Wie früher und doch andersNachbericht: Das neu gegründete W40-Damenteam holte auf Anhieb Silber bei der EM

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"Es war ein wenig wie früher und doch anders"

Nachbericht: Das neu gegründete W40-Damenteam holte auf Anhieb Silber bei der EM

06.09.2017 - Ein bunt gemischtes Team, von Elternhockey bis Olympiasieger, machte sich nach einem Tag Trainingslager in Oelde auf den Weg nach Tilburg zur Masters-Europameisterschaft. Ohne Nominierungsstress, mit großer Vorfreude und einer Portion Nervosität wurden in Landaal die Häuser bezogen, die uns als Basislager dienten. Neben dem „Westhaus“ gab es die Familienhäuser „Reinecke“ und „Lette“, sowie das „Menü“-Haus und die „Villa Kunterbunt“. Wäre das Wetter besser gewesen, hätte es sicherlich nicht nur einen gemeinsamen Grillabend mit den Herrenteams gegeben – vielen Dank an die Grillmaster – sondern diverse Gartenpartys. Damit die übrigen „Dorfbewohner“ nicht zu sehr belästigt wurden, der morgendliche Lauf (nur Herren) und die Spielvorbereitung ohne Probleme absolviert werden konnten, war natürlich um 22 Uhr Bettruhe angesetzt. Ob sie immer eingehalten, noch gepuzzelt oder bis tief in die Nacht geschwätzt wurde, steht in den Sternen. Unvergessen bleiben die gemeinsamen Mahlzeiten, mit dem spitzen Kaffee aus der Nespresso-Maschine, dem schon zu Hause ausgearbeiteten Menüplan oder der praktischen „Resteverwertung“.

Sportlich mussten wir das erste Spiel schon Samstag früh – verdammt früh für die eine oder andere - um 9:30 Uhr gegen Spanien bestreiten. Man merkte uns an, dass wir noch nicht eingespielt waren. Trotz diverser Torchancen nur 1:0 gewonnen. Am nächsten Tag stand das Gruppenspiel gegen die Niederländer an. Nach großem Kampf und den Verlust von Eppchen (vor dem Spiel wurde sie unglücklich von einem Ball getroffen) mussten wir uns 2:1 geschlagen geben. Aber die Stimmung am Rand durch unsere Herrenteams und andere Nationen war grandios – vielen Dank. Das abschließende Gruppenspiel konnten wir gegen die Schotten nicht unbedingt schön, aber erfolgreich gestalten. Ein gutes Pferd springt halt nur so hoch wie es muss, 1:0 gewonnen. Im folgendem Viertelfinale konnte man sehen, dass wir uns nicht nur neben dem Platz immer besser verstanden, sondern auch lehrbuchreife Pass-Stafetten auf den Platz zauberten. 6:1 hieß das Ergebnis gegen Wales und das Halbfinale gegen England war perfekt. Nach einem weiteren Ruhetag ging es um den Einzug ins Finale. Erneut unterstützt durch unsere Herren, spielten wir jedoch gegen 11+2. Die Schiedsrichter pfiffen mehr oder weniger in eine Richtung und dies auch von objektiver Seite bestätigt. Die Führung der Engländer konnten wir noch ausgleichen, mussten aber in der Schlussminute sechs Ecken, inklusive diverser Wiederholungsecken, über uns ergehen lassen. Wir retteten uns nach großem Kampf ins Penalty-Schießen, welches wir verdientermaßen mit 4:3 gewonnen haben. Großer Dank an Kathy, die „famurös“ drei Penaltys gehalten hat. Die Freude kannte keine Grenzen – wir haben uns im wahrsten Sinne des Wortes überschlagen - denn unser Traumfinale, ein zweites Spiel  gegen die Hollis, war perfekt. Nach kurzer Regeneration, der Massage durch die Goldhände von Caro, und einem weiteren Clubessen (das einzige Manko in der Organisation) mussten wir schon um 10:15 Uhr – immer noch zu früh! - ins Endspiel starten. Die Hymne, die für die eine oder andere zum ersten Mal gespielt wurde, ist lauthals mitgeschmettert worden. Durch die gute Einstellung von „Scheibu“ - kein Schmerz – die unseren Erfolgscoach Lars für das letzte Spiel ersetzt hat (er musste aus familiären Gründen abreisen und alle Überredungskünste haben leider nicht gefruchtet), konnten wir das Spiel die ersten 25 Minuten offen gestalten. Erst dann fiel der überfällige Führungstreffer für die Hollis. Kurz nach der Pause hatten wir zwar den Ausgleich auf dem Schläger, mussten dann aber der anstrengenden Woche (sechs Spiele in acht Tagen) und unserem höheren Durchschnittsalter (48 gegenüber 43) Tribut zollen. Die Niederländer waren einfach das bessere Team, auch wenn das 4:0 im Endeffekt etwas zu hoch ausgefallen ist.  Nach Schlusspfiff lagen wir uns mit den Hollis in den Armen, wann hat es so etwas schon mal gegeben? …und auch hier muss erwähnt sein, dass die Hollis (wohlgemerkt: unsere Final-Gegnerinnen!) EINE von uns (nennen wir sie „El Capitán“ als beste Spielerin des Turniers gefeiert haben und dies MEHR als ZURECHT!!!  Auch die Siegerehrung geht in die Geschichte ein, die Holländer standen für uns Spalier und wir grüßten mit einer La Ola zurück. Dies ist auch das wunderbare Fazit dieser Woche. Auf dem Platz wurde fair, aber hart um jeden Ball gefightet, danach an der Theke etwas zusammen getrunken. Von vielen Nationen sind wir angesprochen worden, dass es so wundervoll ist, dass wir endlich ein Damenteam aus Deutschland an den Start gebracht haben.

Insgesamt waren es unvergessliche Tage, wir danken aus tiefstem Herzen ALLEN, die zu diesem Turnier und unserer Teilnahme beigetragen haben und wir zählen schon die Tage bis zum nächsten Event - die Masters WM 2018 in Barcelona/Terrassa vom 27.07.2018 bis 05.08.2018! 1000 Dank auch an „UNSERE“ Herren, die uns durch diese Woche und den durchaus anstrengenden Turniermodus „getragen“ haben. 

Sollte Euch, Ladies über dem charmanten Alter von 40 plus, beim Lesen der Spaß und Esprit erreicht haben, meldet und bewerbt Euch für einen Platz im Team. Wir würden gerne zwei volle Mannschaften für das nächste Turnier aufbieten. 

Die erfolgreiche Silbermedaillenmannschaft:
Sonja Thüner, Kathrin Jacobsen, Denise Rutschmann, Simone Zimmermann, Britt Hansen, Linda Ungeheuer, Bettina Roth, Lette Jungk, Andrea Milius, Mirja Külper, Ulli Kirchhoff, Illy Merabeth, Steffi Stöcker, Nicky Reinecke, Silke Tippkemper, Carry Adam, Rübe Combüchen, Melli Cremer
Staff: Lars Reinecke, Michaela Scheibe, Caro Meulenberg, Kiki Schottorf-West, Maren Boyé

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