DANAS: Klares 1:4 gegen LeonasWorld League: Im Viertelfinale am Mittwoch um 6.00 Uhr nun gegen Korea

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DANAS: Gegen Argentinien klar 1:4 (0:2) verloren

World League: Im Viertelfinale am Mittwoch um 6.00 Uhr nun gegen Korea

21.11.2017 - Die deutschen Damen haben ihr letztes Vorrundenspiel beim World-League-Finalturnier gegen die ebenfalls bis dato ungeschlagenen Argentinierinnen klar mit 1:4 (0:2) verloren und damit Rang zwei in der Gruppe erreicht. Gegen den druckvoll pressenden Weltranglisten-Dritten machte das DHB-Team zu viele Fehler im Aufbau, was diese erst mit zwei Ecken und später zwei Kontertoren bestraften. Trotzdem gab die DHB-Elf nie auf und wurde fünf Minuten vor Ende zumindest mit dem Treffer zum 1:4 noch belohnt. Am morgigen Mittwoch um 6.00 Uhr deutscher Zeit treffen die DANAS im Viertelfinale nun auf Korea, den Dritten der Gruppe A. 

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Das war kein gutes Spiel. Besonders in der ersten Halbzeit waren wir ein bisschen müde beim Start. Argentinien ist viel besser in diese Partie gekommen, hat uns enorm unter Druck gesetzt. Wir waren zu defensiv eingestellt in den Köpfen, haben zu wenig in die Offensive investiert. Die zweite Halbzeit war klar besser. Da haben wir effektiver gepresst, eigene Chancen kreiert. Ich denke sogar, dass wir da mehr vom Spiel hatten. Aber Argentinien war einfach beeindruckender im Spiel ab der gegnerischen Viertellinie, hat da deutlich mehr Gefahr erzeugt als wir. Es gab bei uns mehr individuelle Fehler als normal. Das müssen wir morgen gegen Korea abstellen. Aber das kriegen wir auch hin und werden voll fokussiert sein auf dieses Viertelfinale.“
Kapitänin Janne Müller-Wieland: „Ein 1:4 ist natürlich alles andere als zufriedenstellend. Wir haben eine ganze Menge Verletzungen kassiert in diesem Spiel, die uns immer wieder rausgebracht haben. Ich hoffe, dass morgen gegen Korea alle – unter anderem auch ich – wieder spielen können. In dieser Partie haben wir nicht 100 Prozent gegeben, deshalb kann man einen Sieg auch nicht erwarten. Daraus kann man aber eben auch viel lernen und dies wird uns in der Vorbereitung auf Korea auch helfen. Ich bin mir sicher, dass wir unseren Matchplan morgen besser umsetzen werden.“

Die Argentinierinnen pressten früh gegen das DHB-Team und holten sich nach einem Ballverlust von Anne Schröder am eigenen Viertel auch die erste Strafecke, auf die eine zweite folgte (4.). Bei dieser war Lisa Altenburg am rechten Pfosten gegen den Schlenzer von Routinier Noelle Barrionuevo stark zur Stelle. Ortiz setzte einen Rückhandschuss deutlich über den Kasten. Die DANAS konnten sich in der Phase aber dann auch erstmals besser befreien und selbst offensive Akzente setzen. Eine Flanke von Teresa Martin-Pelegrina zischte noch unberührt durch den Kreis der „Las Leonas“. Danach war es im ersten Viertel ein Match auf Augenhöhe, ohne dass beide sich hochkarätige Chancen erarbeiten konnten.
In der 17. Minute kam Argentinien nach einem Fuß von Selin Oruz zur dritten Ecke. Und die wurde nach Abspiel auf die Linksablage durch einen platzierten halbhohen Schlenzer von Julia Gomes zur Führung für den Weltranglisten-Dritten genutzt. Ein Fehler von Janne Müller-Wieland führte kurz darauf zur vierten Ecke für die Leonas (19.). Diese lief Mävers auf Kosten der nächsten Ecke ab. Und da saß die schöne Stechervariante auf Maria Granatto, die den Ball unhaltbar für Julia Ciupka unter die Latte stach.
Ein heftiger Lapsus der asiatischen Schiedsrichterinnen dann, als Cecile Pieper von Magdalena Fernandez direkt vor den Augen von Lin Miao von hinten abgeräumt wurde, doch statt einer Gelben Karte mit mindestens fünf Minuten Zeitstrafe für die Argentinierin, gab es gar nichts in der Konsequenz, während Pieper draußen an der blutenden Nase behandelt werden musste. Es ging mit Dominanz der Argentinierinnen weiter. Zwei weitere Ecken in der 26. Minute wurden mit einem Pfostentreffer überstanden. Mävers hatte dann die erste Großchance in der 27. Minute, als ihr Stecher am rechten Außenpfosten landete. Die Schiedsrichterinnen blieben leider ihrer sehr schwachen Linie treu, als zwei Fouls gegen Elisa Gräve und Anne Schröder am und im Kreis nicht mit Ecken geahndet wurden, sondern gegen die Deutschen entschieden wurden.
Dann bekam Lisa Altenburg auch noch einen voll durchgezogenen hohen Flankenball von Delfina Merino auf die Hand und musste behandelt werden. Es war nicht die Halbzeit der DANAS, die dem Druck der Argentinierinnen kaum mal entkamen, zu viele leichte Ecken zuließen und dann auch noch von den Schiedsrichterinnen klar benachteiligt wurden. Sie mussten froh sein, dass es „nur“ 0:2 stand, denn vom Chancenverhältnis her hätte es auch schon höher stehen können.

Im dritten Viertel bemühten sich die DANAS sichtlich, mit mehr Ruhe und Struktur zu eigenen Chancen zu kommen. Camille Nobis hatte die beste Gelegenheit, als sie einen Vorhandschlag nur nicht voll traf (35.). Allerdings machten die Deutschen dabei oft auch leichte Fehler im Passspiel und bei der Ballmitnahme, so dass Argentinien auch immer mal wieder zu gefährlichen Kontern kam, die die Leonas allerdings ebenfalls unkonzentriert zu Ende spielten (38./39.). Eine umstrittene weitere achte Ecke wegen angeblich nicht eingehaltenen Abstands von Cecile Pieper lenkte Ciupka gerade noch um den Pfosten (43.).
Es ging leider oft nur in eine Richtung mit den Entscheidungen der schwachen Schiedsrichterinnen. Wenn die Deutschen durch ein Foul den Ball verloren, wurde kurz darauf die gleiche Aktion im Rückwärtsgang gegen die Deutschen geahndet. Nobis lenkte einen Ball von Nike Lorenz rechts neben das Tor. Kurz darauf ein Missverständnis, als Anne Schröder im Kreis frei an den Ball kam, aber zu wenig daraus machte (47.). Eugenia Trinchinetti traf dann Lorenz am Oberarm, als diese ihr den Ball vom Schläger spitzelte. Der so Gefoulte unterlief bei der Ausführung des Freischlags ein Konzentrationsfehler, welcher es Delfina Merino erlaubte, allein auf Ciupka zuzugehen und mit der Rückhand ins linke obere Eck zum 0:3 (48.) zu treffen.
Die Deutschen nun völlig von der Rolle. Anne Schröder verlor einen Ball an der Viertellinie, so dass erneut eine Argentinierin den Ball unbedrängt in den Kreis zu Maria Ortiz (49.) passen konnte, die mit einem sehr starken Rückhandschuss ins untere linke Eck zum 0:4 traf – schon der vierte Treffer bei dem Julia Ciupka völlig chancenlos war. Es dauerte bis zur 51. Minute, ehe dann auch die Deutschen mal eine Ecke zugesprochen bekamen, als Nobis im Kreis gefoult wurde. Doch Belen Succi hielt Nike Lorenz Schlenzer stark und Hannah Granitzki traf den Nachschuss vom Kreisrand nicht voll, so dass dieser am Tor vorbeiging. Die Deutschen gaben das Bemühen nie auf, selbst noch zum Torerfolg zu kommen. Ein starkes Solo über links der im deutschen Team neben Teresa Martin Pelegrina besten Spielerin Cecile Pieper blieb ohne Erfolg, weil deren Rückpass noch in letzter Sekunde abgelenkt wurde (54.).
Pieper holte dann die zweite Ecke fürs DHB-Team. Und bei der gab es das deutsche Tor dann doch noch, als Nike Lorenz Belen Succi mit einem harten, flachen Schlenzer ins untere linke Eck überwand (55.). Reckinger nahm vier Minuten vor Ende Ciupka noch vom Platz, um das künstliche Überzahlspiel zu üben. Und Mävers hätte fast einen Rückhandschuss von Altenburg noch reingestochen, doch die Kugel ging um Zentimeter rechts am Pfosten vorbei. Es blieb dadurch letztlich beim 1:4 aus deutscher Sicht.

Tore:
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0:1       Julia Gomes (KE, 17.)
0:2       Maria Granatto (KE, 19.)
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-
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0:3       Delfina Merino (48.)
0:4       Maria Ortiz (49.)
1:4       Nike Lorenz (KE, 55.)

Ecken:
GER 2 (1 Tor) / ARG 8 (2 Tore)

Schiedsrichter:
Lin Miao (CHN) / Chieko Soma (JAP)

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