DANAS: Sieg gegen KoreaFour Nations Cup: Youngster Camille Nobis sichert spät 3:2 (1:0)-Sieg

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DANAS gewinnen zweites Spiel in Berlin

Four Nations Cup: Youngster Camille Nobis sichert spät 3:2 (1:0)-Sieg

16.06.2017 - Die deutschen Hockey-Damen haben am Freitagabend vor rund 600 Zuschauern ihr zweites Spiel beim Four Nations Cup in Berlin gegen Korea mit 3:2 (1:0) gewonnen. In einer spannenden Partie gelang der erst 17-jährigen Camille Nobis in der Schlussphase der Siegtreffer für die DANAS, die sich auf der Anlage des Berliner HC auf die bevorstehenden Aufgaben in der WM-Qualifikation Anfang Juli sowie der Europameisterschaft im August vorbereiten.

Bundestrainer Jamilon Mülders sah erneut eine gute Entwicklung bei seinem neu formierten Team: „Das ist ganz klar erkennbar, die Mädels lernen praktisch von Viertel zu Viertel innerhalb des Spiels. Das ist wieder eine sehr intelligente Mannschaft. Heute haben sie es sehr ordentlich gemacht, sind sehr erwachsen mit der Spielweise der Koreanerinnen umgegangen. Wir haben gesehen, dass man hart dafür arbeiten muss, um Korea zu schlagen. Aber so ein Ergebnis ist mir viel lieber als ein klares 3:0, weil wir sehen, dass wir Wirkung erzielen, wenn wir etwas machen, wie wir es uns vorgenommen haben. Wir haben insgesamt gut verteidigt, sind gut durch das Zentrum gekommen und haben geschickt das Spiel verlagert. Aber wir hatten zum Teil auch eine naive Ballverlust-Quote, aus der dann auch die Chancen für Korea resultierten.“

Die deutschen Damen begannen druckvoll und hatten die ersten Kreisszenen, etwa, als Jana Teschke mit der Rückhand vom Kreisrand abzog und in der Mitte Camille Nobis auch im Nachsetzen nicht richtig an den Ball kam (3.). Charlotte Stapenhorst scheiterte zwei Mal an der koreanischen Torfrau Mijin Han (7./9.). Korea stand erwartungsgemäß tief und lauerte auf Konter, die sie auch gut vorbrachten, aber die sicher abgewehrt wurden. Die erste Strafecke für das DHB-Team wurde dann auch zum ersten Treffer. Charlotte Stapenhorst und Nike Lorenz spielten einen doppelten Doppelpass, und Lorenz versenkte den Ball halbhoch zum 1:0 (9.). Es war eine einseitige Geschichte in dieser Phase. Lisa Altenburg hatte das 2:0 auf dem Schläger, traf aus dem Gewühl heraus aber nur den linken Pfosten (13.). Defensiv leistete man sich zwar die eine oder andere Unaufmerksamkeit, doch Korea wusste das weiterhin nicht zu nutzen, selbst wenn die Asiatinnen frei vor Julia Ciupka im DHB-Tor auftauchten (14.).

Die Partie war im zweiten Viertel etwas offener, doch die Chancen hatte weiter in der Mehrzahl Deutschland. In der 22. Minute brachte Stapenhorst den Ball unbedrängt in den Kreis, legte auf Lisa Altenburg ab, die aber an der Torfrau scheiterte. In der nächsten Kreisszene gab es für Stockschlagen die zweite Ecke für das DHB-Team. Nike Lorenz’ Flachschlenzer war allerdings kein Problem für Mijin Han. Im Gegenzug fand ein langer Ball die völlig frei auf Ciupka zulaufende Seul Ki Cheon, die aber so lange brauchte, bis sich die deutsche Abwehr schon wieder formiert hatte, als sie den Ball abspielte und Ciupka den Schuss ohne Mühe mit dem Kicker parierte (25.). Naomi Heyn nahm in der 27. Minute von rechts aus Maß, zielte allerdings ein Stück zu hoch. Korea kam zwar in wenigen Szenen gefährlich in den Kreis, ohne jedoch richtig zum Abschluss zu kommen.

In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Deutschland legte sofort wieder den Vorwärtsgang ein, und Naomi Heyn vergab aus kurzer Distanz die erste dicke Chance zum 2:0 (32.). Besser machte es Marie Mävers eine Minute später, die aus sechs Metern halblinks flach traf. Und das 3:0 lag direkt in der Luft, als es die dritte Strafecke gab. Stapenhorsts Flachschlenzer sollte Naomi Heyn abfälschen, doch der Ball ging an einen koreanischen Fuß, und es gab gleich noch eine. Diesmal wurde verstoppt, doch erneut kam Heyn an den Ball, scheiterte jedoch diesmal an der Torhüterin (34.). Zwei Minuten später gab es auch die erste Ecke für Korea. Als Variante gespielt nutzte Jongeun Kim die Chance zum Anschlusstreffer. Das brachte den Asiatinnen scheinbar Rückenwind, denn kurz darauf wurde wieder gefährlich, als Eunji Cho den Ball vor dem leeren Tor nur knapp verpasste (40.). Auch Nike Lorenz durfte sich noch einmal per Ecke versuchen, schlenzte den Ball aber am rechten Winkel vorbei (44.).

Das Schlussviertel begann mit einer Strafecke für Korea: Ciupka erahnte allerdings die Stecher-Variante, und auch den Nachschuss klärte sie unaufgeregt (47.). Eine Minute später erneut Ecke Korea für ein Foulspiel, doch diesmal zielte Jongeun Kim vorbei (48.). Jetzt gab es reihenweise Chancen auf beiden Seiten: Stapenhorst zog am Kreisrand in die Mitte und zog mit der Rückhand ab – gehalten (49.). Deutschland spielte nach Foul an Franzisca Hauke die nächste Strafecke als Stechervariante von Janne Müller-Wieland auf Marie Mävers, die aber nicht richtig an den Ball kam (51.). Das Auslassen der zahlreichen Möglichkeiten wurde in der 53. Minute bestraft. Ein koreanischer Pass von der rechten Seite ging von einem deutschen Schläger hoch in Richtung Yun Kyoung Cho, die den Ball volley zum 2:2 verwertete. Doch Deutschland hatte noch einen Pfeil im Köcher: Jana Teschke setzte zu einem sehenswerten Solo an, ließ zwei Gegnerinnen aussteigen und passte den Ball dann hart vor das Tor, wo ihn Camille Nobis reinstocherte (58.). Korea nahm daraufhin die Torhüterin vom Feld und spielte mit elf Feldspielerinnen weiter. Das brachte aber nichts mehr ein, es blieb beim knappen, aber insgesamt verdienten Sieg des DHB-Teams.

Tore:
1:0       Nike Lorenz (KE, 10.)
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2:0       Marie Mävers (33.)
2:1       Jongeun Kim (KE, 36.)
2:2       Yun Kyoung Cho (53.)
3:2       Camille Nobis (58.)

Strafecken:
GER 6 (1 Tor) / KOR 3 (1 Tor)

Schiedsrichter:
Rhiannon Murrie (AUS) / Celine Martin-Schmets (BEL)

 

 

 

 

 

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