Honamas: Unglücklich verloren2:3 (1:2)-Niederlage zum Auftakt des Vier-Nationen-Turniers in Terrassa

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Honamas verlieren unglücklich gegen Spanien

2:3 (1:2)-Niederlage zum Auftakt des Vier-Nationen-Turniers in Terrassa

06.08.2017 - Das junge und neu formierte Herren-Team des Deutschen Hockey-Bundes musste sich zum Auftakt des Vier-Nationen-Turnieres in Terrassa (ESP) anlässlich der 25-Jahr-Feierlichkeiten der Olympischen Spiele von Barcelona 1992 den gastgebenden Spaniern knapp mit 2:3 (1:2) geschlagen geben. Dabei war für das engagiert auftretende Team von Bundestrainer Stefan Kermas bis zum Schluss alles drin. Am Montag um 12 Uhr geht es bereits weiter mit dem Spiel gegen England, das sein erstes Spiel im Turnier mit 1:9 gegen die Niederlande verloren hatte.

Stefan Kermas zog ein geteiltes Fazit: „Auf der einen Seite bin ich sehr zufrieden mit unserem ersten Auftritt und damit, wie sich diese völlig uneingespielte Mannschaft hier kämpferisch und emotional bis zum Schluss präsentiert hat. Das war schon großartig, wie couragiert sich die Jungs hier reingeworfen haben und bis zum Schluss ja noch die Chance auf einen Punktgewinn hatten. Andererseits hatten wir defensiv vier, fünf Mal richtig Lehrgeld zahlen müssen. Da hat uns Spanien mit seiner technischen Versiertheit und der individuellen Klasse richtig bestraft. Wenn wir dann auch noch ohne Eckentor vom Platz gehen, dürfen wir uns auch nicht beschweren. Das wollen wir morgen sofort besser machen und trotz der kurzen Pause zeigen, dass wir den nächsten Schritt machen und aus unseren Fehlern gelernt haben.“

Kapitän Tobias Hauke: „Insgesamt eine ärgerliche Niederlage. Wir haben eigentlich gut gespielt im Spielaufbau, hatten viel Ballbesitz, haben viele Sachen gut gemacht, die wir uns vorgenommen hatten. Aber wir haben aus unseren Chancen zu wenig Tore gemacht. Dazu haben wir bei den Kontern der Spanier ein paar Mal aufgezeigt bekommen, dass wir hier eine junge Truppe haben. Da wurden wir eiskalt bestraft. Schade, dass wir hier nichts mitnehmen konnten, aber für einen ersten Auftritt war das in Ordnung.“

Die DHB-Herren begannen stark, hatten im ersten Viertel deutlich mehr vom Spiel, agierten druckvoll und erarbeiteten sich Kreisszenen. Spanien hingegen stand tief und kam offensiv kaum zum Zug. Niklas Bruns versuchte sich mit der ersten Strafecke, zielte aber genau auf den Handschuh von Keeper Marc Calzada (6.). In der nächsten Szene hatte Anton Boeckel den Ball nach einem Pass von rechts volley ins Tor befördert, doch der Schiedsrichter hatte zuvor bereits auf Strafecke entschieden. Wieder parierte Calzada gegen Bruns und klärte anschließend noch knapp vor dem bereit stehenden Herausgeber Tobias Hauke (7.) – auf Kosten einer weiteren Ecke. Erneut trat Bruns an, sein Flachschlenzer ging jedoch um Zentimeter links vorbei (8.). Deutschland blieb dominant. In der 10. Minute zielte A-Kader-Debütant Timm Haase nach einem Pass von rechts per Stecher zu weit rechts. Dass Deutschland bis dahin noch nicht vorn lag, war das einzige Manko. Spanien hatte bis dahin keine einzige Torchance, kam in der 13. Minute überhaupt zum ersten Mal in den deutschen Schusskreis. Kurz darauf musste DHB-Schlussmann Tobias Walter gegen einen Stecher von Alvaro Iglesias erstmals eingreifen (14.). Doch Spanien ging mit der Schlussecke des ersten Spielviertels völlig überraschend in Führung. Josep Romeu trat zur ersten Ecke an und traf diese hart in den linken oberen Winkel (15.).

Die DHB-Herren spielten trotz des unglücklichen Rückstands konzentriert weiter und schafften schnell den verdienten Ausgleich. Ein Pass von links fand in der Mitte Tobias Matania, der sich um seinen Gegenspieler drehte und mit einem satten Vorhandschuss traf (23.). In Überzahl – nach grüner Karte für Spaniens Tarres – gab es die nächste Ecke für Deutschland. Die allerdings wurde verstoppt. Daraus entwickelte sich ein spanischer Konter, den Julius Meyer im 1-gegen-1 noch vor dem eigenen Kreis stark unterband (24.). Doch Meyer verursachte mit einem Foulspiel im nächsten spanischen Angriff einen Siebenmeter. Keeper Tobias Walter hatte zwar die Ecke, doch Sergi Enriques Schuss war zu platziert und brachte die erneute Führung für die Gastgeber (25.). Die Iberer hatten danach noch zwei gute Gelegenheiten zu erhöhen, doch ein Schuss ging klar rechts vorbei, beim zweiten Mal parierte Walter stark (30.).

Das deutsche Team musste zunächst eine Phase in Unterzahl überstehen, nachdem Dieter Linnekogel für ein taktisches Foul im Mittelfeld die grüne Karte gesehen hatte (32.). Unter anderem hatte Spanien seine zweite Strafecke, die diesmal Marc Salles aber deutlich zu hoch angesetzt hatte (33.). Deutschland hatte weiter mehr vom Spiel, musste aber auf die Konter der Spanier aufpassen. In der 43. Minute hatte Timm Haase gleich zwei Mal die Chance zum erneuten Ausgleich, im zweiten Versuch landete der Ball aber nur am rechten Pfosten. Stattdessen erhöhte Spanien im Gegenzug, als Vincenc Ruiz von rechts von der Grundlinie Alvaro Iglesias bediente, der freistehend zum 3:1 einschob (43.). Kurz darauf gab es die dritte Ecke für Spanien, die Josep Romeu diesmal knapp links vorbei setzte (45.). Deutschland wechselte jetzt schon den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler aus und kam noch mal gefährlich in den Kreis, aber es ging mit dem Zwei-Tore-Rückstand ins Schlussviertel.

Deutschland blieb in virtueller Überzahl und erzeugte so im vierten Spielabschnitt enorm viel Druck. Spanien konnte sich lange nicht aus dem eigenen Viertel befreien, versuchte das mitunter mit langen Schlenzern in den leeren Raum. Die DHB-Herren erarbeiteten sich Chancen en masse – zunächst zwei Strafecken. Die erste wurde als Ablage-Variante gespielt, doch Timm Haase rutschte bei seinem Schuss etwas ab (46.), anschließend parierte Keeper Calzada stark gegen Dieter Linnekogel (47.). Danny Nguyen prüfte den spanischen Schlussmann vom rechten Kreisrand (48.), und Philip Schmid rutschte an einer Hereingabe von rechts knapp am Ball vorbei (52.). Fünf Minuten vor Schluss gelang dann endlich der Anschlusstreffer, als Constantin Staib den Ball hart auf das Tor brachte und Anton Boeckel den Schläger zum Stecher reinhielt. Spanien gelangen in der Schlussphase noch zwei gefährliche Konter in Richtung des leeren Tores, doch beide Male vergaben die Iberer die Vorentscheidung. Und selbst einen weiteren Siebenmeter, den Anton Boeckel mit einem ungestümen Einsteigen verursachte, konnte Spanien nicht nutzen, weil Tobias Walter den flach links gezielten Schuss von Sergi Enrique diesmal stark parierte (58.). Eine Chance blieb Deutschland aber noch zum Ausgleich: In der 60. Minute gab es die letzte Eckenentscheidung für Deutschland, die eine kleine Rangelei sowie lange Diskussionen und eine Gelbe Karte für Niklas Bruns nach sich zog. Auch die Ausführung zog sich, weil zwei Mal abgepfiffen wurde. Letztlich wurde der Ball jedoch verstoppt und die letzte Gelegenheit war vertan.

Tore:
1:0       Josep Romeu (KE, 15.)
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1:1       Tobias Matania (23.)
2:1       Sergi Enrique (7m, 25.)
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3:1       Alvaro Iglesias (43.)
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3:2       Anton Boeckel (55.)

Strafecken:
ESP 3 (1 Tor) / GER 7 (kein Tor)

Grüne Karten:
Ricardo Santana (20.), Joan Tarres (24.) / Dieter-Enrique Linnekogel (32.)

Gelbe Karten:
Alvaro Iglesias (45.) / Niklas Bruns (60.)

Schiedsrichter:
Bruce Bale (ENG) / Pen Assum (NED)

 

 

 

 

 

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