EHL: MHC im ViertelfinaleDie Herren des Mannheimer HC stehen bei ihrem zweiten EHL-Auftritt durch einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen den Club Egara erstmals im Viertelfinale.

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Mannheimer HC erstmals im EHL-Viertelfinale

Die Herren des Mannheimer HC stehen bei ihrem zweiten EHL-Auftritt durch einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen den Club Egara erstmals im Viertelfinale.

15.04.2017 - Die Herren des Mannheimer HC stehen bei ihrem zweiten Euro Hockey League-Auftritt nach 2010/11 durch einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen den spanischen Meister Club Egara erstmals im Viertelfinale der europäischen Meisterschaft. Das Team von Trainer Michael McCann bestimmte den ersten Durchgang, verpasste es aber nach der Führung, einen weiteren Treffer zur ersten Vorentscheidung nachzulegen. Stattdessen kam der Club Egara besser ins Spiel und sorgte im letzten Viertel mit dem Ausgleich für erneute Spannung. Zumal die Quadratstädter in der ereignisreichen Schlussphase den Faden zu verlieren drohten. Doch Felix Schües erlöste die Mannheimer wenige Minuten vor dem Schlusspfiff mit seinem Rückhandtreffer und sicherte seinem Team mit dem 2:1 neben Rot-Weiss Köln einen zweiten deutschen Startplatz im EHL-Viertelfinale. Dort trifft der MHC am Ostermontag um 13:15 Uhr auf UHC-Bezwinger Wimbledon HC. (Fotos: EHL / Frank Uijlenbroek)

Der Mannheimer HC startete dominanter in der Partie, erspielte sich aber in der Anfangsphase keine zwingenden Chancen. Zwei Strafecken von Eckenspezialist Gonzalo Peillat konnte der Club Egara entschärfen. Nach nicht ganz einer Viertelstunde fiel dann aber endlich die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung für die Mannheimer: Florian Woesch setzte sich an der rechten Grundlinie durch, spielte vor dem Tor quer, und Guido Barreiros brauchte den Ball nur noch zum 1:0 über die Linie zu drücken (14.). In der Folge verlor der MHC etwas den Faden und ließ die Spanier besser in der Partie kommen. Einen aussichtsreichen Konter konnte Felix Schües nicht mehr kontrollieren, Egara-Torwart Francisco Cortes rettete in höchster Not vor dem deutschen Stürmer. Mit der knappen Ein-Tor-Führung ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff ein ähnliches Bild wie vor Beginn der Pause: Schües kam rechts im Schusskreis zum Abschluss, aber Cortes hatte keine Probleme, diesen Schuss aus spitzem Winkel zur langen Ecke zu parieren. Das Spiel plätschert nun etwas hin, Höhepunkt des dritten Viertels war eine scharfe Mannheimer Hereingabe, die Florian Woesch und Timm Haaase knapp verpassten (39.). Auf der anderen Seite ließ Egara seine erste Strafecke ungenutzt.

Spannung kam noch einmal auf im Schlussviertel: Erst verzog Egaras Eduardo Arbos in der Schusskreismitte knapp. Dann wurde es noch einmal hektisch: Nach einem Defensivfoul am Mannheimer Schusskreis zeigte Schiedsrichter Bruce Bale erst Danny Nguyen Grün, meinte aber wohl Rhett Halkett. Am Ende saßen beide Mannheimer auf der Strafbank, bis das Schiedsrichtergespann erst fast eine Minute später seinen Fehler bemerkte und die einfache Unterzahl wieder herstellte. Mit der Strafecke, die dem Foul folgte, setzte Pau Quemada einen Flachschlenzer mittig zum Ausgleich in die Mannheimer Maschen (52.). Kurz darauf bekam Egara nach erfolgreichem Videobeweis eine weitere Strafecke zugesprochen, Andreas Späck fischte den Flachschlenzer aber spektakulär mit dem Schläger aus dem unteren rechten Eck. Die nächste spanische Strafecke konnten die Kurpfälzer wiederum per Videobeweis in einen Freischlag am Kreis umwandeln, Spielführer Jan-Philipp Fischer sah im Zuge dieser Diskussion noch einmal Grün und Mannheim drohte den Faden zu verlieren, während der spanische Meister nun Druck machte. Doch fast aus dem Nichts erlöste Felix Schües die Mannheimer: Mit noch knapp vier Minuten auf der Uhr fasste sich der 25-jährige Stürmer ein Herz, zog mit der argentinischen Rückhand aus spitzem Winkel ab und erwischte Cortes im spanischen Tor auf dem falschen Fuß. Die Kugel schlug zur 2:1-Führung im kurzen Eck ein (56.). In den Schlussminuten war der MHC auf Ballhalten bedacht und lauerte auf Fehler des Gegners und Kontermöglichkeiten. Egara nahm 40 Sekunden vor dem Ende noch einmal den Torwart für das Überzahlspiel aus der Partie und kam so kurz danach auch noch einmal zur Möglichkeit, erneut auszugleichen. Der Ball strich aber knapp am Mannheimer Kasten vorbei, sodass es nach 60 Minuten bei der Mannheimer Führung blieb.

„Wir haben die erste Halbzeit dominiert“; stellte Mannheims Trainer Michael McCann nach dem Schlusspfiff fest, um dann aber auch einen gänzlich anderen Durchgang nach der Pause zu sehen: „Die zweite Halbzeit war schwieriger mit den grünen Karten. Insgesamt haben wir gewusst, dass die Defensivarbeit wichtig sein wird.“ Einzelne Spieler wollte McCann nicht vorrangig loben, sondern unterstrich den Stellenwert der Mannschaft: „Wir können nicht nur mit drei, vier, fünf Spielern spielen. Wir müssen als Team auf dem auf dem Platz stehen.“ Mit Blick auf das Viertelfinale am Montag gegen Wimbledon hatte der MHC-Trainer dann auch bereits einen ersten Matchplan: „Wir müssen wieder absolut top verteidigen und unsere Chancen nutzen.“

Tore:

1:0       Guido Barreiros (14.)

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1:1       Pau Quemada (KE, 52.)

2:1       Felix Schües (56.)

Strafecken:                   MHC 2 (0 Tore) / CE 3 (1 Tor)

Grüne Karten:               Rhett Halkett, MHC (52., Körperfoul), Jan-Philipp Fischer, MHC (56., Unsportlichkeit) / Pau Quemada, CE (46., Stockfoul)

Zuschauer:                    1.600

Schiedsrichter:        Jonas van 't Hek (NED) / Bruce Bale (ENG)

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