HONAMAS: Beste TurnierleistungWorld League Halbfinale in Johannesburg, Vorrunde: Belgien - Deutschland 2:3 (0:1)

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HONAMAS: Sieg und beste Turnierleistung gegen den Olympia-Zweiten

World League Halbfinale in Johannesburg, Vorrunde: Belgien - Deutschland 2:3 (0:1)

15.07.2017 - Die deutschen Herren haben in ihrem dritten Turnierspiel bei der World League in Johannesburg eine ganz starke Performance abgeliefert und mit der besten Turnierleistung bisher den Olympia-Zweiten von Rio mit 3:2 geschlagen. Das DHB-Team führte zur Pause durch Marco Miltkau noch glücklich, aber drehte die Partie, nach 1:2-Rückstand Mitte der zweiten Hälfte, noch zu einem 3:2-Sieg. Lukas Windfeder per Ecke und Didi Linnekogel mit einem Abfälscher trafen zum Sieg, der die Tabellenführung in Gruppe B bescherte. Am Montag um 16 Uhr gegen Irland soll dieser Platz für eine gute Viertelfinal-Ausgangsposition natürlich verteidigt werden. (Fotos: worldsportpics.com)

Stefan Kermas: „Wir sind heute sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Spielleistung. Es war ein Match mit ganz unterschiedlichen Phasen. Mal haben uns die Belgier hoch, mal tiefer gepresst. Wir sind damit ganz meist ganz gut zurechtgekommen, aber Fehler wurden immer sofort bestraft. Es war aber heute unsere emotionalste Defensivleistung und mit vielen deutschen Tugenden und hoher Laufbereitschaft haben wir da gut gegengehalten. Und es ist alles andere als selbstverständlich, dass eine so junge Truppe beim Stand von 1:2 das Match gegen eine so erfahrene Mannschaft noch drehen kann. Da haben wir viel Abgezocktheit bewiesen. Es gibt immer noch viel zu verbessern, aber in den wichtigen Phasen der Partie waren wir da, und das nötigt mehr großen Respekt ab. Nun wollen wir gegen Irland Platz eins aber auch verteidigen.“
Kapitän Mats Grambusch: „Das hat heute richtig Bock gemacht – vor allem, dass wir am Ende die drei Punkte noch mitgenommen haben durch das Traumtor von Didi Linnekogel. Und der Sieg gibt auch viel Selbstvertrauen für die nächsten Spiele. Gefallen hat mir, wie wir uns mit der jungen Truppe nach dem 2:2 auch noch reingehängt haben, um zu gewinnen.“
Lukas Windfeder: „Es war eine deutliche Steigerung zu den beiden ersten Spielen. Wir haben sehr emotional gespielt, körperlich gegengehalten und die Zweikämpfe angenommen. Wir haben uns da nicht so leicht abkochen lassen. Klar, hatten wir auch unsere Schwierigkeiten, weil die Belgier das auch richtig gut gemacht haben. Besonders mit dem Raumpress war es nicht leicht umzugehen. Doch wenn wir knallhart und konzentriert unser Setup durchgezogen haben, konnten wir sie knacken. Ein Schlüssel war, dass wir unsere Ecke genutzt haben und auf der anderen Seite eine starke Ecken-Defense hatten. Stark war natürlich auch die Parade von Tobi Walter ganz am Ende.“
Didi Linnekogel: „Ein geiler Sieg, ein geiles Spiel, das hat richtig Bock gemacht! Wir konnten zeigen, dass wir als junges Team auch Rückstände aufholen können! Die Freude auf das Irland-Spiel und das Viertelfinale sind jetzt riesig und die Stimmung im Team super!“

Die Deutschen waren in der Anfangsphase sehr auf Kontrolle bedacht, wollten nicht allzu früh einen der gefährlichen Konter der Belgier zulassen. Eine erste gefährliche Situation hinten klärte Tom Grambusch vor einem einschussbereiten Angreifer (3.). Dann konnten beide Teams länger keine Kreisszene erarbeiten. Wellen hatte den ersten deutschen Torschuss, der aber zum Drop abgefälscht wurde und somit nicht zur Wirkung kam (8.). Ein zu gefährlicher Ball von Windfeder brachte die erste Ecke für den Rio-Silbermedaillisten (10.). Die wurde aber verstoppt und Keeper Tobias Walter parierte einen Nachschuss stark. Belgien machte in der Phase großen Druck, aber die deutsche Defensive stand solide.
Nach Linksangriff musste Matthias Müller vorm Tor klären, als Walter schon überspielt war (12.). Doch im Gegenangriff auch eine Riesenchance für die HONAMAS, als Benedikt Fürk rechts im Kreis frei zum Schlag kam, aber Vincent Vanasch relativ sicher parierte (13.). Die Deutschen mit gutem Spielaufbau in der letzten Phase des ersten Viertels, das beim Stand von 0:0 in die Pause ging.
Größtes Manko bis dahin im deutschen Spiel waren die zum Teil ungenauen Pässe im Aufbau. Durch einen solchen kam Dockier in der 17. Minute zu einer Großchance, als er rechts im Kreis volley abzog, aber Walter mit Handschuhparade auf dem Posten war. Fürk holte mit super Solo eine Großchance heraus, wurde klar gefoult beim Schussversuch, aber verzichtete auf den Videobeweis, um sich die nicht gegebene Ecke zu holen (20.). Wright gab dafür auf der Seite die Ecke gegen Deutschland nach Stockfoul von Meyer (22.). Wieder wurde diese nicht gestoppt und dennoch gab es Gefahr, aber ein Stecher ging neben das Tor.
Die Belgier nun wieder mit mehr Druck. Zwei Mal hätten die Belgier für rüdes Einsteigen nun allerdings auch Grün bekommen müssen, aber die Schiedsrichter ließen ungewöhnlich viel laufen. Ein leichter Fehler von Tom Grambusch bescherte Belgien dann die dritte Ecke (27.). Doch Matthias Müller war als Stopper am Pfosten zur Stelle und klärte sensationell. Als Luick Luypaert Niklas Wellen im Konter mehrfach foulte, musste der Silbermedaillengewinner auf die Strafbank. Das DHB-Team demnach in der Schlussphase der ersten Hälfte in Überzahl. Und das Powerplay zahlte sich aus: Als eine Linksflanke vor Tor zu Marco Miltkau kam, lenkte dieser den Ball mit dem Rücken zum Tor an Vanasch vorbei zum 0:1 (30.) rein. Sicher ein etwas unglücklicher Rückstand aus Sicht der Belgier, aber die HONAMAS hatten sich das Ergebnis durch aufopferungsvolle Defensivarbeit trotzdem verdient.

Doch so spät die Deutschen in der ersten Hälfte die Führung erzielten, so schnell schlug Belgien nach der Pause zurück. Allerdings wurde der Treffer von Arthur van Doren, per Schlenzer vom Kreisrand ins lange Eck, (32.) auch begünstigt durch zwei unnötige Ballverluste in kurzer Folge auf der rechten Abwehrseite, als man Belgien schon an der Viertellinie zum Kontern einlud. Ein Konter über Wellen brachte dann wieder Gefahr auf der anderen Seite, doch Vanasch parierte den Flachschuss glänzend. Die Deutschen nun mit gutem Pressing und auch guten Kreisszenen, hatten etwas Pech, dass sie manchmal auch den Pfiff zur Ecke nicht bekamen, den sie für sich gesehen hatten.
Doch mitten in der Druckphase und in Überzahl, weil Nicolas de Kerpel mit Gelb auf der Strafbank saß, kassierte man einen Konter, bei dem Ferdinand Weinke überschlenzt wurde und Simon Gougnard Tobi Walter mit einem Schlagschuss ins kurze Eck zum 1:2 überwinden konnte. Herzbruch hatte kurz darauf die Großchance, als er mit einem Drehschlenzer im Kreis das Tor aber verfehlte. Im nächsten Angriff gab es dann die erste Ecke fürs DHB-Team (43.). Und die versenkte Lukas Windfeder flach und hart ins untere linke Eck zum zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich. Damit ging es dann auch in die letzte Viertelpause.
Die Deutschen gestalteten auch die Anfangsphase des letzten Viertels gut, hatten viel Ballbesitz und bauten geduldig auf. Die vereinzelten Konter der Belgier aber immer gefährlich. So musste Walter in der 49. Minute zwei Mal stark parieren gegen Schüsse aus spitzem Winkel. Und dann hätte Jonas Gomoll frei am langen Pfosten das 3:2 machen können, als er einen Querpass von Wellen knapp verfehlte (52.). Im nächsten Angriff landete der Ball im Tor der Belgier. Wright gab das Tor erst nicht, doch die DHB-Auswahl nahm den Videobeweis. Und es wurde bewiesen, dass Didi Linnekogel den Ball noch abgelenkt hatte im Kreis (54.). So stand es nun 3:2 für die HONAMAS.
Belgien drückte in der Schlussphase natürlich. Doch sie standen gut, die Deutschen, bis Weinke am Kreis rund 100 Sekunden vor Ende zu spät kam und foulen musste, so dass Belgien noch zu einer weiteren Ecke kam. Die führte zu einer Wiederholungsecke, gegen die die Deutschen den Videobeweis nahmen, aber kein Recht bekamen. Die nächste Ecke misslang in der Ausführung aber komplett und wurde abgepfiffen. Und dann musste sich Tobi Walter aber doch noch einmal richtig auszeichnen, als er erst einen Flachschuss und dann den Nachschuss von Felix Denayer aus dem oberen linken Toreck fischte (60.) und damit den dritten Sieg im dritten Vorrundenspiel sicherte.

Tore:
-
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0:1       Marco Miltkau (30.)
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1:1       Arthur van Doren (32.)
2:1       Simon Gougnart (40.)
2:2       Lukas Windfeder (KE, 43.)
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2:3       Dieter Linnekogel (54.)

Ecken:
BEL 5 (keine Tore) / GER 1 (1 Tor)

Schiedsrichter:
John Wright (RSA) / Raghu Prasad (IND)

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