Nicht mehr in eigener HandU21-EM Damen in Valencia, Vorrunde: Deutschland – England 0:1 (0:1)

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Nicht mehr in eigener Hand

U21-EM Damen in Valencia, Vorrunde: Deutschland – England 0:1 (0:1)

29.08.2017 - Die deutschen Juniorinnen haben die Entscheidung über das Erreichen des EM-Halbfinales nicht mehr in der eigenen Hand. Durch eine knappe 0:1-Niederlage (0:1) gegen England braucht das junge DHB-Team am Donnerstag die Schützenhilfe der Engländerinnen gegen Frankreich, muss dabei selbst gegen Irland aber erstmal gewinnen. Den Treffer des Tages erzielte Charlotte Daly schon in der 9. Minute. Danach berannte das deutsche Team zwar den englischen Kreis, zeigte eine klare Leistungssteigerung, ließ aber wie beim 0:0 im Auftaktspiel gegen Frankreich die nötige Cleverness und Durchschlagskraft im Kreis vermissen.

 Bundestrainer Akim Bouchouchi: „Es ist ärgerlich, denn wir haben so viel deutlich besser gemacht, haben sehr viel Ballkontrolle, mehr Struktur, aber müssen uns halt vorwerfen, dass wir die Tore nicht machen. Die Statistik sieht uns in beiden Spielen in den meisten Belangen vorn, aber so ist der Spielsport – wenn du dich dann nicht mit Toren belohnst, gewinnst du nicht. Wir sind halt noch sehr grün hinter den Ohren im Torschussverhalten und auch die Ecken klappen nicht. Das wird gegen Irland auch nicht einfacher, weil das wieder ein Match wird, wo wir viel mehr Spielanteile haben werden und der Gegner tief und eng am Kreis stehen wird.“

Bei strömendem Regen legten die deutschen Juniorinnen sofort gut los. Die erste Ecke nach 45 Sekunden hielt Keeperin Miriam Pritchard stark gegen Nicola Plutas Schlag. Die Deutschen hielten den Druck hoch. Zwei weitere gute Chancen innerhalb der zwei Minuten blieben zwar ungenutzt, weil es auch sehr eng im englischen Kreis war, aber das Führungstor lag in der Luft. Dann kam England durch einen Ballverlust ein erstes Mal in den Kreis und holte sich die Ecke (4.), die aber von Deutschlands zweiter Welle geklärt wurde. Im Konter eine gute Stecherchance von Katharina Kiefer, aber ihr Ball ging am Tor vorbei (5.).
Dann wurde ein englischer Treffer gegeben, bei dem die Deutschen Stockfoul monierten, weil Charlotte Daly bei ihrem Versuch eigentlich vor allem den Schläger von Katharina Kirschbaum Richtung Tor drückte (9.). Doch die Schiedsrichterin gab das Tor – Videobeweis gibt es bei U21-EMs nicht. Nach gutem Rechtsangriff war es Benedetta Wenzel, die einen freien Rückhandschuss aufs Tor hatte, aber die Kugel ging über das Tor (12.). Ein unnötiger Rückstand zum Ende des ersten Viertels, da die Deutschen – wie schon beim 0:0 gegen Frankreich – mehr vom Spiel hatten, aber gute Chancen nicht nutzten und in der entscheidenden Szene auch nicht entschlossen genug klärten.
Deutschland sofort wieder mit Pressing und hohem Ballbesitz – aber auch Pech, dass man im Kreis die Pfiffe nicht bekam, die man erwartete, da England zum Teil sehr rustikal zu Werke ging. Stattdessen sah Sonja Zimmermann Grün, doch die Unterzahl währte nicht lange, weil auch Charlotte Childs in der 19. Minute Grün für nicht eingehaltenen Abstand sah. In der Phase kam man nicht richtig nach vorn, sondern fing sich im Gegenteil die zweite Ecke (20.), die aber gut entschärft wurde. Es schüttete derweil weiter aus allen Rohren vom Himmel, so dass die Rahmenbedingungen schwer waren.
Eine Unachtsamkeit bescherte England in der 24. Minute die dritte Ecke. Doch auf die Eckenabwehr war Verlass. Am Kreis aber weiter unglückliche letzte Aktionen, so dass man sich oft noch irgendwo festrannte auf dem Weg zum Tor. Hier fehlte immer noch die Abgeklärtheit. Gute Chance dann mal wieder in der 29. Minute, als eine Flanke aus der Mitte von Maxi Marquardt im Fallen knapp neben das Tor gestochen wurde. Dann sah Katharina Kiefer Grün für ein Foulspiel (30.) so dass das DHB-Team in Unterzahl in die Kabine ging.

Zur Pause war der Rückstand nur deshalb nicht unverdient, weil die Deutschen oft zu hektisch und ohne die letzte Konzentration im und am Kreis agierten. Sonst passte vieles gut. Man nahm sich nun noch mehr Ballbesitz auf dem gesamten Platz vor und machte Druck. Nach zwei Minuten holten sich die Juniorinnen des DHB ihre zweite und dann dritte Ecke der Partie. Die holte Pritchard aber stark mit dem Fuß aus der unteren rechten Ecke. Und auch der Nachschuss hatte keinen Erfolg.
Doch die DHB-Auswahl hatte nun wieder deutlich mehr vom Spiel, zog ihr Powerplay auf. Mit dem ersten Konter kam England zwar erneut zu einer Ecke (36.), die aber gut verteidigt wurde. Weiterhin sehr ruppiges Spiel der Engländerinnen, das aber nicht unterbunden wurde. Und das DHB-Team belohnte sich auch weiter nicht bei guten Ballgewinnen, sondern blieb zu oft am oder im Kreis hängen. Endlich sah dann mal eine Engländerin eine Karte. Tessa Howard musste in der 44. Minute auf die Strafbank. Doch bis zur letzten Viertelpause konnten die Deutschen kein Kapital daraus ziehen – im Gegenteil, England konnte sich mit ablaufender Zeit noch eine Ecke holen, die aber misslang.
Die Deutschen mühten sich, im letzten Viertel die Kontrolle zu halten, waren auch viel am Kreis Englands im Powerplay, kamen aber nicht effektiv genug durch. Dann aber nächste deutsche Ecke in der 50. Minute. Die Variante auf die Rausgeberin wurde jedoch gut gelesen und geblockt. England kam kaum noch hinten raus, sondern verteidigte ganz tief, so dass da kaum Räume waren für die Deutschen. So wurde zwei gute Schusschancen in der 53. Minute noch weggeblockt, weil der Raum fehlte. Ein Schuss von rechts von Elisa Gräve wurde von der reinrutschenden Marquardt einen Meter vor Tor noch verpasst.
3.45 Minuten vor Ende brachte Akim Bouchouchi dann den spielenden Keeper für eine künstliche Überzahl. Pritchard fischte eine hohe Rückhand von Nele Aring stark aus dem oberen linken Toreck. Dann holten die Deutschen die nächste Ecke bei noch 2.40 Minuten auf der Uhr. Den Schlenzer-Aufsetzer parierte Pritchard jedoch erneut gut. Es gab die nächste Ecke bei 1.35 Minuten auf der Uhr. Und nun kam auch noch Pech dazu, als der Schlenzer von Rausgeberin Maike Schaunig an den linken Innenpfosten ging und von da ins Feld zurücksprang. Damit stand die Niederlage leider fest.

Tore:
0:1       Charlotte Daly (9.)
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Ecken:
GER 7 (kein Tor) / ENG 4 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Ymkje van Slooten (NED) / Magali Sergeant (BEL)

 

 

 

 

 

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