WU21: Medaille knapp verpasstJuniorinnen-EM in Valencia (ESP), Spiel um Platz 3: England – Deutschland 3:2 (1:0)

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DHB-Juniorinnen verpassen knapp EM-Medaille

Juniorinnen-EM in Valencia (ESP), Spiel um Platz 3: England – Deutschland 3:2 (1:0)

03.09.2017 - Die U21-Juniorinnen des Deutschen Hockey-Bundes haben bei der Europameisterschaft im spanischen Valencia den Sprung auf das Treppchen knapp verpasst. Im kleinen Finale gegen England unterlag das Team von Bundestrainer Akim Bouchouchi am Ende mit 2:3 (0:1) und musste sich so mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Die DHB-Junioren hatten zuvor kampflos die Bronzemedaille zugesprochen bekommen.

Bundestrainer Akim Bouchouchi: „Die Mädels hatten das emotionale Spiel von gestern offenbar noch nicht ganz abgehakt und waren demzufolge zu Beginn des Spiels auch noch nicht richtig auf England fokussiert. Wir sind aber super in die zweite Halbzeit gestartet und haben verdient das 2:1 gemacht. Aber dann geben wir es – auch etwas unglücklich – aber auch dumm aus der Hand. Wir sind einfach noch nicht so stabil, dass wir solche dominanten Phasen konsequent weiter durchziehen und uns auch entsprechend belohnen. Die Mannschaft hat in diesem Turnier eine hohe Qualität gezeigt, trotz der Tatsache, dass uns hier acht Spielerinnen gefehlt haben, die noch C-Kader spielen könnten. Das Team hat hier aber wichtige Erfahrungen gemacht, die die Mädels in Zukunft weiterbringen werden.“

Die Zuschauer in Valencia sahen in der Anfangsphase eine recht ausgeglichene und durchaus Tempo reiche Begegnung, in der beide Teams zwar mehrfach in den gegnerischen Schusskreis eindrangen, ohne jedoch ernsthaft zum Abschluss zu kommen. Die beste Chance hatte bis dahin England durch Lily Wolstenholme, doch der Ball strich nach einem Solo durch die Mitte knapp am rechten Pfosten des von Femke Jovy gehüteten DHB-Tors vorbei (5.). Drei Minuten vor Ende des ersten Spielviertels gab es die erste Strafecke für England. Die Ausführung misslang eigentlich, doch Erica Sanders blieb am Ball und schob ihn aus gut acht Metern unter der Torhüterin hindurch zur 1:0-Führung ins Tor (12.).

England erarbeitete sich in der Folge ein leichtes Übergewicht. Die Deutschen versuchten zwar, ein strukturiertes Aufbauspiel aufzuziehen, leisteten sich aber immer wieder Ungenauigkeiten oder Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Das wurde im Verlauf des zweiten Viertels zwar besser, aber weil die Engländerinnen defensiv gut arbeiteten, taten sich die DHB-Juniorinnen schwer, in den Schusskreis zu kommen und Chancen zu kreieren. Stattdessen war es erneut Lily Wolstenholme, die das deutsche Tor mit einem Vorhandschuss von halbrechts knapp links verfehlte (25.). Viel mehr Nennenswertes passierte aber auch auf dieser Seite nicht, sodass es ein eher Chancen armes zweites Viertel blieb.

Das Spiel verlor nach dem Seitenwechsel zunächst ein wenig Tempo. Deutschland hatte viel Ballbesitz, kontaktete gut im Mittelfeld, streute dann aber auch immer mal wieder einen ungenauen Pass ein, der England zum Kontern einlud. Einer davon über Wolstenholme, die auf der linken Seite durchgestartet war, eine Verteidigerin ausspielte und in den Kreis eindrang, führte zur zweiten englischen Strafecke. Wieder passte der Ablauf nicht, aber diesmal klärte Deutschland mühelos (37.). Im Gegenzug prüfte Elisa Gräve die englische Torfrau Katherine Somerville mit einem Rückhandschuss von rechts, die bestand den Test aber (38.). Nele Aring dribbelte im Kreis und holte damit immerhin die erste Ecke für die DHB-Auswahl. Sonja Zimmermann verzog mit ihrem Flachschlenzer allerdings klar rechts (39.). Deutschland war jetzt am Drücker, setzte sich im englischen Viertel fest und hatte deutlich mehr Chancen. Tessa Schubert versuchte sich mit der argentinischen Rückhand, scheiterte damit jedoch an der gut parierenden Somerville (42.). Doch der nächste Angriff brachte endlich den verdienten Ausgleich: Charlotte Gerstenhöfer hatte den Ball an den langen Pfosten gebracht, wo Nicola Pluta ihn einhändig aufs Tor brachte. Einige jubelten bereits, doch England kratzte den Ball noch von der Linie. Im Nachsetzen traf dann jedoch Nele Aring zum 1:1 (44.). Alisa Vivot hätte – in Unterzahl nach Grüner Karte für Pluta – im Konter beinahe noch die Führung erzielen können, doch sie wurde gerade noch am Schuss gehindert, bekam sogar einen Pfiff gegen sich (45.).

Deutschland spielte druckvoll weiter im Schlussviertel, drängte nun deutlich auf die Führung. Ein Fußspiel im englischen Kreis brachte Strafecke Nummer zwei für das DHB-Team. Charlotte Gerstenhöfer schlenzte von der Ablage, zielte aber ein Stück zu weit rechts beziehungsweise verpasste Maxi Marquardt, die für den Stecher bereitstand (50.). England kam unter dem Druck offensiv kaum noch zur Geltung. In der 54. Minute gab es für ein Foulspiel erneut Ecke für Deutschland. Diesmal klappte die Stechervariante von Sonja Zimmermann auf Elisa Gräve perfekt und brachte die verdiente Führung (55.). Die nächste Ecke hatte kurz darauf England – und auch die richtige Antwort. Mit ihrer ersten Chance im vierten Viertel gelang umgehend der Ausgleich durch einen Flachschlenzer von Holly Munro von der Ablage (56.). England war jetzt wieder wacher und bekam kurz darauf die nächste Ecke. Diesmal versuchte sich Esme Burge mit einem Schrubber, der ebenfalls einschlug (58.). Deutschland nahm nun die Torhüterin für eine elfte Feldspielerin vom Feld. Doch das brachte nichts mehr ein und England nahm am Ende die Bronzemedaille mit nach Hause.

Tore:
1:0       Erica Sanders (KE, 13.)
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1:1       Nele Aring (44.)
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1:2       Elisa Gräve (KE, 55.)
2:2       Holly Munro (KE, 56.)
3:2       Esme Burge (KE, 58.)

Grüne Karten:
Olivia Paige (52.) / Nicola Pluta (45.)

Strafecken:
ENG 4 (3 Tore) / GER 3 (1 Tor)

Schiedsrichter:
Ymkje van Slooten (NED) / Sandra Adell (ESP)

 

 

 

 

 

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