HONAMAS sind GruppensiegerBhubaneswar: DHB-Herren besiegen Gastgeber Indien klar mit 2:0 (2:0)

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World League: HONAMAS ungeschlagener Gruppensieger

Bhubaneswar: DHB-Herren besiegen Gastgeber Indien klar mit 2:0 (2:0)

04.12.2017 - Die deutschen Herren haben ihr letztes Vorrundenspiel beim World-League-Finalturnier in Bhubaneswar gegen Gastgeber Indien mit einer sehr guten Mannschaftsleistung verdient 2:0 (2:0) für sich entschieden. Das DHB-Team, für das Martin Häner und Mats Grambusch trafen, agierte dabei nur mit 17 Spielern, da sich die Knieverletzung von Timur Oruz aus dem 2:2 gegen Australien als Riss des linken Außenbandes herausgestellt hatte. Der Kölner ist bereits wieder zuhause und wartet auf seine Operation. Die HONAMAS wurden mit dem Erfolg klarer Gruppensieger und Treffen nun am Mittwoch im Viertelfinale auf den Vierten der Gruppe B, der aber erst am Dienstag feststehen wird.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Ein verdienter Sieg! Das war spielstrategisch sehr stark von den Jungs. Sie haben die richtigen Räume gefunden, in denen wir spielen wollten. Einzige Phase, mit der ich unzufrieden war, war die Druckphase der Inder im dritten Viertel, als wir zu lange gebraucht haben, um uns darauf einzustellen und auch nicht konsequent genug auf das 3:0 gegangen sind, womit wir die Entscheidung früher hätten herbeiführen können. Aber das sind die einzigen Minuspunkte heute. Insgesamt sind sieben Punkte und der Gruppensieg in der Vorrunde eine sehr zufriedenstellende Leistung. Aber das dicke Spiel, das nachher für das Turnierfazit zählt, kommt jetzt erst mit dem Viertelfinale. Entscheidend wird sein, dass wir auch darauf gut vorbereitet sind.“
Florian Fuchs: „Wir sind sehr froh über sieben Punkte aus drei Spielen. Das haben viele sicher auch so nicht erwartet, dass wir so souverän mit dieser neu besetzten Mannschaft ins Turnier starten. Aber heute haben wir das als Kollektiv herausragend gemacht, haben defensiv so gut wie nichts zugelassen, uns gegenseitig gepusht. Offensiv ist sicher noch Luft nach oben, da haben wir die letzte Konsequenz manchmal vermissen lassen. Aber das können wir ja jetzt im Viertelfinale besser machen.“
Christopher Rühr: „Das war ein unglaublich dominantes Spiel von uns, was für solch eine junge Truppe absolut nicht selbstverständlich ist. Wenn man in der Vorrunde nicht mehr als die zwei Tore gegen Australien fängt, heißt das, wir haben defensiv einen sehr guten Job gemacht. Aber jetzt wird alles wieder auf null gestellt vor der KO-Phase. Wir können aber viel Selbstvertrauen mit in das Spiel am Donnerstag nehmen und wollen das Turnier dann auch so erfolgreich wie möglich beenden!“

Die HONAMAS starteten mit viel Ballbesitz in diese Partie im ausverkauften Kalinga-Lancers-Stadium. Indien kaum mal in der Hälfte des DHB-Teams. Die Deutschen setzten sich fest am Kreis der Gastgeber. Florian Fuchs hatte die erste Chance zum Abschluss, doch sein Schlenzer wurde noch weggeblockt (6.). Indien überhaupt erst nach acht Minuten Mal mit längerem Aufenthalt in der deutschen Hälfte, aber ohne sich eine Chance erarbeiten zu können. Zu richtigen Großchancen kamen aber auch die Deutschen, trotz sehr hohen Ballbesitzes, nicht in diesem ersten Viertel, in dem beide Keeper noch nicht einmal parieren mussten.
Ein harter Ball in den Kreis gab dann zu Beginn des zweiten Viertels die erste Ecke für die HONAMAS. Und die versenkte Kapitän Martin Häner flach links unten zur Führung (16.) – fast identisch wie zum späten 2:2 gegen Australien im letzten Vorrundenmatch. Insgesamt auch danach ein dominantes Spiel der Deutschen, die rasch nachlegen konnten. Ein Rechtsangriff wurde bis an den linken Kreisrand zu Mats Grambusch getragen, dessen Vorhandschuss Birendra Lakra unhaltbar für seinen Keeper Akash Chikte zum 2:0 (19.) ins eigene Tor abfälschte. Im ersten Konter des zweiten Viertels hatte Mandeep Singh den ersten Torschuss für Indien, den Tobias Walter stark parierte. Im Gewühl danach hatte Arkashdeep Singh gleich die nächste Chance, als er einen Rückhandball aber rechts neben das Tor setzte (23.). Julius Meyer sah dann kurz vor der Halbzeit Grün für ein Foulspiel am eigenen Kreis.
In Überzahl drückte das indische Team nochmal auf den Anschlusstreffer. Per Videobeweis holten sie sich die erste Ecke in der 28. Minute. Walter hielt aber den Schlenzer von Rupinder Pal Singh. Johannes Große bekam kurz darauf eine viel zu hohe Flanke ans Knie und musste draußen behandelt werden, konnte aber später weiterspielen. Insgesamt waren die Deutschen hinten aber sehr aufmerksam und ließ wenig zu. Deshalb ging es mit einem absolut verdienten 2:0 für die Deutschen in die Halbzeitpause.

Indien startete mit Druck in die zweite Hälfte. Das DHB-Team nahm in der 33. Minute gegen eine Eckenentscheidung den Videobeweis, weil Weinke einen Ball klar nur gegen die Schlägerhand bekommen hatte. Danach die Deutschen wieder mit besserem Ballbesitzhockey, manchmal vielleicht mit etwas zu wenig Konzentration in der Ballannahme und -mitnahme, so dass Indien mehr vom Spiel hatte, als noch in der ersten Hälfte. Fuchs holte dann in der 37. Minute die zweite deutsche Ecke der Partie heraus. Den Schlenzer von Häner lenkte Suraj Karkera, der in der zweiten Hälfte das indische Tor hütete, an den rechten Innenpfosten, von wo er einmal quer über die Torlinie lief und auf der anderen Seite wieder raus, wo Benedikt Fürk den Ball nicht über die Linie drücken konnte.
Im Konter Fuß von Große und auch zweite Ecke für Indien (38.), die aber die Rausläufer ganz stark abwehrten. Indien nun mit viel Aufwand im Vorwärtsgang, aber ohne sich allzu große Chancen erarbeiten zu können. Auf der anderen Seite setzte Rühr Mats Grambusch stark in Szene, dessen Schuss von einem Verteidiger noch zur langen Ecke abgefälscht werden konnte (42.). So blieb es beim 2:0 für das DHB-Team vor dem Schluss-Viertel. Das begann mit einem Konter auf Rühr, der aber am gut rausrutschenden Keeper scheiterte (46.). Kurz darauf wieder ein guter Konter, der aber nicht genutzt wurde.
Die HONAMAS hatten nun die Chance, den Sack zuzumachen. Indien machte bis zum deutschen Viertel durchaus vieles gut, aber hatte ungewohnt viele schwache Anspiele in die Spitze zu verzeichnen. Die Deutschen nun aber auch wieder mit sehr dominantem Ballbesitzspiel, das die Inder auch frustrierte. Fuchs hatte einen guten Kreiseintritt links, verzog die Flanke aber nach links (53.). Kurz darauf war es erneut Fuchs mit einem guten Rückhandschuss, den Keeper Suraj Karkera mit starker Reaktion parierte (66.).
Es ging auch in dieser Phase fast nur in eine Richtung, auf Indiens Kreis zu. Große Chancen sprangen dabei zwar nicht mehr heraus, aber es nahm den Indern damit eigene Angriffschancen. Ein Foul von Große an Sunil gab dann doch noch einmal Ecke für die Inder bei noch 37 Sekunden auf der Spieluhr. Bruns lief diese ab, doch das DHB-Team nahm den Videobeweis gegen die Wiederholungsecke, weil auch da klar zu erkennen war, dass Bruns den Schlenzer mit seinem Schläger abgelaufen hatte. Sechs Sekunden vor Schluss nochmal eine Videoschiedsrichter-Anrufung für eine Ecke, die auch berechtigt war. Die hielt Tobias Walter aber auch noch mit dem Schläger, so dass er sein zweites „zu-Null-Spiel“ im Turnier feiern konnte.

Tore:
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0:1       Martin Häner (KE, 16.)
0:2       Mats Grambusch (19.)
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Ecken:
IND 4 (keine Tore) / GER 2 (1 Tor)

Schiedsrichter:
Eduardo Lizana (ESP) / Martin Madden (SCO)

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