EHL: Penaltys stoppen MHCEHL-Viertelfinale: Wimbledon HC (ENG) - Mannheimer HC 7:5 nach Penaltys (2:2, 2:1)

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Viertelfinal-Aus für die MHC-Herren im Penaltyschießen

EHL-Viertelfinale: Wimbledon HC (ENG) - Mannheimer HC 7:5 nach Penaltys (2:2, 2:1)

17.04.2017 - Am Ostermontag verpassten die Herren vom Mannheimer HC in Eindhoven ganz knapp den Einzug in die Final Four der Euro Hockey League 2016/2017. Gegen den englischen Meister Wimbledon HC, der zuvor schon den UHC Hamburg im Achtelfinale ausgeschaltet hatte, unterlag der MHC im Penaltyschießen. Die Mannschaft hatte einen 1:2-Halbzeitrückstand mit viel Einsatz ausgeglichen, doch waren die Londoner bei den Penaltys einfach einen Tick ausgebuffter als die Kurpfälzer. Somit bleibt RW Köln das einzige deutsche Team im Finalturnier – neben Wimbledon, den KHC Dragons aus Belgien und dem Sieger des noch folgenden letzten Viertelfinals zwischen Eindhoven und Atletic Terrassa (ESP). (Fotos: EHL / Frank Uijlenbroek)

Trainer Matthias Becher: „Ich hatte schon das Gefühl, dass wir es im vierten Viertel rumreißen könnten, was die Jungs ja dann auch geschafft haben. Und mein Gefühl war auch eher, dass dann vielleicht noch das 3:2 gelingt. Allerdings ist es auch schwer, ein solches Match innerhalb eines Viertels komplett zu drehen. Und wenn der Gegner fünf von fünf Penaltys reinmacht, ist es schwer zu gewinnen. Das müssen wir akzeptieren. Heute ist die Enttäuschung schon sehr groß. Aber die Jungs haben auch schon gesagt, wieviel Spaß das gemacht hat, hier mitzuspielen. Das können wir uns über die Bundesliga und die Endrunde auf der eigenen Anlage wieder erarbeiten. Das wird unsere Motivation in den nächsten Wochen sein!“

Das erste Spielviertel wurde bereits sehr intensiv betrieben von beiden Teams. Wimbledon hatte sich die linke Abwehrseite der Kurpfälzer für schnelle Angriffe ausgeguckt und war da auch immer wieder gefährlich. Andreas Späck rettete in der 4. Minute herausragend bei einer Flanke von links vor einem am langen Pfosten einschussbereiten Londoner. Auf der anderen Seite hatte Guido Barreiros in der 7. Minute die erste Großchance mit einem flachen Rückhandschlag, den Keeper James Bailey ebenfalls erstklassig parierte.
Die erste Ecke des Spiels hatte Wimbledon, doch Schües lenkte die 90-Grad-Variante über das Tor. Kurz darauf Stockfoul an Timm Haase im Kreis der Engländer. Und Gonzalo Peillat stellte mit einem harten, platzierten Schlenzer ins untere linke Eck seine Eckenstärke unter Beweis. Beide Teams beendeten das erste Viertel in Unterzahl, weil Haase und Michael Hoare mit Grüner Karte auf die Strafbank mussten.
Wimbledon erhöhte im zweiten Viertel den Druck, kam nun auf beiden Flügeln immer wieder mit viel Speed. Die MHC-Defensive aber stand gut und das Team von Michael McCann versuchte das Spiel durch kontrollierten Aufbau zu beruhigen. In der 25. Minute die zweite Ecke für den MHC, aber dieses Mal rutschte Peillat der flache Schlenzer ab, dieser war kein Problem für Bailey. Späck musste danach zwei Mal seine ganze Klasse aufbieten, rettete einmal links am Pfosten, dann auf der anderen Seite. Dann bekam Wimbledon einen Siebenmeter nach Videobeweis wegen Verhinderung eines Tores mit dem Körper – eine sehr umstrittene Entscheidung des Videoschiedsrichters, denn Späck war noch auf der Linie gewesen, auch wenn nicht klar war, ob er da noch rangekommen wäre. Simon Mantell konnte Späck vom Punkt aus zum 1:1 (28.) überwinden.

Und kurze Zeit später führte ein Konter zum 2:1 (29.) für Wimbledon, als ein Mannheimer den Ball vor Tor ins eigene Gehäuse lenkte. Das Tor wurde Ian Sloan gutgeschrieben, der zuvor den Ball an den langen Pfosten passen wollte. Wimbledon war auch in der Anfangsphase der zweiten Hälfte das etwas griffigere Team in der Offensive. Dann fing sich Timm Haase eine unnötige zweite Grüne Karte ein, die damit Gelb wurde – fünf Minuten Unterzahl dadurch. Riesen Glück, als sich Späck verschätzte und ein Londoner Stürmer den Ball auf der Mannheimer Torlinie noch um den Pfosten drehte. Im Konter dann mal eine Schusschance für Pat Harris, der die Kugel aber nicht voll traf.
Ansonsten drückte Wimbledon in der Überzahl. Als Schües bei einem Konter zu Fall kam, sah er kurioser Weise Grün – manchmal war speziell Schiedsrichter Vasquez-Lopez aus Spanien sehr unglücklich in seinen Entscheidungen. Die Unterzahl dadurch noch einmal verlängert, doch sie wurde unbeschadet überstanden. So ging es mit dem knappen Vorsprung der Londoner in das letzte Schlussviertel – angesichts der langen Unterzahl der Quadratestädter ein wichtiges Ergebnis dieses dritten Viertels, dass man noch dran war an den Engländern.
Ein fehlender Abstand von Hoare wurde von Vasquez Lopez in der 47. Minute dann als Ecke geahndet. Wimbledon nahm dagegen den Videobeweis, bekam aber kein Recht und verlor damit sein Anrufungsrecht. Peillat wählte dieses Mal den hohen Schlenzer, zog den Ball aber deutlich über das Tor. Held rettete dann gegen einen Konter in letzter Sekunde im eigenen Kreis. Mannheim aber sofort wieder im Vorwärtsgang, wollte unbedingt das Ausgleichstor. Barreiros konnte einen allerdings auch unkontrolliert hohen Ball am langen Pfosten nicht annehmen, hätte sonst frei einschießen können (50.).
Es ging nun viel hin und her – Wimbledon auf der Suche nach der Vorentscheidung per Konter, Mannheim in der Hoffnung, sich ins Penaltyschießen zu retten. Dann Ecke für Wimbledon, als Späck nur gefährlich abwehren konnte. Aber die wurde von Tomas Prochazka brillant auf der Linie gerettet (52.). Der MHC blieb dadurch im Spiel. Und wurde belohnt. Prochazka drosch einen Freischlag in den Kreis und Jonathan Ehling konnte am linken Pfosten per Stecher das lang ersehnte 2:2 (54.) erzielen.
Haase bemühte dann in der 57. Minute den Videoschiedsrichter für eine Ecke, aber bekam auch kein Recht. Doch der MHC in der Schlussphase näher am 3:2 als die Londoner, denen etwas die Luft ausging. Da kam eine kurze Verletzungspause von Ben Hawes in der 59. Minute recht willkommen. Und am Ende ging es dann tatsächlich in die Shoot-outs, in denen die Londoner einfach etwas konsequenter und effizienter waren.

Tore:
0:1       Gonzalo Peillat (KE, 13.)
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1:1       Simon Mantell (7m, 28.)
2:1       Ian Sloan (29.)
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2:2       Jonathan Ehling (55.)

Penalties:
Ian Sloan traf flach ins kurze Eck zum 3:2.
Jan-Philipp Fischer traf nur den Pfosten, nahm aber den Videobeweis, weil er gesehen hatte, dass der Ball danach die falsche Seite von Baileys Schläger traf. So wurde der Penaltys wiederholt.
Fischer überlistete dann Bailey und traf nach schöner Körpertäuschung zum 3:3.
Ebbers machte es perfekt, holte die Führung zurück.
Doch auch Pat Harris traf ganz sicher zum 4:4.
Phillip Roper machte es mit der Rückhand zum 5:4
Maximilian Neumann scheiterte an Baileys, aber nahm ebenfalls den Videobeweis wegen falscher Seite des Torwarts. Der Videoschiedsrichter gab ihm aber kein Recht.
Simon Mantell schoss mit der Rückhand unter die Latte. Es stand 6:4.
Barreiros musste nun treffen und tat dies mit der Rückhand zum 6:5.
Nun musste Späck halten, um sein Team im Spiel zu halten. Gegen Phillip Ball gelang das aber nicht. Dieser wartete lange und lupfte am Ende mit der Vorhand zum 7:5-Siegtreffer ein.

Strafecken:
Wimbledon 2 (keine Tore) / MHC 3 (1 Tor)

Grüne Karten:
Michael Hoare (14.) / Timm Haase (14.), Felix Schües (37.)

Gelbe Karte:
- / Timm Haase (33., Abstand nicht eingehalten)

Schiedsrichter:
Francisco Vasquez-Lopez (ESP) / Jonas van’t Hek (NED)

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