HONAMAS: Klarer AuftaktsiegWorld League Halbfinale in Johannesburg, Vorrunde: Deutschland - Ägypten 5:0 (2:0)

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HONAMAS: Klarer Auftaktsieg mit gemischtem Fazit

World League Halbfinale in Johannesburg, Vorrunde: Deutschland - Ägypten 5:0 (2:0)

11.07.2017 - Die deutschen Herren sind mit einem klaren 5:0 über Ägypten in die Vorrunde des World-League-Halbfinalturniers von Johannesburg gestartet. Richtig zufrieden war man im Lager der HONAMAS mit dem ersten Auftritt allerdings noch nicht, denn vor allem im Vorwärtsgang war das Spiel der Deutschen von vielen leichten technischen Fehlern durchsetzt, die etliche Angriffe ins Leere laufen ließen. Im zweiten Turnierspiel geht es für die Kermas-Schützlinge nun am Donnerstag um 18.00 Uhr gegen Gastgeber Südafrika.

Stefan Kermas: „Ein Auftaktsieg – nicht mehr nicht weniger. Wir haben heute viel investieren müssen, um gegen diesen unorthodoxen, tief stehenden Gegner zum Erfolg zu kommen. Dabei hatten wir spielerisch lange Zeit Probleme, vor allem mit fünf bis zehn Meter-Kombinationen. Da waren viele technische Fehler und falsche Entscheidungen dabei. Was ich gut fand, war, dass wir uns ins Spiel hineingearbeitet haben und halbwegs ruhig geblieben sind. Dadurch hatten wir am Ende auch mehr Chancen. Insgesamt ein gemischtes Fazit und wir wissen, dass wir gegen andere Gegner bessere Leistungen brauchen, um erfolgreich zu sein. Gegen Südafrika wollen wir den nächsten Schritt machen.“

Timm Herzbruch: „Das war der erwartet schwierige Start ins Turnier. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit nicht unser bestes Hockey gespielt. Dafür waren zu viele technische Fehler drin und wir sind nicht in unser gewohntes Passspiel gekommen. Nach der Pause war es besser und strukturierter. Da haben wir auch mehr Chancen kreiert. Das 5:0 ist zum Auftakt aber völlig okay. Jetzt haben wir einen Tag Pause und fokussieren uns dann schon auf Südafrika, hoffentlich vor großer Kulisse hier.“

Marko Miltkau: „Es war am Anfang sehr holprig. Wir haben den Ball nicht genug laufen lassen. Das Ergebnis finde ich aber in Ordnung. Wir werden an unseren Schwächen arbeiten. Das wird auf jeden Fall noch besser!“

Die Deutschen starteten mit viel Druck gegen den Außenseiter, wollte früh klarstellen, in welche Richtung diese Partie gehen würde Und Niklas Wellen hatte in der 3. Minute bereits die erste Großchance, als er sich über die linke Grundlinie durchsetzte und Keeper Wael Noureldin im Fallen gerade noch die Beine zusammenbekam und parierte. Wellen holte dann auch die erste Ecke (6.), mit der Grambusch aber am Spieler am Pfosten scheiterte. Ägypten arbeitete hart, um die Deutschen aus dem Kreis zu halten und war damit in dieser Phase auch noch sehr erfolgreich damit.
Pech für Didi Linnekogel, als ihm eine Schusschance in der 10. Minute abgepfiffen wurde. Noch passten die Anspiele in den Kreis aber auch nicht perfekt. In der 11. Minute nahmen die Ägypter einen Videobeweis, um sich wegen nicht eingehaltenen Abstands eine Ecke zu holen. Doch damit verloren sie das Anrufungsrecht. Dennoch war in dieser Phase das Team aus Nordafrika tatsächlich mal länger in der deutschen Hälfte unterwegs. Es blieb beim 0:0 zur ersten Viertelpause.
Auch danach fehlte weiter Genauigkeit im Passspiel und auch ein wenig Tempo, um die tief stehenden Ägypter zu überwinden. Doch dann wurde Wellen gut vor Tor freigespielt und der Krefelder scheiterte erneut aus kürzester Distanz an Noureldin (19.). Herzbruch wurde kurz darauf im dichten Stöckerwald im ägyptischen Kreis gestoppt. Das 1:0 lag nun in der Luft. Fürks gute Rückhandflanke verpasste Miltkau am langen Pfosten vorm leeren Tor (22.). Und dann war es endlich geschehen, als Herzbruch hart auf den rechten Pfosten passte und Miltkau zum 1:0 ins lange Eck abtropfen ließ (23.).
Kurz darauf hatte auch Tobias Walter bei zwei langen Pässen in den Kreis erste Ballberührungen, ohne jedoch in Gefahr zu geraten. Ägypten dann in Unterzahl, weil Mostafa Mansour für ein Foul Grün sah. Das DHB-Team erarbeitete sich in der Phase die zweite Strafecke (27.), die Tom Grambusch flach rechts zum 2:0 verwertete. Bei dem Spielstand blieb es dann auch bis zur Halbzeitpause.
Im dritten Viertel versuchten es die Deutschen weiter geduldig, hatten aber immer noch Ungenauigkeiten und technische Fehler in der Ballannahme, die einige Angriffe unbrauchbar machten. Es war erneut Wellen, der direkt vor Tor ein Zuspiel von Herzbruch nicht verwerten konnte (36.). Als es dann über halbrechts mal schnell ging und der Ball von Fürk über Gomoll zu Linnekogel kam, stand es 3:0, weil der Hamburger Noureldin aus kurzer Distanz tunnelte (37.).
Als Ahmed Elganaini wegen Ball Wegspielens Grün sah, waren die HONAMAS wieder zwei Minuten in Überzahl. Im Powerplay war es jedoch immer so eng im Kreis der Ägypter, dass kaum ein Durchkommen war. Doch nach Linnekogels Querpass hätte dieses Mal Gomoll das 4:0 machen können, kam aber vorm leeren Tor um einen Wimpernschlag zu spät (40.). Dann holte Ägypten in der 41. Minute die erste Ecke. Doch die erste Welle um Tom Grambusch holte den Schuss schon ganz vorn ab.
Vorn liefen sich die Deutschen trotz der klaren Führung zu oft vorm Kreis an den Brettern fest. Trompertz holte in der 43. Minute dann die dritte Ecke heraus, doch der Kölner verstoppte die unpräzise Herausgabe selbst. Im Konter war es erneut Ägypten, das die Ecke zog. Doch die parierte Tobias Walter sicher. Weil er mit einem Tackling den Konter von Herzbruch unterbrach musste Elgaini für zehn Minuten auf die Strafbank. Das brachte Überzahl zur Ende des dritten und die erste Hälfte des letzten Viertels. Fast hätte Miltkau einen langen Windfeder-Schlenzer mit der letzten Sekunde des dritten Viertels noch ins Tor abgefälscht, doch verpasste dies knapp.
Dann sah aber auch Matthias Müller Grün wegen Ball Wegspielens, so dass nun zwei Minuten lang auf beiden Seiten ein Spieler auf der Bank saß. Die Deutschen in der Phase mit Powerplay, aber ohne zum wirklich gefährlichen Abschluss zu kommen. Doch letztlich war der Ball am Ende der ägyptischen Strafzeit doch im Tor der Nordafrikaner, als in Flankenball von Jonas Gomoll von einem Abwehrspieler ins eigene Tor abfälschte (52.). Und Timm Herzbruch setzte nur Sekunden später ein richtiges Statement mit einem harten Volleyschlag über die Schulter von Noureldin ins obere linke Toreck zum 5:0 (53.).
Wellen prüfte in der 57. Minute noch einmal Noureldin, der hoch abwehren konnte. Die Deutschen blieben im Vorwärtsgang, aber hatten immer noch zu viele Fehler im Spiel, um aus den guten Ansätzen mehr zu machen. Es blieb daher beim Fünf-Tore-Vorsprung für die HONAMAS. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
-
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1:0       Marko Miltkau (23.)
2:0       Tom Grambusch (KE, 27.)
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3:0       Dieter Linnekogel (37.)
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4:0       Jonas Gomoll (52.)
5:0       Timm Herzbruch (53.)

Ecken:
GER 5 (1 Tor) / EGY 2 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Roel van Eert (NED) / Sebastien Duterme (BEL)

>> zur Turnierseite von hockey.de

>> Der Treffer von Timm Herzbruch im DAZN-Clip

 

 

 

 

 

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