DANAS: Auftaktsieg ohne GlanzWorld-League-Halbfinalturnier, Vorrunde: Deutschland – Polen 1:0 (0:0) / Gräve mit Siegtreffer

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DANAS: Auftaktsieg bei der World League ohne Glanz

World-League-Halbfinalturnier, Vorrunde: Deutschland – Polen 1:0 (0:0) / Gräve mit Siegtreffer

08.07.2017 - Die deutschen Damen mussten im Auftaktspiel des World-League-Turniers in Johannesburg (RSA) gegen Polen hart arbeiten, ehe der erste Dreier eingefahren war. Am Ende stand ein Treffer von Elisa Gräve am Ende des dritten Viertels allein auf dem Scoreboard, der den DANAS nicht nur den letztlich sehr verdienten ersten Sieg, sondern auch die Führung in der Gruppe bescherte, da Irland und Japan sich zuvor 1:1-Unentschieden getrennt hatten. Irland ist dann auch der nächste Gegner für das DHB-Team am Montag um 14 Uhr. (Fotos: worldsportpics.com)

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Das Beste am Spiel ist sicherlich das Ergebnis – da muss man nicht drum herumreden. Es war heute keine gute Performance der Mädels. Der Auftritt entspricht nicht unseren Ansprüchen. Aber ich weiß auch, dass die Mädels selbst daraus die richtigen Schlüsse ziehen werden. Deswegen bin ich da ruhig und entspannt. Wir haben ja auch gesagt, dass wir noch Zeit brauchen, um auf ein gewisses Niveau zu kommen. Insofern: Kritik ja, Stress nein! Im Team haben Jana Teschke und Julia Ciupka starke Leistungen abgeliefert, vielleicht noch ein, zwei andere. Das reicht natürlich nicht!“

Jana Teschke ergänzte: „Da ist noch viel Potenzial nach oben. Es hat heute vieles noch nicht so geklappt, wie wir uns das vorgenommen hatten. Vor allem in der ersten Hälfte war unser Spiel noch zu langsam und unengagiert. Zweite Hälfte war es besser, aber wir hätten mehr daraus machen müssen. Gegen Irland muss eine ordentliche Steigerung her, sonst wird das enorm schwer. Es gibt einige Gesprächsthemen, die auf den Tisch kommen werden, aber dann gehen wir auch mit neuer Motivation ins Match gegen die Iren!“

Im ersten Spiel des Turniers zeigten die Polinnen wenig Respekt und pressten früh. Doch schon bald die erste deutsche Chance, als eine Flanke von Marie Mävers an der vor dem Tor freistehenden Lisa Altenburg noch vorbei rauschte (2.). Die Deutschen übernahmen das Kommando auf dem Platz und suchten in der Defensive der Polen ihre Lücken, was gegen die tiefstehenden Gegner aber nicht so einfach war. Am Kreis fehlte dann oft noch die Anspielstation oder der Pass war zu ungenau.

In der 11. Minute holte Altenburg die erste Strafecke heraus. Doch Stapenhorsts Schlenzer und zwei Nachschüsse gingen zu sehr auf Keeperin Marta Kucharska, die dadurch gut parieren konnte. Die Deutschen blieben am Drücker, wurden auch gefährlicher. Dann sah Lorenz aber Grün für nicht eingehaltenen Abstand und musste zwei Minuten auf die Strafbank. In Unterzahl hatte Altenburg die riesen Chance, sie verpasste aber den Zeitpunkt zum Torschuss (13.). Stapenhorst traf nach gutem Linksangriff nur das Außenbrett (15.). So blieb es zur ersten Viertelpause beim 0:0.

Das DHB-Team presste auch danach weiter, war klar überlegen. Oft allerdings war die Ballannahme in der Vorwärtsbewegung noch zu fehlerbehaftet, gute Konterchancen blieben dadurch ungenutzt. Polen verteidigte allerdings auch gut, insbesondere mit der erfahrenen Rybacha im Zentrum. Amelie Wortmann hatte die nächste Großchance, der eine zweite Ecke folgte (21.). Die Ecke misslang, führte aber zu einer weiteren. Doch auch den flachen Schlenzer von Lorenz hielt Kucharska gut (22.).

Deutschland nun fast mit Powerplay. Doch dann musste Wortmann mit Grün auf die Strafbank. In Unterzahl musste Keeperin Julia Ciupka dann erstmals an den Ball, als Polen über links in den Kreis kam (24.). Polen kam ansonsten auch in Überzahl nicht richtig ins Spiel. Nach starker Rechtskurve von Cecile Pieper hatte Naomi Hayn die Führung auf dem Schläger, doch der Ball wurde vor ihr noch abgefälscht. Pieper holte dann die vierte Ecke stark heraus (28.). Stapenhorsts hoher Schlenzer war für Kucharska aber leichte Beute. So stand es auch zur Pause weiter 0:0, was bei den vielen Chancen eigentlich zu wenig war aus deutscher Sicht.

Doch die Mülders-Schützlinge brauchten auch in der zweiten Hälfte weiter viel Geduld. Es blieb auch im dritten Viertel lange torlos. Was auch an vielen leichten technischen Fehlern lag, die zwar selten zu gefährlichen Szenen gegen das DHB-Team führten, aber eben die Offensivaktionen unterbrachen. Polen bekam dadurch mal eine etwas längere Ballbesitzphase in der deutschen Hälfte. Und Blaczyk verpasste da dann auch die beste Torchance für Polen, als eine Flanke durchrauschte und die Angreiferin am langen Pfosten den Ball auch nicht berühren konnte (36.).

Erst Mitte des dritten Viertels bekamen die Deutschen das Match wieder besser unter Kontrolle. Stapenhorst konnte eine Flanke von Lorenz zentral im Kreis nicht stoppen. Dann erneut Grüne Karte für Wortmann nach Foulspiel und damit erneut Unterzahl. Und wieder hatte Polen in Überzahl eine Chance, die Chiupka und Lorenz aber souverän klärten. Einen guten Ball von der Grundlinie durch Gräve holte Kucharska noch ab (40.). Doch dann traf Elisa Gräve endlich verdient, nachdem Nobis per Stecher den Pfosten traf und die Düsseldorferin den Nachschuss vor Tor verwerten konnte (42.). Ein ganz wichtiges Premierentor für Gräve im DANAS-Trikot!

Als Janne Müller-Wieland nach Freischlag am Kreis keinen Abstand hielt, gab Sutton Ecke, doch die Deutsche nahm den Videobeweis. Sie bekam aber kein Recht, und so verlor das DHB-Team das Anrufungsrecht für die Videoschiedsrichterin. Ciupka zeigte jedoch eine ganz starke Schlägerparade und rettete so die Führung für ihr Team (43.). Im Konter verpasste Mävers einen Meter vor dem leeren Tor den Querpass von Stapenhorst – das hätte das 2:0 sein müssen (44.).

Polen wehrte sich gegen die drohende Niederlage und hatte durchaus gute Szenen in der deutschen Hälfte, auch wenn Ciupka im ganzen Spiel bis dato drei Mal nur eingreifen musste. Die Deutschen suchten zu Beginn des letzten Viertels ihr Heil in der Offensive, aber nach einer gut herausgespielten Chance von Teresa Martin Pelegrina war es erneut Mävers am langen Pfosten, die nicht vollstrecken konnte (47.). Polen bekam dann nach Stockfoul von Martin Pelegrina die zweite Ecke, doch Ciupka war bei dem flachen Ball zur Stelle.

Den Eckenkonter spielten die Deutschen wieder nicht clever zu Ende. Polen blieb so die Hoffnung, mit einem Treffer zum Punktgewinn gegen den Favoriten zu kommen. Dann aber eine weitere Ecke fürs DHB-Team (50.). Doch Lorenz Schlenzer und zwei Nachschusschancen blieben erneut ohne Erfolg. Zwar blieb das deutsche Team in der Offensive, aber suchte zu oft den Weg in den Kreis über Dribblings statt über Passspiel, was zu wenig funktionierte. Eine Flanke von Teschke rauschte vor Tor und auch wieder vor Mävers vorbei (53.).

Ein weiterer Schuss wurde von Mävers nicht richtig getroffen – die UHCerin hatte an diesem Tag einfach viel Pech am Schläger. Ein Schuss aus der Drehung von Stapenhorst wurde als gefährlich abgepfiffen (56.). Altenburg sah dann nach Foul an Rybacha Gelb und musste bis Spielende auf die Strafbank (58.). Ein schöner Konter über Pieper lief im Kreis an den Fuß einer Deutschen. Doch in der Defensive standen die Mülders-Schützlinge recht sicher, hielten die Polen vom Kreis gut fern.

Tore:
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1:0      Elisa Gräve (42.)
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Ecken:
GER 5 (kein Tor) / POL 2 (kein Tor)

Schiedsrichterinnen:
Suzi Sutton (USA) / Hafizah Azman Nor (MAL)

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