was für ein großer Schritt von dieser jungen Mannschaft! Ich fand es eine Top-Performance. Absoluter Respekt vor den Mädels. Ein Spiel mit zwei guten Schiedsrichterinnen, die ich heute leider nicht so gesehen habe. Bei mir lebt die Hoffnung, dass die Verletzung von Lisa Altenburg nicht allzu schlimm ist, denn Lisa ist für uns von vitaler Bedeutung, die brauchen wir jede Minute. Mit ein bisschen mehr Abgeklärtheit im Kreis, geht vielleicht sogar noch mehr in diesem Spiel.“
Janne Müller-Wieland: „Ich fand, es war ein richtig starkes Spiel von uns. Die Schiedsrichterleistung war allerdings katastrophal und auch noch Spiel entscheidend. Das geht gar nicht. Die sind zu zweit und können sich ja auch abstimmen. So dürfen sie auf Weltniveau nicht performen. Wir spielen zum Teil mit zwei Karten in Unterzahl, die unberechtigt sind. Aber wir wollen es nicht an den Schiedsrichtern festmachen. Es war ein guter Schritt für uns und wir können guten Mutes ins Spiel gegen Japan und ins Viertelfinale gehen. Trotzdem hätte man natürlich hier gern einen Punkt gegen den Olympiasieger mitgenommen.“

Nach etwas hektischem Start auf beiden Seiten musste Keeperin Julia Ciupka in der 4. Minute erstmals eingreifen, als sie einen Steilpass gut entschärfte. Eine Minute später nahm Deutschland einen Videobeweis, um eine Eckenentscheidung der koreanischen Schiedsrichterin gegen sie zu überprüfen und bekamen Recht. In dieser Phase waren die Olympiasiegerinnen klar überlegen, das deutsche Team hatte Mühe die Engländerinnen aus dem eigenen Viertel rauszuhalten. Ab Mitte des ersten Viertels wurde es jedoch besser, so dass auch die Mülders-Schützlinge mal eigene Offensivaktionen hatte.
Und die beste Chance hatte Youngster Camille Nobis (10.), als nach einem Rechtsangriff zu ihr durchgesteckt wurde, aber die Mannheimerin zu sehr ausholte, so dass noch eine Abwehrspielerin den Schläger dazwischen bekam. Eine Minute später aber wurde Marie Mävers gefoult und es gab die erste Ecke der Partie für das DHB-Team. Der flache harte Ball von Nike Lorenz ging haarscharf am linken Pfosten vorbei, wo Hauke auf den Stecher lauerte. Kurz darauf war es Charlotte Stapenhorst, die ähnlich frei links im Kreis zum Schuss kam (13.), aber auch zu lange brauchte, um abzuschließen. Keeperin Maddie Hinch konnte so leicht zur Langen Ecke klären.
Den Deutschen gehörte diese Phase ganz klar und so war das Viertel insgesamt ausgeglichen, wobei die DANAS die klareren Chancen hatten und auch gut hätten führen können. Auch zu Beginn des nächsten Viertels verteiltes Spiel, doch dieses Mal hatte England die erste Chance, bei der Ciupka stark gegen Alex Danson rettete. Es gab dennoch die erste Ecke auch für den Olympiasieger (19.). Die wurde gut abgewehrt, aber erneut musste man den Videobeweis nehmen, weil die Koreanerin erneut Fuß einer Deutschen gesehen hatte. Auch dieses Mal bekam man Recht.
Ein seltener Lapsus von Nike Lorenz brachte plötzlich Sophie Bray zu einem freien Lauf auf Ciupka, die gut hielt (20.). England in dieser Phase wieder überlegen. Ein Fußspiel von Notman brachte die zweite Ecke für England (22.). Hauke lief da zu früh raus und musste an die Mittellinie. Und dann rettete einmal Altenburg und zwei Mal Ciupka im Gewühl – eine brenzlige Situation, die zum Glück überstanden wurde. Und dann hatte Altenburg nach schönem Steal von Hauke eine gute Chance, wobei der Ball von Mävers aber am Tor vorbei gelenkt wurde.
Die Dominanz der Engländer war nun lange nicht mehr so klar – die Deutschen mit mehreren guten Angriffen, die aber nicht zu so vielversprechenden Angriffen führten wie im ersten Viertel. So blieb es beim 0:0 zur Halbzeitpause, nach einem zweiten Viertel, das der Olympiasieger von Rio klar bestimmt hatte. Doch eine bärenstarke Julia Ciupka hielt ihr Team mit guten Paraden im Spiel.

Die erste gute Szene des dritten Viertels gehörten dem DHB-Team, als Stapenhorst eine Flanke zu Mävers durchzustecken versuchte, aber die Kugel rechts am Tor vorbeiging (32.). Dann sah Hanna Granitzki Gelb für ein Foul an Alex Danson. Das DHB-Team dadurch fünf Minuten in Unterzahl. Doch trotzdem agierte man auch weiter nach vorn. Dann gab de la Fuente Wortmann auch noch Grün für Ballwegspielen, was aber sehr überzogen war, denn das Wegspielen erfolgte in der Bewegung mit dem Pfiff. Nun musste man sich doppelter Unterzahl entgegenstemmen. Ciupka hielt in der Phase stark gegen Owsley, die allein vor ihr auftauchte (40.).
Man überstand die gesamte Überzahlphase dadurch unbeschadet. Und dann gab es auch mal wieder Gefahr auf der anderen Seite, als ein Ball von Pieper steil in den Kreis ging, aber von zwei Stürmerinnen verpasst wurde. Die argentinische Unparteiische de la Fuente gab dann eine Ecke für England, die eine Fehlentscheidung war. Sie unterstellte Müller-Wieland absichtliches Fußspiel vor dem Kreis, was man in der Zeitlupe aber deutlich als falsch ausschließen konnte. Und ausgerechnet dadurch fiel das 0:1. Jo Hunter lenkte am rechten Pfosten den Schuss von Unsworth ins Tor (43.). Das DHB-Team hatte schon bald eine Großchance zum Ausgleich, aber brachte im Gewühl die Kugel nicht an Maddie Hinch vorbei (44.).
Die DANAS kamen mit Wut im Bauch aus der letzten Viertelpause und griffen an. Glück als im Konter Bray einen Querpass von White soeben nicht bekam, um ihn ins leere Tor zu schieben. Gut, dass Ciupka weiter in Hochform war, denn sie bügelte auch eine weitere Großchance aus, als Wortmann den Ball im Aufbau verlor. Die Schiedsrichterinnen waren in ihren Pfiffen nun öfter ein Grund des deutschen Ärgers. Karten gab es nur in eine Richtung und auch Fouls wurden eher selten gegen die Engländerinnen gepfiffen.
In der 55. Minute zog sich dann Lisa Altenburg nach einer leichten Gegnerberührung im Sprintduell eine Oberschenkelverletzung zu und musste vom Feld geführt werden. Mülders nahm kurz danach Ciupka für Nike Lorenz vom Feld, die nun als elfte Feldspielerin mit Torwartrechten agierte (55.). Das Powerplay wurde aber nicht gut aufgezogen. Und ein Foul an Lorenz wurde erneut von der Argentinierin nicht geahndet, was richtige Überzahl bedeutet hätte. Die Zeit lief nun gegen das DHB-Team, dem auch jetzt mit schwindender Kraft etwas die Ideen fehlten, um noch zum Erfolg zu kommen.

Tore:
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0:1      Jo Hunter (KE, 43.)
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Ecken:
GER 1 (kein Tor) / ENG 3 (1 Tor)

Schiedsrichterinnen:
Carolina de la Fuente (ARG) / Hyun Young Kang (KOR)

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