Danas: Niederlage vs Spanien1:2 (0:2) im ersten Spiel beim Vier-Nationen-Turnier gegen Spanien

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DANAS: "Selbst verschuldete" Auftaktniederlage in Terrassa

1:2 (0:2) im ersten Spiel beim Vier-Nationen-Turnier gegen Spanien

06.08.2017 - Die deutschen Hockey-Damen sind beim EM-Vorbereitungsturnier im spanischen Terrassa, welches anlässlich des 25. Jubiläums der Olympischen Spiele von Barcelona 1992 ausgetragen wird, mit einer Niederlage gestartet. Das Team von Bundestrainer Jamilon Mülders unterlag den spanischen Gastgeberinnen mit 1:2 (0:2). Ein Doppelschlag im ersten Viertel brachte das deutsche Team in Rückstand, mehr als der Anschlusstreffer von Pia-Sophie Oldhafer im Schlussviertel gelang danach aber nicht. Der nächste Gegner ist am Montag, den 7. August, um 16 Uhr Belgien, das sein Auftaktspiel gegen die Niederlande mit 0:3 (0:1) verloren hatte.

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Wir hatten einen sehr guten Start, haben uns Chancen erarbeitet, die aber nicht gemacht. Im zweiten und dritten Viertel haben wir Spanien zum Teil naiv in die Karten gespielt und sie damit erst ins Spiel reingeholt. Hinten raus hatten wir dann aber auch noch genug Chancen. Der Sieg für Spanien ist Okay, aber im Prinzip haben wir das selbst verschuldet. Es ist nicht neu, dass wir noch Zeit brauchen, um uns zu entwickeln. Die haben wir hier. Ich bin nicht zufrieden mit dem Ergebnis, aber mit einigen Phasen des Spiels. Das genügt aber noch nicht.“

Janne Müller-Wieland hatte es ähnlich gesehen wie der Bundestrainer: „Wir sind überhaupt nicht zufrieden mit diesem Ergebnis, weil es am Ende unsere eigene Schuld war. Von daher können wir viele Sachen schnell umstellen und abstellen. Im letzten Viertel hat man dann ja gesehen: Wenn wir wieder vernünftig spielen, dann sind wir auch wieder gefährlich.“

Die beiden Teams lieferten sich im ersten Spielviertel eine insgesamt recht ausgeglichene Partie. Jeder war darum bemüht, offensiv Akzente zu setzen. Das gelang den deutschen Damen zunächst besser. Schon früh gab es die erste Strafecke, doch der Schlenzer von Nike Lorenz wurde von der spanische Keeperin Maria Ruiz gut pariert (4.). Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, das Umschalten aus der stabilen Defensive, die ansonsten kaum nennenswerte Kreisszenen zuließ, klappte gut. Nach gut zehn Minuten bekam auch Spanien die erste Ecke. Den ersten Versuch lief Cecile Pieper ab, doch es gab Wiederholung, weil der Ball hoch abgewehrt wurde. Die zweite Ecke wurde dann verstoppt. (12.). Doch Deutschland erarbeitete sich auch aus dem Spiel einige gute Kreisszenen, ließ es dann aber an der letzten Konsequenz vermissen. Und so war es kurz vor der Viertelpause Spanien, das in Führung ging. Begona Garcia bekam mittig im Kreis den Ball von der rechten Seite, zog aus sechs Metern nahezu unbedrängt ab und ließ Noelle Rother im deutschen Tor keine Abwehrchance (14.). Und die DHB-Schlussfrau hatte eine Minute später auch noch Pech, als sich Maialen Garcia links gegen zwei Verteidigerinnen durchsetzte, vom Kreisrand abzog und der von einem deutschen Stock abgefälschte Ball sich als Bogenlampe über Rother hinweg ins Tor senkte.

Mit der Führung im Rücken war Spanien nun besser im Spiel und hätte beinahe das 3:0 erzielt, doch der Schuss in der 19. Minute traf nur die Latte. Die deutschen Damen mussten sich anscheinend erst wieder sortieren und hatten in dieser Phase Schwierigkeiten, den guten Rhythmus, den man vor dem Doppelschlag hatte, wieder aufzunehmen und offensiv zum Zuge zu kommen. Stattdessen sahen sie sich einigen gefährlichen Kontern der Spanierinnen ausgesetzt, die aber auch dank mehrerer guter Paraden von Noelle Rother, die ihr Team damit im Spiel hielt, kein weiteres Gegentor einbrachten. Gerade, als das deutsche Team sich wieder etwas gefangen hatte, pfiffen die Unparteiischen zur Halbzeit.

Die Gastgeberinnen, die weiter konsequent auf Konter setzten, hatten erneut die ersten Chancen. In der 35. Minute musste Noelle Rother gleich zwei Mal gegen Carmen Cano zur Stelle sein, die erst mit der Vorhand keinen richtigen Druck auf den Ball bekam, dann aber von links mit der Rückhand hart abgezogen hatte. Danach bekam Deutschland wieder mehr Spielkontrolle, musste aber weiterhin aufpassen, bei Ballverlusten nicht wieder einen dieser spanischen Konter zu bekommen. Spanien bekam in der 42. Minute erneut Strafecke. Diesmal versuchte sich Cano, Rother parierte stark, hatte aber anschließend Glück, dass die Herausgeberin den Rebound nicht unter Kontrolle bekam. Die DHB-Damen störten die Spanierinnen früh, ließen kaum noch etwas zu, konnten aber selbst das Tor der Spanierinnen ebenfalls nicht wirklich attackieren. Camille Nobis hatte sich allerdings kurz einmal rechts durchgesetzt, fand mit ihrem Pass vor das Tor aber keine Abnehmerin (44.).

Das deutsche Team startete gut ins Schlussviertel, erzeugte viel Druck nach vorn und belohnte sich endlich auch mit dem Anschlusstreffer, als Pia Oldhafer einen langen, harten Pass durch die Mitte im Fallen ins Tor stach (49.). In der nächsten Szene sah allerdings Naomi Heyn die Grüne Karte. Spanien nutzte das gleich zur nächsten Chance, doch Noelle Rother hielt den abgefälschten Ball und verhinderte damit das dritte Gegentor (50.). Die DHB-Damen blieben aber auch danach klar am Drücker, spielten sich auch mehrmals gut in den gegnerischen Schusskreis, nutzen dann allerdings die Chancen, die sich boten, nicht. In der 53. Minute gab es Strafecke für Deutschland: Die Ausführung dauerte allerdings zu lang, sodass Nike Lorenz’ Schuss abgelaufen wurde. Es gab zwar Wiederholung, doch die wurde verstoppt. Und auch eine Minute später – erneut Ecke Deutschland – war der Ablauf nicht gut. Zwar kam Lorenz noch zum Abschluss, aber ihr Rückhandschuss war kein Problem für Maria Ruiz im spanischen Tor (54.). Kurz darauf übernahm Pia Grambusch als elfte Feldspielerin die Torwartrechte, doch der erhoffte zusätzliche Druck stellte sich nicht ein, weil Spanien nun kompakt den knappen Vorsprung verteidigte. Immerhin gab es noch die fünfte deutsche Ecke. Wieder wurde der Ball nicht richtig gestoppt. Pia Grambusch blieb aber am Ball, spielte die erste Verteidigerin aus, zielte mit ihrem Lupfer dann aber ein kleines Stück zu hoch. Damit blieb es bei der knappen Niederlage.

Tore:
1:0       Begona Garcia (14.)
2:0       Maialen Garcia (15.)
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2:1       Pia-Sophie Oldhafer (49.)

Strafecken:
ESP 3 (kein Tor) / GER 5 (kein Tor)

Grüne Karten:
--- / Anne Schröder (37.), Naomi Heyn (49.), Selin Oruz (60.)

Schiedsrichter:
Laurine Delforge (BEL) / Maartje de Bruijn (NED)

 

 

 

 

 

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