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UHC Hamburg scheitert im EHL-Achtelfinale

15.04.2017 - Die Herren des Uhlenhorster HC aus Hamburg haben den Einzug ins Viertelfinale der Euro Hockey League verpasst. Gegen den englischen Meister Wimbledon HC unterlag das Team von Kais al Saadi mit 1:3 (0:1). Im ersten Durchgang dominierte zwar keine der beiden Mannschaften klar, Wimbledon konnte aber in Führung gehen. Nach dem Seitenwechsel begannen die Hamburger defensiv ähnlich zerfahren, und Wimbledon konnte seine Führung ausbauen. Der Anschluss im letzten Viertel gab dem UHC zwar noch einmal Aufwind, letztlich scheiterten die „Uhlen“ aber an ihrer unzureichenden Eckenausbeute und Wimbledons starkem Rückhalt James Bailey (Fotos: EHL / worldsportpics.com)

„Im Moment fehlt die Überzeugung“, sah UHC-Trainer Kais al Saadi nach dem Schlusspfiff in der Selbstsicherheit einen der Hauptgründe, warum seine Herren lange keinen Zugriff in die Partie finden konnten und ergänzte: „Wir haben in letzter Zeit keine Spiele gewinnen können, das nagt natürlich am Selbstvertrauen. Ich hatte gehofft, dass wir die EHL unvorbelastet von der Bundesliga nutzen können, um uns freizuschwimmen, aber das war heute nicht erkennbar.“ Dabei starteten beide Mannschaften offensiv in die Partie, die erste UHC-Strafecke von Moritz Fürste musste Wimbledon auf der Linie klären. In der Folge tauchten beide Teams immer wieder gefährlich im gegnerischen Schusskreis auf. Aus einer solchen Situation resultierte dann auch Wimbledons Führung: Phillip Roper verlud in der linken Schusskreishälfte UHCs Torwart Nicolas Jacobi, zog aus spitzem Winkel „argentinisch“ ab und Jonas Swiatek konnte den platzierten Schuss nur noch ins eigene Tor ablenken (14.). Wimbledon erspielte sich nun etwas mehr Matchanteile, die größte Chance vor der Pause hatte aber einmal mehr Fürste, der kurz vor dem Halbzeitpfiff seine zweite Strafecke knapp neben den rechten Pfosten setze.

Auch nach dem Seitenwechsel kamen die Engländer frischer aus der Kabine. Es waren keine fünf Minuten gespielt, da legte Simon Mantell von links quer auf Benjamin Arnold, der die Kugel nur noch zum 2:0 über die Linie zu drücken brauchte (35.). Der UHC zeigte sich defensiv weiter schlecht sortiert, Wimbledon setzte seine erste und einzige Ecke knapp rechts vorbei. Die Hamburger kamen nun besser ins Spiel: Erst rettete Jacobi stark gegen Christopher Gregg, dann hatte Tino Teschke freistehend schon zum Schlag ausgeholt, die Schiedsrichter hatten aber Sekundenbruchteile vorher zur Strafecke gepfiffen (41.) „Da haben wir dann auch noch Pech, als der klare Vorteil abgepfiffen wird“, stellte al Saadi in dieser Situation klar, denn die folgende Ecke konnte Wimbledon ablaufen. „Das zieht natürlich weiter runter.“ Kurz darauf sah zudem Julius Schmid Grün. Der UHC überstand die Überzahl aber schadlos. Vielmehr sah nun auf der anderen Seite Peter Friend nach hartem Einsteigen Gelb. Doch auch die folgende Strafecke brachten die Deutschen nicht im Tor unter, die Wiederholung nach Videobeweis klärte einmal mehr James Bailey im Kasten der Südwestlondoner.

Das letzte Viertel begann, wie das vorangegangene endete: Wimbledons Schlussmann klärte gegen Jan-Philipp Rabente, doch der UHC war nun am Drücker. Julius Schmid gab dem harten Pass von Max Kapaun in den englischen Schusskreis den entscheidenden Touch zum 1:2-Anschluss (49.). „Danach kamen wir noch mal mit Überzeugung und Dampf auf“, stellte al Saadi fest musste aber einsehen, dass dieses Aufbäumen zu spät kam. „Wir treffen dann keine guten Entscheidungen, finden unseren Spielfluss nicht, Wimbledon hat das Spiel heute also auch verdient gewonnen. Zum Ende waren die Londoner stehend k.o., wir konnten aber den entscheidenden Nadelstich nicht mehr setzen.“ Der UHC drängte zwar in der Schlussphase noch einmal auf den Ausgleich, verlor aber seinen Videobeweis, als die Hamburger ein Stockfoul im Kreis gesehen haben wollten. Wenige Minuten später hatte Fürste zentral die Chance zum 2:2, aber wieder war bei Bailey Endstation. Die verbleibenden 160 Sekunden nahm al Saadi Jacobi zugunsten eines zwölften Feldspielers vom Platz, und Fürste im gelben Leibchen verhinderte nach eigenem Ballverlust zuvor und Überzahlkonter des WHC in bester Torwartmanier die Vorentscheidung. Die Hamburger drückten, Oliver Korn verpasste in der Schlussminute knapp und als der UHC noch einmal alles nach vorne warf, sorgte wieder Roper 15 Sekunden vor dem Ende für die endgültige Entscheidung, als er den letzten Konter der Partie zum 3:1-Endstand aus Sicht der Engländer verwandelte.

Tore:
1:0       Phillip Roper (14.)
---------------------
2:0       Benjamin Arnold (35.)
2:1       Julius Schmid (49.)
3:1       Phillip Roper (60.)

Strafecken:                   WHC 1 (0 Tore) / UHC 6 (0 Tore)

Grüne Karten:               John Kinder, WHC (23., Fehlender Abstand) / Julius Schmid, UHC (43., Körperfoul)

Gelbe Karte:                  Peter Friend, WHC (45., Körperfoul) / ---

Zuschauer:                    1.600

Schiedsrichter:             Coen van Bunge (NED) / Sebastien Michielsen (BEL)

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