mU21: EM-Finale knapp verpasstJunioren-EM in Valencia (ESP), Halbfinale: Deutschland – Niederlande 1:2 (0:1)

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DHB-Junioren verpassen EM-Finale knapp

Junioren-EM in Valencia (ESP), Halbfinale: Deutschland – Niederlande 1:2 (0:1)

02.09.2017 - Die deutschen U21-Junioren haben den Einzug ins Endspiel der Europameisterschaft verpasst. Die Zuschauer im spanischen Valencia sahen ein hochklassiges Halbfinalspiel, in dem am Ende die Niederlande knapp mit 2:1 (1:0) gegen die Auswahl von Bundestrainer Valentin Altenburg gewannen. Den Junioren des Deutschen Hockey-Bundes bleibt damit am Sonntag um 11.30 Uhr „nur“ die Chance auf den Bronzerang.

„Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir das Finale nicht erreicht haben. Aber was uns noch mehr ärgert, ist, dass wir heute nur phasenweise an die Qualität herangekommen sind, die wir in diesem Turnier schon gezeigt haben“, sagte Bundestrainer Altenburg. „Wir konnten unsere Stärken nicht über längere Phasen durchsetzen, hatten viel zu viele Fehler im Spiel nach vorn und haben den Niederländern so immer wieder die Möglichkeit zum Kontern gegeben. Defensiv waren die Jungs gut, aber die vielen Ballverluste haben uns über das ganze Spiel viel Kraft gekostet. Da haben wir heute auch ein Stück weit Lehrgeld gezahlt. Das können wir deutlich besser, und das wollen wir morgen zum Turnierabschluss auch noch mal klar zeigen.“

Das deutsche Team kam gut in die Partie, erarbeitete sich früh ein spielerisches Übergewicht und auch die ersten Chancen, die allerdings noch nicht genutzt werden konnten. Doch irgendwie ging dann der Faden für die DHB-Junioren verloren. Man leistete sich ungewöhnlich viele Ballverluste gegen die früh störenden Holländer und erlaubte dem Gegner damit den einen oder anderen gefährlichen Konter, wie etwa in der 10. Minute, als gleich zwei Niederländer auf das deutsche Tor zustürmten, den Ball auch geschickt vor Alexander Stadler quer legten, ihn dann aber am Tor vorbei schoben. Noch dicker war die Chance zur Führung für Oranje in der 15. Minute, als Jasper Luijkx plötzlich frei vor dem deutschen Keeper auftauchte und der nur auf Kosten eines Siebenmeters klären konnte. Terrance Pieters trat an, scheiterte jedoch an dem starken Stadler, der Deutschland damit im Spiel hielt.

Die Niederlande blieben bei ihrem Pressing, was dazu führte, dass sich die Deutschen weiter überdurchschnittlich viele Ballverluste leisteten. Einer davon führte in der 17. Minute zur ersten Strafecke des Spiels für Oranje, doch der Schlenzer von Teun Beins ging rechts am Tor vorbei. Beide Teams hielten das Tempo hoch und suchten den Weg in den gegnerischen Schusskreis, doch der war oft gut verteidigt, sodass das Geschehen in dieser Phase vor allem zwischen den Kreisen stattfand. In der 23. Minute allerdings gelang Hollands Noud Schoenaker der erste Treffer nach einer Einzelaktion. Er schüttelte mit seinem Sololauf einen Verteidiger ab, zog durch die Mitte in den Kreis und schloss mit einem satten Vorhandschlag zum 1:0 ab. Die Niederländer hatten nun mehr vom Spiel, erarbeiteten sich auch weitere Chancen, die der starke Alexander Stadler im deutschen Tor mehrfach vereitelte. So parierte er etwa die zweite Strafecke der Niederländer (27.), die Wiederholung wurde verstoppt. Und auch im Anschluss hielt Stadler sein Team mit guten Aktionen im Spiel.

Die DHB-Junioren taten sich weiter schwer im Spielaufbau gegen die früh störenden Gegner. Doch man versuchte geduldig, sich immer wieder in den Oranje-Kreis zu kombinieren. In der 35. Minute kam der Angriff mal über die rechte Seite, von wo Malte Hellwig den Ball vor das Tor brachte. Ein niederländischer Verteidiger verpasste zu klären und Linus Michler war aus kurzer Distanz völlig frei stehend für den Ausgleich zur Stelle. Die Partie war nun wieder völlig offen und sehr ausgeglichen. Viele Angriffe wurden von den Abwehrreihen pariert, doch in der 43. Minute bekam die deutsche Defensive den Ball nicht aus dem eigenen Kreis befördert. Boris Burkhardt kam zentral drei Meter vor dem Tor frei zum Abschluss und ließ DHB-Keeper Stadler keine Abwehrchance.

Kurz nach Anpfiff zum Schlussviertel jubelte Holland bereits über das 3:1, doch der Schuss war knapp von außerhalb des Kreises abgegeben worden (47.). Im Gegenzug holte Deutschland die erste Strafecke, doch der flache Schlenzer hatte zu wenig Druck und wurde mühelos abgefangen (48.). Gleiches galt für die argentinische Rückhand von Thies Ole Prinz eine Minute später. Die DHB-Mannen versuchten, den Druck zu erhöhen, mussten aber eine Zeitstrafe gegen Kai Aichinger hinnehmen. In Unterzahl klärte Alexander Stadler am Kreisrand stark gegen einen niederländischen Vorstoß. Oranje verwaltete den knappen Vorsprung nun zumeist, stürmte nicht mehr so energisch nach vorn, während Deutschland den Ballführenden früh attackierte und auf den erneuten Ausgleich drängte. Knappe vier Minuten vor Schluss übernahm Linus Müller als zusätzlicher Feldspieler die Torwartrechte. Doch Holland verteidigte seinen Kreis gut. Moritz Rothländer und Paul-Philipp Kaufmann kamen in der 58. Minute vor dem Tor nicht zum Abschluss. Holland nahm geschickt die Zeit von der Uhr und zog am Ende in das Endspiel am Sonntag ein.

Tore:
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0:1       Noud Schoenaker (23.)
------------------
1:1       Linus Michler (35.)
1:2       Boris Burkhardt (43.)
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Grüne Karten:
Kai Aichinger (52.) / Steijn van Heijningen (17.), Boris Burkhardt (43.)

Gelbe Karte:
--- / Terrance Pieters (60.)

Strafecken:
GER 1 (kein Tor) / NED 3 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Sean Edwards (ENG) / Michael Pontus (BEL)

 

 

 

 

 

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