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Kreativität bei der Spielersuche: Job-Börse und EBS-Stipendium

Stipendium der European Business School (EBS) lockt Leistungsträger an

29.05.2017 - Außerhalb der großen Hockey-Hochburgen tun sich auch traditionsreiche Clubs häufig schwer, spielstarke Talente für ihre Mannschaften im Herren- und Damen-Bereich zu finden. Um dennoch neben einer erfolgreichen eigenen Jugendarbeit auch auswärtige Spieler anzuziehen, ist heutzutage viel Kreativität gefragt, wie zum Beispiel beim Wiesbadener THC.

Der Traditionsverein aus der hessischen Landeshauptstadt, in dem einst Stürmerstar Stefan Blöcher oder zuletzt Rio-Bronzemedaillengewinnerin Nike Lorenz das Hockeyspielen lernten, ist gerade dabei, sich mit einer jungen und ehrgeizigen Herren-Mannschaft nach oben zu arbeiten. In der letzten Hallensaison hat die Mannschaft um den Aufstieg in die 1. Regionalliga Süd mitgespielt, im Feld gehört der Neuling nach einer perfekten Bilanz von 14 Siegen in 14 Spielen im Vorjahr auch wieder zur Spitzengruppe.

Großen Anteil an diesem Aufschwung haben Spieler wie Joel Correia (20), der bei Uhlenhorst Mülheim schon Bundesliga-Luft schnupperte und seinen damaligen Club-Kollegen Jan Seidemann (19) ebenfalls von einem Wechsel nach Wiesbaden überzeugte. Beide sind wegen eines vor sechs Jahren ins Leben gerufenen Projektes zum WTHC gekommen: einem Stipendium der European Business School (EBS), die in Wiesbaden und im nahe gelegenen Rheingau Studiengänge in BWL und Jura anbietet.

„Die EBS und der WTHC bieten einem mit diesem Stipendium die Chance, gleichzeitig in der Ausbildung und im Sport durchzustarten und den Grundstein für die berufliche Laufbahn zu legen. Das ist in dieser Form einzigartig in Deutschland“, sagt Jan Seidemann. „Von dem Modell profitieren alle, und das Ganze hat sich über die letzten Jahre vor allem bei den Herren toll entwickelt“, meint Correia, der sich wie Patrick Fünfrock, der das Projekt zwischen WTHC und EBS koordiniert, wünscht, dass auch mal Studentinnen über das Stipendium den Weg nach Wiesbaden finden, um perspektivisch neben einigen der Top-Talente aus dem eigenen Nachwuchs auch die Damen-Mannschaft zu verstärken.

Patrick Fünfrock betreut aber nicht nur die EBS-Stipendiaten, mit einem großen Netzwerk des Clubs organisiert er auch eine gut funktionierende Job-Börse mit großer Perspektive für WTHC-Spieler. So vermittelte er etwa Adrian Amon (30), langjähriger Stammspieler beim Bundesligisten Nürnberger HTC und ehemaliger Jugendnationalspieler, eine Stelle in der Wiesbadener Niederlassung einer weltweit führenden Personalberatung. Teamkollege Andreas Hoffmann (28), auch schon Bundesliga-erfahren, stieg ins Controlling beim größten Gabelstapler-Hersteller der Welt ein.

Die Job-Börse und die erfolgreiche Kooperation mit der EBS, die der WTHC-Hockeyabteilungsleiter Stefan Mayer-Schierning „als Glücksfall für beide Seiten“ und als „Riesenpfund für die Stadt und den Verein“ bezeichnet, bringen dem Club aber nicht nur starke Spieler für die Herren-Mannschaft ein, sondern auch kompetenten Input für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Denn die meisten Spieler unterstützen neben ihren eigenen Spielen und Beruf oder Studium auch noch die beiden hauptamtlichen Jugendtrainer Jeroen Wijnmalen und Kai Stieglitz als Trainer und Betreuer von Jugend-Mannschaften.

 Alles in allem ein absolutes Vorbild-Projekt für die Verknüpfung von Leistungssport und Karriereförderung in der DHB-Vereinslandschaft.

 

 

 

 

 

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