DANAS: Klarer Sieg über JapanWorld-League-Halbfinalturnier, Vorrunde: Japan – Deutschland 0:3 (0:1)

DANAS: Starkes Finale verlorenWorld-League-Turnier in Johannesburg, Finale: USA – Deutschland 4:3 n. Penaltyschießen (1:1, 0:0)

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DANAS: Klarer Sieg über Japan zum Abschluss der Vorrunde

World-League-Halbfinalturnier, Vorrunde: Japan – Deutschland 0:3 (0:1)

16.07.2017 - Die deutschen Damen haben die Vorrunde der World League in Johannesburg mit einem klaren Sieg gegen Tabellenführer Japan beendet und damit Platz 2 Pool A gesichert. Den ersten Platz holte Olympiasieger England, der Irland in seinem letzten Match 3:2 bezwang. Charlotte Stapenhorst, Nike Lorenz Cecile Pieper trafen für die DHB-Auswahl. Für Lisa Altenburg ist das Turnier leider beendet, da sie sich gegen England eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte. Im Viertelfinale treffen die DANAS am Mittwoch um 18 Uhr nun auf Gastgeber Südafrika, das im letzten Vorrundenspiel überraschend die USA besiegte und so noch vom letzten Gruppenplatz auf Rang drei kletterte.

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel, weil eben nicht alles gut gelaufen ist. Das Match hatte für uns einige Dellen, wir hatten kritische Situationen zu überstehen. Und das haben die Mädels als Kollektiv gut gelöst. Sie haben sich reingearbeitet und geschafft, diese Krisen durchzustehen. Deshalb ist das ein weiterer richtig guter Schritt in der Entwicklung. Da muss ich dem Team ein Kompliment machen, dass sie in jedem Spiel ihre Learnings gebracht haben. Wir haben in der Gruppe unsere Jobs gemacht. Nun werden wir im Viertelfinale unseren Job machen – egal, wer da kommt! Ergänzen muss man, dass zum Beispiel Wortmann und Heyn ein tolles Spiel gemacht haben und im Welthockey angekommen sind. Und ich habe ja vor dem Turnier gesagt, dass wir uns auf der Torwartposition keine Sorgen machen müssen – Julia Ciupka hat erneut ein Top-Spiel gemacht!“
Janne Müller-Wieland: „Das war ein hartes Match, bei dem wir mit dem Ergebnis von 3:0 sehr zufrieden sind. Wir hatten heute aber auch wieder eine sehr gute Keeperin hinten drin. Gut, dass wir auch eine Ecke verwertet haben. Hinsichtlich Einsatz und Durchhaltevermögen war das klasse. Dadurch haben wir uns auch gut positioniert für das Viertelfinale. Jetzt schauen wir in Ruhe, was die anderen Teams noch machen.“

Das erste Viertel war noch sehr ausgeglichen. Japan betrieb hohen physischen Aufwand über das ganze Feld. Die Asiatinnen waren der erwartet unangenehme Gegner, der die Deutschen in jeder Situation zu großer Konzentration zwang. Das funktionierte in der Defensive auch sehr gut. Nike Lorenz stand gut vor dem Kreis und fing viel ab. Auch Nina Notman hatte ihre Außenstürmerin, die in den Spielen zuvor oft der Ausgangspunkt von guten japanischen Angriffen gewesen war, gut im Griff.
In der 13. Minute wurde Marie Mävers auf dem Weg in den Kreis gefoult. Es gab die erste Ecke für das DHB-Team. Die wurde aber verstoppt und auch der anschließende Freischlag am Kreis brachte nichts ein. So blieb es beim 0:0 zur ersten Viertelpause. Das DHB-Team hatte etwas mehr vom Spiel, konnte aber noch keine wirklich hochkarätigen Chancen erarbeiten.
Japan investierte dann noch etwas mehr, machte Druck auf die deutsche Abwehr. Und als Viktoria Huse von außen Mami Karino direkt auf den Schläger bediente, musste Julia Ciupka ihre ganze Klasse zeigen, sonst hätten die DANAS zurückgelegen. Kurz darauf sah Franzisca Hauke Grün für ein Foulspiel. Und die Überzahl brachte Gefahr. Ciupka hielt erneut ganz stark gegen einen Schrubber von Nuri Nagai (19.), die halblinks im Kreis auftauchte. Nach einem harten Einsteigen von Lorenz gab es dann die erste Ecke für Japan (22.). Und da half das Glück, dass der von Mävers abgefälschte Schlag von Hazuki Nagai an den linken Pfosten ging.
Hauke kam dann zurück und im direkten Konter fiel das so wichtige Führungstor, als Stapenhorsts Schlag von Mami Ichitani ins eigene Tor abgelenkt wurde. Das gab aber erstmal noch nicht die große Sicherheit, denn Japan erhöhte das Pressing und die Olympia-Gastgeberinnen von 2020 bauten ein Powerplay auf, aus dem sich die DHB-Damen kaum mal richtig befreien konnten. Erst gegen Ende des Viertels war es besser, denn da setzten die Deutschen selbst Offensivaktionen. Hauke kreierte eine gute Chance, die gerade noch von einer Abwehrspielerin ins Aus geklärt wurde.

Nach der Pause war das DHB-Team bemüht daran anzuschließen. Gute erste Bemühungen führten zur zweiten Ecke, und die versenkte Nike Lorenz von der Linksablage halbhoch ins rechte Toreck zum 0:2 (34.). Nun hatte das deutsche Team die zwei Tore Vorsprung, die man brauchte, um an den nun punktgleichen Japanerinnen in der Tabelle vorbeizuziehen. Nobis hatte kurz darauf im Konter eine gute Chance (38.), scheiterte aber an der rausrutschenden Megumi Kageyawa.
In der 39. Minute ging Nr. 19 frei auf Ciupka zu, die ihr den Ball vom Schläger nahm. Zwar gab die Malayin dafür Siebenmeter, aber per Videobeweis wurde gezeigt, dass die deutsche Torfrau ganz sauber den Ball gespielt hatte. Dennoch musste Ciupka auch im nächsten Angriff wieder zwei Mal parieren (40.). Japan drückte nun erneut stark, hatte aber in der Kölner Keeperin eine schwer zu überwindende Hürde, an der man verzweifelte.
Danach aber auch wieder gute Angriffe der DANAS, bei denen lediglich der letzte Pass oft zu ungenau war. Eine Grüne Karte gegen Teresa Martin Pelegrina brachte Japan dann aber zum zweiten Mal in Überzahlsituation. Segawa verpasste dabei den Anschlusstreffer, als sie am langen Pfosten den Tip-in nicht kontrollieren konnte. So stand es vor dem Schlussviertel 2:0 aus deutscher Sicht.
Und besser hätte dieses nicht starten können als mit einem Linksangriff über Hayn und Nobis, den Cecile Pieper als Volley mit der hohen Rückhand durch die Beine von Kageyawa zum 0:3 (46.) abschloss. Japan brauchte jetzt zwei Treffer, um an den DANAS in der Tabelle wieder vorbeizuziehen. Doch die Asiatinnen waren zwar im Aufbau gut unterwegs, ließen aber im Kreis die Cleverness beim Torschuss nahezu komplett vermissen.
Und die Deutschen ließen dann auch nicht mehr viel zu, sondern setzten selbst noch auf die Offensive, waren in der Phase näher am 4:0 als die Asiatinnen am Anschlusstreffer. Elisa Gräve hatte die beste Gelegenheit dazu in der 56. Minute, scheiterte aber an der Keeperin. Und so blieb es beim deutlichen Erfolg der DHB-Auswahl.

Tore:
-
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0:1       Charlotte Stapenhorst (23.)
----------------
0:2       Nike Lorenz (KE, 34.)
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0:3       Cecile Pieper (46.)

Ecken:
JAP 1 (kein Tor) / GER 2 (1 Tor)

Schiedsrichterinnen:
Elena Eskina (RUS) / Hafiza Azman Nor (MAL)

 

 

 

 

 

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