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DANAS: Sehr starker Auftakt gegen Olympiasieger England

World League: Neuer Bundestrainer Xavier Reckinger feiert einen guten Einstand

18.11.2017 - Die deutschen Damen haben das Auftaktspiel beim World-League-Finalturnier in Auckland (NZL) gegen Olympiasieger England mit 2:0 (0:0) gewonnen und damit dem neuen Bundestrainer Xavier Reckinger einen Einstand nach Maß beschert. Beim Comeback von Olympia-Bronzegewinnerin Annika Sprink (Kreuzbandriss im Olympia-Halbfinale) zeigten die DANAS besonders in der Defensive eine sehr starke Leistung, hatten aber auch vorn mehr Chancen und Ecken zu verzeichnen als England, so dass der Sieg letztlich absolut verdient war. Am Sonntag um 6.00 Uhr (dt. Zeit) trifft das Team nun im zweiten Match auf China, das von Ex-Bundestrainer Jamilon Mülders betreut wird.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Das Match hätte in beide Richtungen laufen können. Das Ergebnis ist sehr gut für uns, was auch daran lag, dass wir in der tiefen Defensive sehr gut gestanden haben. Offensiv geht es sicherlich noch besser, da ist Luft nach oben, wobei ich zufrieden war damit, dass wir so viele Ecken herausgearbeitet haben. Es war eine gute individuelle Performance sowohl der jungen wie auch der routinierteren Spielerinnen. Das da noch Luft nach oben ist, ist ganz normal nach einer so langen Länderspielpause nach der EM Ende August.“

Kapitänin Janne Müller-Wieland: „Wir sind sehr froh über diesen Sieg im Auftaktspiel. England ist eine extrem starke Mannschaft. Das muss man erst einmal so schaffen. Jetzt können wir mit Selbstvertrauen ins Match gegen China gehen.“

Keeperin Julia Ciupka: „Wir sind mega happy mit dem Sieg gegen die vorher verteilten Favoritenrollen. Schlüssel war, dass wir unser Spiel ruhig durchgezogen haben und unsere Ecken genutzt haben. Wir haben England damit ganz schön aus dem Gleichgewicht gebracht.“

Debütantin Maike Schaunig: „Dafür, dass wir in dieser Formation noch nie zusammengespielt haben, ist der Ball sehr gut durch die Reihen gelaufen. Wir haben uns über den Zweikampf gut in das Spiel reingearbeitet. Ich bin mir sicher, dass wir im nächsten Spiel auch offensiv noch mehr zeigen können.“

Die DANAS begannen sehr selbstbewusst, fingen England ab und setzten sich dann sogar früh am Kreis des Olympiasiegers fest. Erst in der 6. Minute musste Julia Ciupka im DHB-Tor erstmals eingreifen, als Alex Danson über die linke Grundlinie im 3D-Dribbling kam. Die erste Großchance der Partie hatte Amelie Wortmann, deren Block nach starker Vorarbeit von Elisa Gräve nur knapp am rechten Toreck vorbeiging (7.). Auf der anderen Seite verfehlte Haycroft das DHB-Tor mit einem Stecher knapp (8.). In der 12. Minute dann eine harte Grüne Karte gegen Camille Nobis, die dann zwei Minuten draußen bleiben musste.

Trotz Unterzahl erarbeiteten sich die Deutschen eine gute Chance durch Teresa Martin-Pelegrina, deren Ball aber gerade noch abgeblockt wurde. So ging mit dem Stand von 0:0 in die erste Viertelpause. England danach zwar mit mehr Druck, aber die Deutschen ließen sich nicht verunsichern. Ein Foul an Altenburg gab die erste Ecke für die DANAS, wobei Aleesha Unka leider einen Vorteil für Granitzki wegpfiff, deren Nachschuss ins Tor ging. Die Eckenvariante auf Rausgeberin Anne Schröder misslang allerdings (19.). Unka machte mit ihrer harten Linie weiter und schickte Wortmann in der 21. Minute mit Grün raus.

Die Deutschen weiter nicht gerade glücklich mit den Unparteiischen-Entscheidungen. Melissa Trivic gab eine Ecke gegen Altenburg wegen Meckerns, die Oruz aber brillant ablief. Im Gegenzug holten sich die DANAS ihre zweite Ecke, die aber verstoppt wurde. Deutschland trotz Unterzahl weiter bestimmend. Stapenhorst holte clever die dritte Ecke heraus (23.). Dieses Mal rettete die erste Welle und dann Amy Tennant, die im zweiten und vierten Viertel für Welttorhüterin Maddie Hinch zwischen den Pfosten stand gegen Lorenz Nachschuss. Es ging hin und her. England holte sich die eigene zweite Ecke in der 24. Minute, die zur dritten führte. Aber auch England misslang die Ausführung. Im Konter traf Anne Schröder mit einem Schuss Camille Nobis am Fuß. Marie Mävers prüfte Amy Tennant aus spitzem Winkel (27.).

Erst in der 29. Minute dann mal wieder ein Schuss der Engländerinnen durch Sophie Bray, die aber aus zu spitzem Winkel Ciupka nicht gefährden konnte. Insgesamt hatten die Deutschen mehr vom Spiel als der Olympiasieger, waren das aktivere Team mit mehr Offensivaktionen und Ballkontrolle. Es gab schon nach wenigen Sekunden im dritten Viertel wieder Ecke für die Deutschen. Die Stechervariante auf den rechten Pfosten war gut, aber Hinch rettete brillant, auch gegen den Nachschuss. Im Gegenzug war dann mal wieder Ciupka da, als England aus spitzem Winkel von rechts aufs Tor schoss.

England setzte sich dann mal kurz fest am Kreis der DANAS, ohne jedoch eine gute Schussposition zu erarbeiten. Verwunderung dann, als Charlotte Stapenhorst ohne ersichtliche Aktion mit Gelb auf die Strafbank geschickt wurde (36.). Deutschland nun unter Druck, doch die Engländerinnen hatten weiter Probleme, im Kreis eine Anspielstation zu finden. Im Gegenteil: Im Konter steckte Cecile Pieper zu Mävers durch, die den Stecher nur knapp verpasste (40.). Eine klare Ecke wurde den Deutschen im nächsten Konter verweigert. Schaunig hatte danach noch die Chance per Hundekurve, aber ihr Rückpass war gefährlich und wurde rausgepfiffen.

Im nächsten Konter holte Altenburg die vierte deutsche Ecke (43.). Der Schlenzer von Nike Lorenz ging haarscharf links am Pfosten vorbei. Zwei weitere gute Chancen nach starker Balleroberung wurden etwas hektisch vergeben (45.). Auch zur letzten Viertelpause stand es somit 0:0. Gerade mit der souverän überstandenen langen Unterzahl war das Momentum auf Seiten der Deutschen, die den Führungstreffer mehr verdient gehabt hätten.

Hannah Martin hatte dann vielleicht die beste Chance für England nach artistischem Stecher (47.), der aber knapp rechts vorbeiging. Als Olivia Paige dann kurz vor dem eigenen Kreis einen Konter mit Foul unterband, sah auch sie Gelb. Kurz danach die fünfte Ecke fürs DHB-Team. Erneut wurde die eigentlich gute Variante aber zu ungenau zu Ende gespielt (48.). Charlotte Stapenhorst rannte sich im nächsten Konter am Kreis der Engländerinnen fest, stattdessen hatte Alex Danson dann im Konter eine gute Chance, doch die Star-Spielerin Englands traf nur das Außennetz. Pieper holte im Gegenzug die sechste Ecke fürs DHB-Team heraus, gegen die England zwar den Videobeweis nahm, aber kein Recht bekamen. Und dieses Mal saß der Ball dann endlich zur Führung. Charlotte Stapenhorst traf links unten per Aufsetzer-Schlenzer zum 0:1 (52.).

England danach wieder komplett, aber das DHB-Team weiter im Vorwärtsgang und hinten aufmerksam. Amy Tennant rettete kurz danach gegen Pieper, die vor ihr auftauchte. Es gab Ecke fürs DHB-Team und erneut den Videobeweis gegen die Entscheidung. Doch auch dieses Mal stand die Entscheidung (56.) und auch dieses Mal traf das DHB-Team durch Nike Lorenz, die mit einem platzierten Schlenzer ans Torbrett das 0:2 (57.) klarmachte. England holte nun eine elfte Feldspielerin für Tennant auf das Feld. Der Ball dann auch einmal noch im Tor, aber vom Körper einer Angreiferin abgelenkt, so dass der Treffer nicht zählte.

Tore:
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0:1       Charlotte Stapenhorst (KE, 51.)
0:2       Nike Lorenz (KE, 56.)

Ecken:
ENG 3 (kein Tor) / GER 7 (2 Tore)

Schiedsrichter:
Aleesha Unka (NZL) / Melissa Trivic (AUS)

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