HONAMAS: Starker AuftaktWorld-League-Finalturnier, Bhubaneswar: 2:0-Sieg im Jubiläumsspiel von Martin Häner

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HONAMAS: Gelungener Start gegen England

World-League-Finalturnier, Bhubaneswar: 2:0-Sieg im Jubiläumsspiel von Martin Häner

01.12.2017 - Im 200. Länderspiel von Kapitän Martin Häner haben die HONAMAS zum Auftakt des World-League-Finalturniers im indischen Bhubaneswar einen mehr als verdienten 2:0-Erfolg (2:0) erzielt. Nach eher ausgeglichenem Auftakt-Viertel dominierten die deutschen Herren die Partie fast nach Belieben und siegten durch Treffer von Mats Grambusch und Christopher Rühr. Damit gelang die Revanche für die Niederlage vor drei Monaten im EM-Bronzematch. Am morgigen Samstag um 13 Uhr deutscher Zeit treffen die Schützlinge von Bundestrainer Stefan Kermas nun im zweiten Vorrundenmatch auf Weltmeister Australien.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Das war ein erfreuliches, zufriedenstellendes Spiel für uns, gerade nach einem eher schwächeren ersten Viertel, in dem unser Selbstvertrauen noch nicht so zu sehen war auf dem Platz und wir etliche leichte Fehler gemacht haben. Dann aber haben wir uns immer besser reingedacht ins Match und ein ganz starkes zweites Viertel gespielt. England hat auch danach tief gestanden und uns viel Ballkontrolle erlaubt. So konnten wir den Sieg gut nach Hause bringen, ohne uns im letzten Viertel nochmal steigern zu müssen. In 24 Stunden kommt nun das zweite absolute Top-Match gegen Australien.“
Kapitän und Jubilar Martin Häner: „Im ersten Viertel hatten wir noch technische Probleme beim Stoppen und wenig Kontrolle in der Vorwärtsbewegung. Aber auch da schon alles im Griff defensiv. Das blieb auch so bis zum Schluss. Im zweiten Viertel haben wir auch nach vorn stark agiert und England dann nach der Pause viel laufen lassen. Insgesamt können wir mit der jungen Truppe sehr stolz darauf sein und für das Australien-Spiel darauf aufbauen.“
Julius Meyer: „Wir sind richtig gut in dieses Turnier gestartet – das ist wichtig! Wir haben uns vorgenommen, hier möglichst wenig Gegentore zu bekommen. Das hat in dieser Partie schon sehr gut geklappt. Offensiv können wir bestimmt noch zulegen. Für den Auftakt war das aber perfekt!“
Christopher Rühr: „Ein unglaublich gutes Spiel heute von uns, bedenkt man, mit was für einer jungen Truppe wir hier sind. Allein drei Turnier-Debütanten sind dabei. England hatte nur drei, vier Torschüsse überhaupt, den Rest haben wir früh gedeckelt. Wir sind sehr froh über den guten Start.“

Die Deutschen begannen die Eröffnungsphase der Partie mit ruhigem Spiel nach vorn. England brauchte ein paar Minuten, um auch reinzukommen und hatte in der 7. Minute eine erste Torchance, die Tobias Walter aber sicher parierte. Bei den HONAMAS in dieser Phase die guten Ansätze oft noch durch etwas unpräzises Abspiel zunichtegemacht. Walter hielt einen Stecher (12.) sicher. Im Gegenzug kamen die Deutschen über Rühr und Fürk gut in den Kreis, machten aber zu wenig daraus. Eine Rückhandflanke von Rühr wurde kurz darauf vor dem englischen Tor gerade noch entschärft (13.).
England hatte insgesamt etwas mehr vom Spiel in diesem Viertel und auch schon zwei gute Torchancen, während die Deutschen die leichten Fehler abstellen musste. Doch dann die beste Chance der Partie bislang, die durch Florian Fuchs exzellent vorbereitet wurde. Marco Miltkau scheiterte mit der Direktabnahme am glänzend reagierenden Pinner und Niklas Bruns setzte den Nachschuss vom Siebenmeterpunkt rechts am Pfosten vorbei (16.). Das DHB-Team nun klar überlegen, setzte sich am Kreis der Engländer fest, gegen die man im kleinen EM-Finale ja noch das Bronzespiel verloren hatte.
Und die Steigerung wurde belohnt. Ein Steal von Martin Zwicker brachte das deutsche Team in Konterposition. Sein Pass auf Fuchs legte dieser in der Mitte für Mats Grambusch auf, der sicher zur 1:0-Führung (19.) traf. Dan Nguyen und Liam Sanford sahen dann Grün, was aber am Geschehen auf dem Platz nichts änderte – die HONAMAS im Vorwärtsgang. Ein ganz starker Rechtsangriff brachte dann das inzwischen verdiente 2:0. Über Fuchs und Oruz kam der Ball in den linken Rückraum, von wo der Kölner flach ins linke untere Eck traf (25.). Ein ganz starkes Solo von Johannes Große hätte vor der Pause fast noch das 3:0 gebracht, als sein Rückhandschuss vom rechten Kreisrand aber hoch am linken Pfosten vorbeiging.
So ging es mit einer verdienten 2:0-Pausenführung in die Halbzeitpause. Das DHB-Team mit einem ganz starken zweiten Viertel, in dem England nicht viel entgegenzusetzen hatte. Und die Deutschen machten im Vorwärtsgang weiter. Ein ungewohnter Fehler von Martin Häner im eigenen Kreis brachte dann mal Gefahr, aber Ferdi Weinke klärte für seinen Kapitän (33.). Doch ansonsten kontrollierten die Deutschen die Partie klar, ließen den EM-Dritten kaum zur Entfaltung kommen.

Mit gutem Pressing kam man immer wieder in hohem Tempo Richtung englisches Tor. Staib traf nur das rechte Außenbrett mit einem Rückhandschuss (37.). Gegen eine Eckenentscheidung für Deutschland nahm England in der 39. Minute den Videobeweis und bekam Recht. Ein ganz starker Linksangriff über Linnekogel und Grambusch brachte das englische Tor in höchste Bedrängnis, als drei Deutsche die Flanke haarscharf verpassten (41.). Im Gegenzug die erste Torchance für England nach langer Zeit, bei der Tobias Walter aber kein Problem hatte.
Pinner holte einen Stecher von Miltkau aus dem bedrohten oberen rechten Toreck (43.). England hatte enorm Probleme, beim guten Pressing der HONAMAS überhaupt mal über die Mittellinie zu kommen. Rühr war dann überrascht, als er einen leicht abgefälschten halbhohen Pass von Staib freistehend am langen Pfosten nicht im leeren Tor unterbringen konnte (45.). So blieb es beim inzwischen für England schon fast schmeichelhaften 2:0 fürs deutsche Team, das in allen Belangen überlegen war.
Es gab dann Grün für Danny Nguyen nach einem Zweikampf, so dass die DHB-Auswahl zu Beginn des letzten Viertels, was die Dominanz der Deutschen aber nicht beendete. Als dann aber auch noch Miltkau Gelb sah (49.), kam England doch mal in doppelter Überzahl auf. Als Walter eine Flanke ins Tor durchließ (50.), behauptete Sam Ward, er habe den Ball noch im Kreis berührt und nahm den Videobeweis. Er bekam aber kein Recht. England musste nun mehr Druck machen, kam aber kaum mal gefährlich in den deutschen Kreis.
Wieder komplett zogen die Deutschen ihr dominantes Ballbesitz-Spiel wieder auf. Die Deutschen kontrollierten das Spiel nach Belieben. England veränderte sein Spielsystem aber auch nicht, schien sich mit dem 0:2 abgefunden zu haben. Und so blieb es beim Sieg der HONAMAS bis zum Schlusspfiff.

Tore:
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1:0       Mats Grambusch (19.)
2:0       Christopher Rühr (25.)
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Ecken:
GER keine / ENG keine

Schiedsrichter:
Rawi Anbananthan (MAS) / Eduardo Lizana (ESP)

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